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Donnerstag, 8. Januar 2015

Es lebe der Witz!

von Tim Wolff, Chefredakteur TITANIC

Es ist anlässlich der fürchterlichen Morde in Paris wohl nötig, mal wieder Grundsätzliches über Komik und Satire zu sagen. Denn nicht nur islamistischen Terroristen, so unsere Erfahrung bei der Titanic, fehlt es da an der Grundausstattung.

Komik ist zu allererst ein Mittel, dem Ernst des Lebens, der die meisten von uns bedrückt, selbst wenn nicht gerade Raketenwerfer in Redaktionsräumen abgefeuert werden, etwas entgegenzusetzen, im besten Falle seiner Herr zu werden. Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor. Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen – und so den Schrecken zu bekämpfen. Sehr viele Komikunkundige, ob Islamisten, Rassisten oder deutsche Durchschnittsjournalisten, begehen meist den Fehler, einen Witz auf einen unkomischen, ernsten (und zumeist noch auf einem Missverständnis beruhenden) Aussagekern herunterbrechen zu wollen. Die einen, weil sie den Witz auslöschen wollen; die anderen, weil sie glauben, Satire und Komik zu ernsten Themen sei nur angebracht, wenn sie „wertvoll“, „geistreich“ oder was auch immer ist.

Es ist natürlich schöner, wenn Komik auch noch eine kluge Botschaft transportiert, aber sie ist auch ohne sehr viel wert. Das müssten die meisten Menschen eigentlich wissen, denn sie praktizieren es privat. Als etwa gestern ca. 100 Journalisten Interviews und Statements von mir haben wollten, fielen immer wieder Wendungen wie „Wir wollten Sie nicht überfallen“ oder „Schiessen Sie los“ – und was taten diese Leute, als Ihnen auffiel, was sie da gerade versehentlich, aus Routine gesagt hatten? Sie lachten. Nicht etwa, weil sie sich damit über die ermordeten Satiriker lustig machten, sondern weil ihre üblichen Phrasen auf einmal in einem anderen Kontext standen, eine Bedeutung bekamen, die sie nicht haben sollten. Dahinter steckt keine wertvolle Aussage, es nimmt schlicht für einen Moment dem Ernst die Macht. 

Und das dürfte der Grund sein, weswegen Fanatiker, speziell religiöse, Komik verachten. Sie vertreten eine todernste, einzige ewige Wahrheit, und der Witz – egal wie klug oder lustig er im Einzelfalle sein mag – bedroht diese Wahrheit. Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muss das andere missverstehen. Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen.

Seit gestern gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gelten: Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Real life!

Nun, wo, vor allem aber wie soll ich dies niederschreiben... Mit viel Freude habe ich die letzten Jahre jeweils die Bloggy Fridays und einige Bloggy Fondues organisiert. Das tönt nach grausam viel Aufwand. Ist es aber definitiv nicht. Organisieren heisst in diesem Fall, auf facebook die Veranstaltung erstellen, ein paar Mal an den Abend erinnern und schliesslich im ausgewählten Lokal eine gewisse Anzahl Plätze reserviert. That was it. Wortwörtlich!

Diejenige, welche mich persönlich kennen, wissen ganz genau, wie sehr mir der BF und vor allem, wie sehr, sehr, sehr, mir einige BloggerInnen ans Herz gewachsen sind. Einer ist sogar mein Engel geworden, wohnt bei mir und ist die Liebe meines Lebens. Real life as his best würde ich da mal sagen.

Mein Entschluss, die BF's nicht mehr in diesem Rahmen einzufädeln ist überhaupt keine Kurzschlussreaktion. Im Gegenteil, ich habe mir das wirklich lange überlegt und es mir auch schwer getan mit der Entscheidung. Nein, das Leben ist voller Termine, Verpflichtungen und Treffen. Und Verabredungen. Und Auszeiten. Oder Frau wird schlicht und einfach älter? So oder so, ich denke, dass ein monatliches Treffen einfach too much für uns alle ist. Selbstverständlich überlasse ich es euch allen, die Bloggy Fridays weiterleben zu lassen und mit Sicherheit würde ich auch am Einen oder Anderen erscheinen. Ich schwör. Admins her!

