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Donnerstag, 8. Januar 2015

Es lebe der Witz!

von Tim Wolff, Chefredakteur TITANIC

Es ist anlässlich der fürchterlichen Morde in Paris wohl nötig, mal wieder Grundsätzliches über Komik und Satire zu sagen. Denn nicht nur islamistischen Terroristen, so unsere Erfahrung bei der Titanic, fehlt es da an der Grundausstattung.

Komik ist zu allererst ein Mittel, dem Ernst des Lebens, der die meisten von uns bedrückt, selbst wenn nicht gerade Raketenwerfer in Redaktionsräumen abgefeuert werden, etwas entgegenzusetzen, im besten Falle seiner Herr zu werden. Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor. Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen – und so den Schrecken zu bekämpfen. Sehr viele Komikunkundige, ob Islamisten, Rassisten oder deutsche Durchschnittsjournalisten, begehen meist den Fehler, einen Witz auf einen unkomischen, ernsten (und zumeist noch auf einem Missverständnis beruhenden) Aussagekern herunterbrechen zu wollen. Die einen, weil sie den Witz auslöschen wollen; die anderen, weil sie glauben, Satire und Komik zu ernsten Themen sei nur angebracht, wenn sie „wertvoll“, „geistreich“ oder was auch immer ist.

Es ist natürlich schöner, wenn Komik auch noch eine kluge Botschaft transportiert, aber sie ist auch ohne sehr viel wert. Das müssten die meisten Menschen eigentlich wissen, denn sie praktizieren es privat. Als etwa gestern ca. 100 Journalisten Interviews und Statements von mir haben wollten, fielen immer wieder Wendungen wie „Wir wollten Sie nicht überfallen“ oder „Schiessen Sie los“ – und was taten diese Leute, als Ihnen auffiel, was sie da gerade versehentlich, aus Routine gesagt hatten? Sie lachten. Nicht etwa, weil sie sich damit über die ermordeten Satiriker lustig machten, sondern weil ihre üblichen Phrasen auf einmal in einem anderen Kontext standen, eine Bedeutung bekamen, die sie nicht haben sollten. Dahinter steckt keine wertvolle Aussage, es nimmt schlicht für einen Moment dem Ernst die Macht. 

Und das dürfte der Grund sein, weswegen Fanatiker, speziell religiöse, Komik verachten. Sie vertreten eine todernste, einzige ewige Wahrheit, und der Witz – egal wie klug oder lustig er im Einzelfalle sein mag – bedroht diese Wahrheit. Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muss das andere missverstehen. Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen.

Seit gestern gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gelten: Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Feuersteine: Coraggio

Man muss mit Coraggio anfangen, mit Mut. Einfach anfangen, das ist das Wichtigste. Nicht zuerst wissen wollen, wo es hinführt, sondern anfangen.

Und dann weitermachen.

Wie im Leben ist das, da weiss man auch nie, was es wird. Eine Frage des Mischens. Alles mischt sich immer wieder neu, wenn es fliesst.
Hanny, 90, Malerin

Freitag, 28. Februar 2014

Wär i bi!

Du fragsch mi, wär i bi,
du fragsch mi, was i cha;
möchtsch wüsse, gäll,
werum i di nid us den Ouge lah.

I weiss nid, wär i bi,
i weiss nid, was i cha;
weiss nume-n es zieht mi zue der hi,
i cha nid vo der lah.

Du zeigsch mir, wär i bi,
du zeigsch mir, was i cha;
drum zeig ou i dir immer nöi,
wi gärn dass i di ha.

Itz weiss i wär i bi,
itz weiss i was i cha.
I gib mi ganz so wie-n-i bi,
i hoff, du nimmsch mi a.

Drum frag nid, wär i bi,
drum frag nid, was i cha.
Bis zfride wenn du weisch,
dass i mis Härz itz gfunde ha.

Und was i gseh i dir,
das find i ou i mir;
drum lieb i di, drum lieb i mi,
damit i ganz cha sii.

Ha di vo Härze gärn,
du bisch mi guete Stärn.
Chönnt i di einisch nümme gseh,
wär's um mi Fride gscheh.