Das war es? Nein, aber sowas von nicht.

Indem ich fünf Schtutz ins Phrasenschwein werfe, sage ich: weniger ist manchmal halt doch irgendwie ein bisschen mehr. Glaubs. Mein Vorschlag an euch alle: 4 Treffen! Zweimal mit Käse und so und zweimal wie gehabt. Die Termine würde ich möglichst früh, also jetzt, bekannt geben, damit wir so einen richtig grossen, lustigen Haufen sind an den vier Abenden.

Dienstag, 3. Februar 2015 – BloggyFondueSchiffAhoi
Freitag, 26. Juni 2015 – Bloggy Friday traditional
Freitag, 28. August 2015 – BloggySommerFondue
Freitag, 27. November 2015 – Bloggy Friday traditional

Die Veranstaltungen würde ich weiterhin auf dem facebook erstellen inkl. freundlichen Reminder. Teert und federt mich. Oder sagt mir bitte, was ihr dazu meint. Oder überrascht mich. Auf alle Fälle freue ich mich jetzt schon, euch am 3. Februar auf dem Schiff zu sehen. Schön wär's. Sehr.

Zur Anmeldung der käsigen Schiffsfahrt und weiteren Informationen zu dieser gelangt ihr hier.
Habe fertig – ade messi! *tränchenverdrückt*

Dienstag, 2. Dezember 2014

Feuersteine: Coraggio

Man muss mit Coraggio anfangen, mit Mut. Einfach anfangen, das ist das Wichtigste. Nicht zuerst wissen wollen, wo es hinführt, sondern anfangen.

Und dann weitermachen.

Wie im Leben ist das, da weiss man auch nie, was es wird. Eine Frage des Mischens. Alles mischt sich immer wieder neu, wenn es fliesst.
Hanny, 90, Malerin

Montag, 13. Oktober 2014

Wenn das Herz einzieht.

Mag der Alltag momentan noch so nervenaufreibend sein und ich des öfteren nicht einmal den Anfang, geschweige denn das Ende zu sehen vermag, so bestärkt mich der Gedanke an das einziehende Herz doch so unbeschreiblich ungemein. 

Die Baustellen der Seele haben das Richtfest gut überstanden. Auch diejenigen meines Engels. Endlich können auch dort die Arbeiter ihre Werkstelle verlassen, nur noch das Reinigungspersonal ist vor Ort. Aber auch dieses wird in Kürze auf Nimmerwiedersehen von dannen ziehen. Gut so.
Unbedingt. Denn die zukünftige, auf mich zukommende Baustelle ist eine Richtige und wird Nerven wie Stahlseile verlangen. So denke ich. Mit Männern in Latzhosen und stählernen Oberkörpern. So hoffe ich doch.

Der schwarze Kafka ist noch nie bei jemandem eingezogen. Der Engel auch nicht. Wir beide sind schon mit einigen jemandem zusammengezogen. Sich bei jemandem niederlassen ist irgendwie etwas Anderes. Der Einziehende fürchtet leise, sich womöglich einzumischen und dennoch möchte er sich natürlich, was durchaus verständlich und absolut legitim, ja sogar notwendig ist, einbringen. Den Alltag mitgestalten, auch ein wenig nach seinen Gewohnheiten und Bedürfnissen. Derjenige, welcher bezogen wird einziehen lässt (schon dieser Satz tönt in meinen Ohren unpässlich, es ist ja beider Willen), hat ebenfalls wage Bedenken... Wie wird sich der Alltag mit einem neuen Mitbewohner gestalten? Welche Allüren werden weiterhin geduldet oder von welchen muss er sich verabschieden?