Komponist: Hansruedi Willisegger Textdichter: Hans Zulliger, Bildquelle

Dienstag, 7. Januar 2014

Eine Nacht lang



Dein Arm im Schlaf hat sich tief in mein Herz gehöhlt, meine Haut noch stumm von deiner nächtlichen Begleitung. Nur eine Handbewegung lang habe ich mir dein Licht geborgt. Gemeinsam gehen wir diesen Weg.

Freitag, 25. Januar 2013

Netzfundstück: Brief aus der RS


Liebs Mueti, liebe Vati

Mir geits guet. I hoffe euch, Ännele, Ueli, Rolä, Ürsu, Brigä, Lüku u Steffu ou. Chöit am Lüku und am Steffu usrichte, dass z Militär auso zigmau gäbiger isch aus jedi Büez daheime und si sech kener Sorge müesse mache wesi de ufbotte wärde.Zersch hani no chli Chummer gha, wiume geng bis am sächsi muess im Näscht blibe, aber ize gfautmer das no so mitem usschlafe. 

Säget Lüku u Steffu, dasme vorem Zmorge nume muess bettä u es paar Sache poliere. Muesch kener Tier füetere, mäuche, usemischte, ga füüre, Houz hacke... würkli chuum öpis. Aso mou, Rasierplficht gits, aber es het sogar warms Wasser. Z zmorge isch chli komisch, mit Orangschesaft, Müesli und so, drfür fähle Härdöpfu, Hamme, Chääs u Wurscht u dr ganz Räschte. Aber weme näbemne Städter hockt wo nume es Kafi suuft längt z Zmorge mit däm sim zäme bis am Mittag wes de widr öppis git. 

Kes Wunger möge di Giele usdr Stadt nüüt loufe. Mir gö öpedie uf Märsch wo dr Fäudi seit es sigi guet für d Abhertig... jä nu so de, wener meint, aus Rekrut hani da nüt z'mäude. Ä Marsch isch öppe so wyt wi vo daheime zur Poscht u rötur, aber wemer aube dert si hei teu scho blatere ade Füess u de fahremer i Laschtwäge zrügg u Höger hets de kener gha!Dr Fäudi isch chli wi üse Lehrer u isch viu am chääre we öpis nid rächt isch. Dr Houptmä isch wi dr Stapi odr so. Majore u süsch höcheri fahre mängisch mit ihrne Chäre düre u luege komisch aber lö eim aube i Rueh. 

U iz chunt z beschte: Mir überchöme Abzeiche fürs schiesse! I weiss o nid wiso... Z schwarze isch grösser aus ä Rattegring u bewegtsech nidemau u schiesst o nid zrügg so wi d Fankhusergiele mitem Luftgwehr. Aus wode muesch mache isch gäbig härelige u träffe. Schüss muesch ou kener mache, di gits scho fertig i Trukli abpackt. När gits no Zwangsmittuusbiudig wome mite angere cha schwinge, aber mi muess süüferli, teu Städter möges nid so vrlide.Im Zwami bini übrigens am beschte, ussert gäge Iseli Küsu hani mau iigluegt, aber dä isch ou ä meter nünzg u hundertzwänzg Kilo u ig mit mine eis sibezg u füfesächzg Kilo... isch haut schwiriger.

Item, dänked dra Lüku u Steffu bscheid z'gä dases wäger nid so schlimm isch wi geng au säge! Liebi Grüess Bärble

Montag, 17. September 2012

Hat was!

Am gerechtesten ist der Verstand verteilt auf der Welt, 
denn jeder ist zufrieden mit dem, was er hat, 
und außerdem überzeugt, dass er mehr hat als die anderen. 

Robert Lembke, deutscher Journalist und Fernsehmoderator 
* 17.09.1913 in München † 04.01.1989 in München 

Bildquelle

Dienstag, 29. Mai 2012

Hat was!

Just because someone
hurt you yesterday,
doesn't mean you should
start living life today in
constant fear
of being hurt tomorrow.


Autor leider unbekannt.

Mittwoch, 21. März 2012

Oha oh Lätz!