Nun, ich habe keine Angst mehr vor Engels Einzug. Bereits jetzt weiss ich, von welchen Dingen – und es sind wahrhaftig nur materielle Dinge – ich mich mangelnds Platz verabschieden werde oder bereits habe. Und damit es dennoch ein bisschen wie ein Zusammenziehen wird, werde ich in den nächsten Wochen wohl oder übel in einer kleinen Baustelle leben. Neue Fenster, da und dort ein Mauerdurchbruch, eine neue Heizung, hier ein Gestell mehr, woanders Eines weniger. Platz schaffen für Neues und Altes.

Es kommt gut. Wundervoll. Eine unglaubliche, unbeschreibliche Vorfreude wärmt von Innen, da er, der Engel, mich ergänzt und ich seelig daran denke, niemals wieder mehr ohne ihn an meiner Seite einschlafen zu müssen. Und er in Zukunft jeden Tag das Erste sein wird, was ich riechen, fühlen und spüren werde. So muss es sich anfühlen, wenn das Herz einzieht.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Typisch Frau? Ja, nein... ich meine jein!


Nun, viele Menschen, welche den schwarzen Kafka im sogenannten Reallife kennen, würden ihm wohl eine gewisse physische Stärke nachsagen. Da ist definitiv etwas Wahres dran. Nie wäre körperliche Arbeit etwas, dem er aus dem Wege gehen würde. Und spätestens seit er alleinerziehende Mutter mit Haus und Garten ist, wäre dies eher suboptimal, täte er es. Gartenplatten verlegen, schwere Dinge aufhängen, gedübelt versteht sich, oder ähnliche Schrammenarbeiten machen ihm sogar Spass. Das ist aber wahrlich nichts Aussergewöhnliches, schon klar.

Ebenfalls würden mir diese Menschen auch eine psychische Stärke nachsagen. Auch dies wird wohl zum Teil nicht unwahr sein. Man kommt mit einem schulpflichtigen, zunehmend frecher werdenen Mister, einem eigenen Geschäft und vielen ehrenamtlichen Pflichten nicht drumherum,  ein kleines Organisationstalent mit einem gewissen Durchsetzungsvermögen zu sein. Sein zu müssen. Yep, Eigenlob stinkt. 

Dennoch; ich bin natürlich überglücklich, einen wundervollen Engel zu haben. Einen Engel, welcher die starke Schulter hinhält, seine warmen, schützenden Arme um mich legt und mich schwach sein lässt. Und immer und immer wieder stärkt. Mich mich sein lässt ohne scheinen zu müssen.

Alles hat jedoch seine Grenzen! Definitiv! Und deswegen gibt es Situationen, in welchen ich mich ganz typisch, schubladenhaft weibisch verhalte. Logisch. Wie zum Beispiel vorgestern Nachmittag, als der eine meiner beiden Kater ein kleines, piepsendes Mäuschen unter mein Sofa gejagt hat. Wegen meinem hysterischen Gekreische und Gefuchtel hat sich der Kater subito aus dem Staub gemacht. Die Maus nicht. Und tja, seitdem wohnt dieses kleine graue Ding unter meinem Sofa. Welches ich selbstverständlich nicht mehr benutze. Und heute hat es wieder gepiepst unter diesem meinem Sofa. HYSTERISCH KREISCH. Typisch Frau also.

Nun, lange Rede, kurzer Sinn: ich erwarte von meinen beiden Liebsten, dass sie dieses Problem heute Abend lösen. Aus meiner Welt schaffen. Wie auch immer. Während ich mit meinen Kumpels im Fussballstadion ein Bier trinke. Typisch Frau also!


Freitag, 9. Mai 2014

"So geht das!"

Im Jahr 2014 jährt sich Philip Maloneys erster haarsträubender Fall zum 25 Mal. So lange schon sind die Geschichten am Radio zu hören – Woche für Woche, Whisky für Whisky. Und noch immer erfreuen sich die Geschichten des mürrischen Detektivs, welcher immer sonntags von 11 bis 12 Uhr auf Radio SRF 3 ermittelt, einer ungeheuer grossen Beliebtheit.

1989 wurde Roger Graf, welcher für die geschliffene Sprache der Hörspielreihe verantwortlich ist, beauftragt, für das Sonntagvormittagsprogramm von DRS 3 Sketche zu schreiben. Er erschuf mehrteilige Kurzhörspiele, welche gleich mehrere Genres parodierten. Eines davon lehnte sich an jenes des klassischen Detektivromans an, und so entstand als Parodie auf Philip Marlowe Philip Maloney. Bald darauf wurde Maloney zum Publikumsliebling und erlangte gar Kultstatus.

"Maloney ist keine Figur, er ist ein Zustand"
Philip Maloney (gesprochen von Michael Schacht, von welchem auch obige Aussage stammt) ist ein ständig von Geldsorgen geplagter Privatdetektiv, welcher dem Whisky zugetan ist und auch öfters unter seinem Schreibtisch schläft. Seine Fälle laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Sie werden ihm von seinen Klienten zugetragen und beginnen in der Regel harmlos, jedoch stösst Maloney im Laufe der Ermittlungen meistens auf eine Leiche. Widerwillig muss er dann mit der Polizei zusammenarbeiten. Der zuständige Beamte (in den Hörspielen namenlos, gesprochen von Jodoc Seidel) ist nicht der Hellste und löst eigentlich lieber Kreuzworträtsel als Kriminalfälle.

Bis März 2014 erschienen 363 reguläre Maloney-Fälle. Ausserdem gibt es einige Sonderfolgen, welche zu bestimmten Anlässen produziert wurden. Zudem schrieb Roger Graf mehrere Romane mit Maloney als Hauptfigur.

Vor 25 Jahren konnte wohl niemand ahnen, dass die beiden Schauspieler Michael Schacht und Jodoc Seidel dereinst regelmässig die Kleintheater füllen mit einer lebendigen Hörspiellesung. 

Nun sind die beiden mit ihrem neuen Programm zu Gast in Oberentfelden und es würde mich, klaro, sehr freuen, das eine oder andere bekannte Gesicht an der BAR zu bedienen! Nüssli und Chips gibts gratis!

Gelesen werden zwei haarsträubende Fälle, welche noch nie am Radio zu hören waren, wie immer aktualisiert und voller schräger, skurrilen Figuren, welche Michael Schacht und Jodoc Seidel sicherlich gewohnt überzeugend darstellen werden. Ein Mann, der im Wald nach einer geheimen Formel Einsteins sucht und der mysteriöse Tod eines anderen Mannes in einem Tram. Gibt es die Formel tatsächlich und was hat es mit dem Projekt Tram-3000 auf sich? All diese Fragen beantwortet wie immer verlässlich Philip Maloney, während ihm der Polizist tatkräftig im Wege steht. Und am Ende wird Maloney wie immer den Fall lösen. "So geht das!".

PHILIP MALONEY: Samstag, 17. Mai 2014, 20.00 Uhr (Kassenöffnung: 19.00 Uhr) in der Aula im Oberstufenschulhaus Oberentfelden. Eintritt: CHF 22.00 (PRO ENDIVELD-Mitglieder: CHF 17.00). Reservationen via info@proendiveld.ch oder hier als Kommentar.

Freitag, 28. Februar 2014

Wär i bi!

Du fragsch mi, wär i bi,
du fragsch mi, was i cha;
möchtsch wüsse, gäll,
werum i di nid us den Ouge lah.

I weiss nid, wär i bi,
i weiss nid, was i cha;
weiss nume-n es zieht mi zue der hi,
i cha nid vo der lah.

Du zeigsch mir, wär i bi,
du zeigsch mir, was i cha;
drum zeig ou i dir immer nöi,
wi gärn dass i di ha.

Itz weiss i wär i bi,
itz weiss i was i cha.
I gib mi ganz so wie-n-i bi,
i hoff, du nimmsch mi a.