Hallo,
Ich weiß nicht, wie ich es sagen, aber ich habe vor langer Zeit senden wir Ihnen einige Fotos tryed, aber ich habe gedacht, dass Sie nicht interessiert sind, mich zu sehen. Aber jetzt werde ich Ihnen die Fotos im Anhang. Laden Sie sich die Bilder und entpacken Sie sie, ich bin sicher, dass Sie sie mögen. Das Passwort lautet: 123456
Have a great day.

Dienstag, 17. Januar 2012

Nicht geschüttelt. Gerollt!

Seit geraumer Zeit schon nehme ich mir vor, sie mir vorzunehmen. Nun tue ich es. Und es ist kein Zufall, dass ich es jetzt endlich tue. Vielmehr weil die Sonne wieder scheint. Am Bloggerhimmel. Folgende Schreiberlinge sind mir entweder a) ans Herz gewachsen, b) extrem informativ und interessant, c) äusserst unterhaltsam und humorvoll oder ich habe ganz einfach d) den/die Blogbetreiber/in sehr lieb. Oder alles zusammen. Auf alle Fälle sind es meine ganz persönlichen Leseempfehlungen. Yep!

Madame Lila:
Die Brillensuchende, liebens-liebens-liebenswerte Frau, ganz und gar nicht Lila, wenns um die Musik geht (HELL YEAH!!!); und auch das Schreiben ist ihre Stärke. Wann ihr erstes Buch herauskommt, ist definitiv nur eine Frage der Zeit. Aber sowas von!

Feurige Canela:
Direkt in die Fresse, wenns sein muss. Leidenschaftlich und witzig. Mal zickig, dann wieder ruhig. Wie das Leben halt. Manchmal läufts beschissen und doch vollgepackt mit wundervollen Momenten.

Blaue Auszeit:
Vollblutmami (von 4 ähhh 3 Jungs), Hundefreundin, Naturliebhaberin mit dem (wunderschönen) Photoblick. Arbeitende, Liebende, Schreibende. Viel Spirituelles, traumhafte Bilder und Tipps für coole Design-Deko. Abtauchen, schmunzeln und ruhen!

Rennende Miene:
Hach, meine liebe Miene... Ein bisschen ruhig ist es leider geworden, bei der schnellen Miene. Aber dennoch kann ich sie auf gar keinen Fall weglassen. Geht gar nicht. Immerhin bin ich sein Gruupie. Und erst noch von Beginn an. Und er hat meinen seinen Übernamen für Twitter geklaut.

Reflexionen:
Der Falki ist der Internet-Freak. Und Foto-Freak. Und Bauernregel-Freak. Und Rätsel-Freak. Und Witz-Freak. Und in allen diesen Bereichen ist er wirklich gut. Sehr gut. Vor allem aber ist der Falki mein VIP-Held!

Satirischer Lupendurchblick:
Aktuelles aus der Politik und Gesellschaft, mit dem wunderbar zynischen und humorvollen Blick durch die Satirelupe betrachtet. Versehen mit einem guten Schuss spitzen Bemerkungen. Für diejenigen, welche auf dem Laufenden bleiben möchten, ein Muss.

Klaeui:
Hat nix mit geklaut zu tun, dafür aber findet man ganz viele wertvolle Informationen und Tipps rund um die Krankheit Diabetes und dem Umgehen damit, da der Schreiber selbst betroffen ist. Zudem gibts lesenswertes über Umwelt, Energie und ganz vieles mehr.

Monsieur Fischer:
Aus der Bloggerwelt nicht mehr wegzudenken, der Ur-Monsieur. Schade wärs, wenn er seinen Blog, wie angestrebt, einmal unter der Sonne der französischen Provence betreuen wird. Schade für mich, da er ein wirklich guter Freund ist, für ihn würde es mich natürlich freuen. Prädikat: Queerbeet - sehr lesenswert.

Goggimaa:
Stolzer Papi und begeisterter FC Aarau Fan (HELL YEAHH!!!). Gesellschaftskritisch und gerechtigkeitsliebend. Wenn mal wieder irgendwo ein Mensch in den Medien sein Unwesen oder Schabernack treibt, ist Goggimaa zur Stelle, deckt auf und sagt ihnen, wo der Bartli de Moscht holt.

Dimis Welt:
Witzig, gefühlsvoll, nachdenklich, verträumt, engagiert und ganz schön schwarz ist sie, Dimis Welt. Genau meine Wellenlänge, und dies nicht nur musikalisch!