Drum frag nid, wär i bi,
drum frag nid, was i cha.
Bis zfride wenn du weisch,
dass i mis Härz itz gfunde ha.

Und was i gseh i dir,
das find i ou i mir;
drum lieb i di, drum lieb i mi,
damit i ganz cha sii.

Ha di vo Härze gärn,
du bisch mi guete Stärn.
Chönnt i di einisch nümme gseh,
wär's um mi Fride gscheh.

Komponist: Hansruedi Willisegger Textdichter: Hans Zulliger, Bildquelle

Donnerstag, 27. Februar 2014

Letzte freie Plätze!

Blogger bloggen sicherlich keinen Käse. Also nicht immer. Selten. Sie lieben ihn aber, den Käse. In flüssiger Form ist diese gemeinsam-eine-Käsesuppe-vernichten-Tradition quasi nicht mehr wegzudenken. Bereits zum 11. - ELFTEN - Mal findet am 11. März 2014 nun ein Bloggy Fondue statt. Und dieses Mal erneut auf hoher See!

Das Fondueschiffli fährt um 19:15 Uhr ab der Station Zürich Bürkliplatz (die Tore zur Käse-Cruise öffnen sich um 18.55 Uhr - daher denke ich, dass es wohl Sinn macht, wenn wir uns um 18.45 Uhr vor Ort treffen, damit auch ja keiner bereits vorher untergeht). Um ca. 21.45 Uhr werden wir dann wieder am Bürkliplatz anlegen, um dann auch gleich mit der Verdauung und Kalorienverbrennung loslegen zu können.

Einige wenige Plätze sind noch frei beziehungsweise warten noch darauf, besetzt zu werden. Immer wieder freuen sich die BFler auf neue Gesichter und Geschichten - nur keine Hemmungen also, einfach anmelden, teilnehmen und einen tollen, gemütlichen Käseabend verbringen. Eindrücke des vorletzten Bloggy Fondue auf dem Wasser findet ihr übrigens bei Madame Lila hier oder hier beim Falki. Ein Place to be, wie ihr sehen und lesen könnt, definitiv!

ACHTUNG: Beachtet bitte, dass die Anmeldung definitiv ist und dass ich hier leider keine vielleicht, eventuell und schaun ma mal zählen kann. Die gemeldete Anzahl Blogger wird verrechnet. Also, entscheidet euch schnell. Dafür! Die grosse Käseschmelze zum 11. kann beginnen - Schiff Ahoi!

Anmeldung via Facebook-Event oder als Kommentar hier im Blog.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Herzklopfen, Wärme und Glückseeligkeit.

Vielleicht hast du mich, als ich mich das erste Mal in deinen Augen verloren habe, auf eine wundervolle Art gefangen genommen. Noch heute erblicke ich unser gemeinsames Glück, wenn du mich anschaust und das Uns darin erstrahlt. Dein Lächeln das Uns bestätigt. 

Deine Berührungen wärmen noch immer so unbeschreiblich und lassen noch immer den ganzen Körper elektrisch aufladen und aufflammen. Die Lust auf dich ist riesengross. Immer und immer wieder. 


Wenn ich ab und an versuche, in mich hineinzuhören, dann stelle ich noch immer fest, manchmal auch seltsamerweise, dass tief in meinem Inneren vollkommene Ruhe herrscht. Eine Ruhe, welche sämtlichen Alltagsorkanen, schwarzen Gedanken und Unruhen in mir trotzt. Sie schlussendlich sogar besiegen vermag. Eine wohlwollende Stimme, welche mir sagt, ich bin bei dir zu Hause. Du bist mein Zuhause. 

Zerspringen vor Glück und dennoch wie eine ruhige Vollmondnacht bei Schnee. Die Liebe vereint die Gegensätze und lässt alles gleichzeitig wahr werden. Die Liebe zu dir begleitet mich schützend und deine Liebe zu mir führt mich schwerelos durchs Leben. Zumindest dann, wenn ich in mich hineinhöre. Und wenn deine Hand die Meinige umschliesst, entschlossen, wärmend und fest, bin ich noch immer frisch verliebt. Herzklopfen und Glückseeligkeit. 