Einfach Sophie:
Im Rahmen einer Musik-Blogparade habe ich sie lesen gelernt und seit da nicht mehr wegzudenken in meiner kleinen Bloggerwelt. Und sie kennt Pessoa. Halleluja und verneig. (!!!)

Fang das Licht:
Wunderschöne Photographien (selbstverständlich von ihr selber), begleitet von tiefen Gedanken und Seelen-Lyrik. "Ein Sonntagslächeln – und die Alltäglichkeit gerät ausser Rand und Band" (Jrene Aliverti).

*räusper*:
Viel Musik, Motorengedingse und Camperinfos. Humorvoll und... es gibt nicht für alles eine Erklärung. Er gehört einfach auf diese Liste. *hüstel*

Rockige Göre:
Rock, Rock, Rock. Und das ist gut so. Und wenn sie nicht gerade mit ihren Katzen schmust, plant sie wahrscheinlich ihren nächsten Aufenthalt in Griechenland. Wobei sie im Moment glaubs ganz gerne in unserem Schweizer-Ländle weilt... ;-)

Direkt aus der Gruft:
Satirisch, zynisch, schwarz... Horror, Heavy Metal und News. Einfach eine Welt zum Wohlfühlen. Und dies nicht nur wegen des Fumoirs auf seinem Blog.

Rock around the World:
Die neusten Album-Veröffentlichungen? Das nächste Konzert? Alles was das Rockerherz begehrt findet man beim metallenen Schädel mit Garantie. Place to be – you’ll enjoy your stay. Ich schwör!!!

Geteiltes Schwarz:
Ein Neuling in der grossen, weiten Bloggerwelt... Und erst noch aus dem fernen Deutschland. Dennoch eine Perle, ein Diamant. Seine Art und Weise, Gefühle in Worte zu fassen, berühren den schwarzen Kafka und lassen mitfühlen. Samtschwarz. Sein trockener, zynischer Humor trifft das gelbe vom Ei aber sowas von. Er möchte die Weisheit der Welt herausfordern? Fordern soll er, herausfordern und darüber schreiben. Es war eine sehr, sehr weise Entscheidung, mit dem Bloggen zu beginnen...

Viel mehr als Worte...!:
Es fällt mir schwer, meine Freude in Worte zu fassen. Es gibt sie wieder. Oh, wie haben sie mir gefehlt. Nicht nur die Worte... Nachdem sie mir am 21. Juni 2011 einfach so genommen wurden, mir ein Stückchen Seelenwohl herausgerissen wurde und mir dabei die Luft wegblieb, hat mein Herz und meine Seele am 16. Januar 2012 getanzt. So sehr, dass mir beinahe erneut die Atemluft fehlte und der Herzschlag aussetzte. Immer habe ich gewusst, warum sie mir fehlten und immer habe ich gefühlt, wie sehr sie mir fehlten. Diese Worte...


Dies ist um Himmels Willen keine elitäre und abgeschlossene Rolle... und der schwarze Kafka ist definitiv offen für weitere, lesenswerte Inputs jeglicher Art! Falls der schwarze Kafka nun jemandem auf die Füsse getreten ist oder gar verletzt hat, da etwas durch sein Spatzenhirn gerutscht ist, bitte melden, er wollte das nicht. Aber eben, das Alter und so.

Sonntag, 15. Januar 2012

Irrwege. Irrwege?

Wie sehr sie sich nach seiner Wärme und Nähe sehnte, konnte sie nie in Worte fassen. Sich noch immer sehnt. Und wenn sie den warmen Engelsatem auf ihrer Haut fühlte, war sie erfüllt von diesem vertrauten Moment und es war, wie es sein musste. Still und zeitlos. Sie überlegt sich, ob sich daran wirklich etwas geändert hat, oder ob sie sich das nur einbildet. Ist ihr Vertrauen geschwächt worden? Falls ja, durch was um Himmels Willen nur...? Oder ist es eine Angst, sich dem Aufprall mit ungeheuerlichen Geschwindigkeit zu nähern und nicht aufgefangen zu werden?

Wie sehr sehnt sie sich nach diesem einen Moment, in welchem er sie mit seinen Engelsaugen anschaut, ihren Kopf in seine Hände nimmt und sie zu sich zieht. Sich die Lippen berühren, sie gemeinsam abtauchen und ertrinken. Und mit ihnen ihre ganze Unsicherheit, sämtliche Zweifel und Ängste. Sie sich wieder angekommen fühlen kann. Wie sehr wünscht sie sich, dass er dies erneut vermag.

Nun sitzt sie da und starrt auf diese Zeilen. Unzählige Male hat sie sich diesen Text nun schon durchgelesen. Es sind definitiv die schönsten Worte, welche je an sie gerichtet worden sind, ihr klopfendes Herz und ihre verwirrte Seele bestätigen dies. Und nein, es sind nicht die folgenden Zeilen... :-)

"Gefühle entscheiden meist über das zu Geschehene. Der Verstand rechtfertigt hinterher mit den passenden Argumenten. Das ist eigentlich so klar, wie das trübe Wasser eines Bergsees im Frühling. Oder regiert der Verstand über die Situation und die Gefühle werden klammheimlich und aus praktischen Gründen angepasst?"

In welche Richtung wird sie nur ihr Herz ziehen mögen, frag sie sich, während die Seele leise beginnt zu weinen und eine salzige, heisse Träne ihr über die Wangen rinnt. Und im gleichen Moment wird ihr klar, dass ihr Herz sie nur an einen Ort ziehen mag... Warum nur trocknet dieses Bewusstsein ihre Tränen nicht?

Bildquelle2, Bildquelle1

Freitag, 23. Dezember 2011

Circles around you...

Vor genau einem Jahr habe ich in der riesengrossen, weiten Welt des Internets folgenden (nicht von mir geschriebenen) Text gelesen... und mich genauso gefreut. Geahnt, was daraus entstehen wird, habe ich allerdings nicht. Höchstens gehofft...!

"Heute ist ein spezieller Tag. Es ist für mich nicht nur der letzte Arbeitstag in diesem Jahr, weil ich am Samstag für eine Woche nach Berlin fliege - sofern das Wetter keine Kapriolen macht. Nein, ich freue mich auf einen besonderen Abend. Einen Abend, den ich geniessen werde, mich gehen lassen werde und wo niemand nach dem Warum fragen wird. Verschwendete Sonnenuntergänge gehören der Vergangenheit an. Das Diesseits liegt im Jetzt, Engelsmacher leben unter uns und deshalb sei so gut und spiel mir das Wiegelied vom Glück."

Danke.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Zumutbar.

... Nun steckt aber in jedem Fall, auch im alltäglichsten von Liebe, der Grenzfall, den wir, bei näherem Zusehen, erblicken können und vielleicht uns bemühen sollten, zu erblicken. Denn bei allem, was wir tun, denken und fühlen, möchten wir manchmal bis zum Äußersten gehen. Der Wunsch wird in uns wach, die Grenzen zu überschreiten, die uns gesetzt sind. Nicht um mich zu widerrufen, sondern um es deutlicher zu ergänzen, möchte ich sagen: Es ist auch mir gewiss, daß wir in der Ordnung bleiben müssen, dass es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir uns aneinander prüfen müssen. Innerhalb der Grenzen aber haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, das Unmögliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Grösse. Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen erweitern wir unsere Möglichkeiten. Daß wir es erzeugen, dieses Spannungsverhältnis, an dem wir wachsen, darauf, meine ich, kommt es an; dass wir uns orientieren an einem Ziel, das freilich, wenn wir uns nähern, sich noch einmal entfernt. ...
Ingeborg Bachmann
"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar"

Bildquelle

Montag, 3. Oktober 2011

Mein Herz.


Mein Herz, mein Herz ist traurig,
Doch lustig leuchtet der Mai;
Ich stehe, gelehnt an der Linde,
Hoch auf der alten Bastei.

Da drunten fließt der blaue
Stadtgraben in stiller Ruh;
Ein Knabe fährt im Kahne,
Und angelt und pfeift dazu.

Jenseits erheben sich freundlich,
In winziger, bunter Gestalt,
Lusthäuser, und Gärten, und Menschen,
Und Ochsen, und Wiesen, und Wald.

Die Mägde bleichen Wäsche,
Und springen im Gras herum;
Das Mühlrad stäubt Diamanten,
Ich höre sein fernes Gesumm.

Am alten grauen Turme
Ein Schilderhäuschen steht;
Ein rotgeröckter Bursche
Dort auf und nieder geht.

Er spielt mit seiner Flinte,
Die funkelt im Sonnenrot,
Er präsentiert und schultert -
Ich wollt, er schösse mich tot.

Heinrich Heine

Donnerstag, 1. September 2011

For some it seems a mistake, for me it's a way of life

In dieser Zeile aus dem Song "Sweet Kiss In The Afterlife" beschreibt Scott Matthew wohl sein bisheriges Leben. Erdrückt vor Sehnsucht nach einem Zufluchtsort, in welchem er warten möchte, wenn es denn sein muss für immer, auf die Liebe, die irgendwann kommen wird...

Im Juni dieses Jahres erschien das dritte Studioalbum "Gallantry’s Favourite Son" des australischen Singer/Songwriters. Ein Blick zurück ist für den schwarzen Kafka allerdings ein Muss bei dieser Musik. Das Neue muss noch ein paar Wörter lang warten.

Das Album "There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage Thats So Violent That To Cross It Could Mean Death" wurde mir vor einiger Zeit geschenkt. Heraus kam es 2009 und es war Matthews zweites Album. Die Liebe ohne Happy End ist der Schwerpunkt dieses Albums, allerdings ohne der verklärten Romantik grossen Raum einzuräumen. Auch wenn der Titel dieses Albums künstlich in die Länge gezogen wirkt, fasst er wunderbar zusammen, wovon die Songs und die Musik handelt: die schmerzliche Seite von Liebe, die nicht sein kann, soll oder darf.

Traurige Schönheit und schmerzliche Poesie beschreibt dieses Album wohl am Treffendsten. Doch auch seine Stimme ist es, welche mal sanft, beinahe hauchend, dann wieder kräftig, die der Musik eine wirkliche, wahrhaftige Ehrlichkeit verleiht. Ein bisschen Hoffnung scheint nun aber sogar Matthew in sich zu tragen, denn der Song "There Is An Ocean That Divides" endet ganz leise mit ...in the darkest of oceans there's light. Wundervoll.

Nun habe ich mich ein klitzekleines bisschen verloren. Eigentlich wollte ich ja über sein neues Album schreiben... Jänu, dafür gibt es nachfolgend auch einen Song daraus.

Danke, schöner Mensch, dass du mir diese Musik ins Herz und in die Seele gelegt hast. Auch wenn es momentan eher selbstkasteiend wirkt, wenn ich sie mir anhöre... ;-)

(Habe ich übrigens bereits erwähnt, dass ich eben dieses einen Scott Matthew am 18. November live sehen werde? Und dass ich mich extrem freue auf dieses Konzert? Nicht? Nun, dann wars ja an der Zeit, dies zu tun...)


White Horse (auf dem Album "There Is An Ocean That Divide..."


Community (auf dem Album "There Is An Ocean That Divide..."


Market me to Children (auf seinem ersten Album "Scott Matthew, 2008)

For some it seems a mistake
For me it's a way of life
To resign to the wait
For something to shed a light

For the path to be clear
And common sense to replace the fear
For the tables to turn
To be gallantry's favorite son

So you go 'bout your day
I'm happy to wait
I'll wait

It comes as no surprise
That I can see in the dark
For some it's compromise
To waste a life on a fabled spark

But each and every empty day
Is a day closer to just what might
Be it if I can only taste
A sweet Kiss in the afterlife

So you go on your way
I'm happy to wait
I'll wait

For some it seems a mistake
For me it's a way of life
To resign to the wait
For something to shed a light

But each and every empty day
Is a day closer to just what might
Be it if I can only taste
A sweet Kiss in the afterlife


Sweet Kiss In The Afterlife (von seinem neusten Album "Gallantry’s Favorite Son")

Dienstag, 9. August 2011

Operation Trojaner T-Shirt!

"Mit einem trojanischen Shirt hat EXIT-Deutschland für Aufsehen in der rechtsextremen Szene gesorgt. Auf dem Rechtsrockfestival „Rock für Deutschland“ am 6. August in Gera hat die Organisation T-Shirts verteilen lassen, die erst in den eigenen vier Wänden ihre wahre Absicht offenbarten.

EXIT-Deutschland unterstützt Personen, die der rechtsextremen Szene den Rücken kehren wollen und hilft ihnen beim Ausstieg. Um die Zielgruppe zu erreichen, hat das Team von EXIT eine besondere Methode angewandt, ein Trojaner T-Shirt. EXIT ließ 250 T-Shirts mit einem abwaschbaren Aufdruck herstellen, der einen Totenkopf und die Aufschriften „Hardcore Rebellen“, sowie die geschwenkten Fahnen der freien Kräfte zeigt.

Darunter befand sich ein nichtabwaschbarer Aufdruck mit der Botschaft „Was dein T-Shirt kann, kannst Du auch – Wir helfen Dir Dich vom Rechtsextremismus zu lösen“ und den EXIT Kontaktdaten. Der Clou: erst beim Waschen in der Waschmaschine kam die wahre Botschaft zum Vorschein. Damit der Trojaner bei der richtigen Zielgruppe ankam, hat EXIT eine fiktive Person erschaffen und in deren Namen Kontakt mit dem Veranstalter, der NPD Thüringen, aufgenommen. Unter dem Vorwand der anonymen Unterstützung wurden die T-Shirts als Spende für das Rechtsrock Festival „Rock für Deutschland“ (RfD) angeboten. Am 6. August wurden die Trojanischen T-Shirts dann von den Organisatoren an die ersten Besucher Festivals verteilt."

Mehr Informationen hier
Pressemitteilung

Dienstag, 21. Juni 2011

Einfach fort.

Sie waren mir definitiv stets ein Trost, wenn es mir gerade nicht sehr gut ging, was durchaus mal vorkommen konnte (und kann). Sie brachten mich zum Schmunzeln oder sogar Lachen, eine zeitlang zum Weinen aber viel, viel öfters auch mal zum Träumen, Mitfühlen und Erinnern.

Lehrreich, nachdenklich, treffend, musikalisch, interessant, nachwirkend, wütend, witzig, phantasiereich und wundervoll. Manchmal geschichtenartig, dann wieder unglaublich lyrisch. Es gäbe noch tausende von Adjektive, welche ich aufzählen könnte... Aber alle haben sie Eines gemeinsam. Es waren deine.

Es waren sie, welche mich zuerst berührt haben, mitten ins Herz und meine Seele zielend, getroffen und geblieben... Sie waren der Anfang eines wundervollen Etwas. Nur sie haben es möglich gemacht, waren fähig, dieses Warme und Nahe entstehen und wachsen zu lassen...

Samstag, 11. Juni 2011

Untertauchen!

Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
und darüber thront das Schweigen
und der Winterhimmel nur.

Alles still! vergeblich lauschet
man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! die Dorfeshütten
sind wie Gräber anzusehn,
die, von Schnee bedeckt, inmitten
eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! nichts hör ich klopfen
als mein Herze durch die Nacht -
heiße Tränen niedertropfen
auf die kalte Sommernacht.
Theodor Fontane

Montag, 14. März 2011

Just said:


"Don’t be sorry that your darkness is gone.
I’ll hold it for you.
I’ll always keep it in me."


Dexter

Donnerstag, 10. Februar 2011

Trugbilder

Ein politisches Gedicht von Gunnar Homann:


Die Tücke der Fernsehbilder

Zwei Mann vor einer Mauer,
dazwischen steht ein Dritter.
Sie senken ihre Köpfe,
als herrschte grad Gewitter.

Die zwei, es sind Soldaten,
der dritte ist Minister.
Wir sehen sie gedenken,
die Stimmung: sehr sinister.

Wir sehen sie von hinten,
und wider bessres Wissen
entsteht dabei der Eindruck,
als würden sie grad - wirklich!


aus der Titanic

Montag, 10. Januar 2011

Danke.

Danke für das Vertrauen.
Vertrauen schenken wir
den Menschen, die uns etwas
bedeuten, uns berühren und
unser Urvertrauen ins Leben
sanft und liebevoll wach halten.
Dir vertraue ich.