Meine Seele und mein Herz in Einklang und Zufriedenheit. Und ruhig. Die Zukunft beginnt mit jedem Erwachen neben dir. Immer und immer wieder. You & me = awesome! 


Bildquelle

Montag, 10. Februar 2014

Es war einmal... (ein ganz normales Zukunftsmärchen)!

Mein wirklich toller Freund, nennen wir ihn Joe Helmut, schaute unlängst wieder einmal auf Weisswein vorbei. Wir treffen uns sehr regelmässig und das seit über 20 Jahren. Ihn als beständigsten und treusten Freund zu bezeichnen, ist also durchaus angemessen. Sexuell war das Interesse übrigens während der ganzen Zeit inexistent – auf beiden Seiten notabene. Würde diese Geschichte allerdings nicht beeinflussen, wenn dies nicht so wäre. Andere wohl eher.

Also, wir sitzen wie üblich gemütlich beim Weinchen und erzählen uns die alltäglichen Wahnsinnigkeiten unserer Erlebnisse der letzten Tage. Ach ja, ich sollte noch anmerken, dass wir den 23. Mai 2015 schreiben. Auf einmal fällt mir an ihm eine ungewohnte Aufgebrachtheit auf. "Jetzt muss ich dir noch erzählen, was mir letzte Woche geschehen ist", begann er, "do verrecksch im Fall!". Okeee...?


Er, der so in etwa alle 6 Wochen im benachbarten Deutschland einkaufen geht, das Alltagsgedüngse, Dusch- und Waschmittel, Fleisch, Käse und so - "isch im Fall uuuhmega billiger als be üs, chasch extrem spare...!" - war wieder auf einer dieser Einkaufsausfahrt ins Deutsche unterwegs. Vor dem Laden ännet der Grenze musste er ungewohnterweise den schweizer Pass zeigen, welchen er zufälligerweise bei sich trug (es ist ein Märchen, Leute, er hatte ihn bei sich, Punkt). Es kam ihm zwar spanisch vor, dachte sich aber nichts weiter dazu und stürzte sich mit dem Einkaufswagen in die Regale voller Gewinn für die Geldbörse. An der Kasse stutzte er dann erneut gehörig, da er sich aufs Neue ausweisen musste. Vor dem Bezahlen. Der Kassierer erwiderte seinen Blick beim Anblick des roten Heftes mitleidig und erklärte ihm, dass das Einkaufskontingent für Schweizer heute leider bereits ausgeschöpft worden sei. Er traute seinen Ohren nicht wirklich - "de isch doch nöd normal gsii" - und verlangte selbstverständlich (SELBSTVERSTÄNDLICH) den Filialleiter.

Nun, dieser soll ihm höflich und geduldig erklärt haben, dass seit einem halben Jahr leider ein Tageskontingent an bei ihnen einkaufenden Schweizern bestehe; so sehr er dies bedauere, er könne dies leider nicht ändern. Er bot ihm an, den gesamten Einkauf gegen eine Gebühr einzulagern und wenn er am nächsten Tag sehr früh vorbeikäme, würde er sicherlich noch im TagesDARF an CH-Einkäufe sein.

Mein Freund, der Joe Helmut, ist eher pragmatisch veranlagt und entscheidet spontan, dass er im Hotel gleich nebenan übernachten, sich einen gemütlichen Nachmittag gönnen und am nächsten Morgen rechtzeitig seine Einkäufe abholen würde. Im Hotel, ihr ahnt es, die gleiche Scheisse. Das Übernachtungskontingent für CH-Gäste wurde vor 30 Minuten vergeben. Äusserst aufgebracht setzt er sich an die Hotelbar. Trinken! Weisswein! Und über das soeben Geschehene sinnieren.

Der mitleidige Blick des Baarkeepers verriet ihm, dass er wohl nicht der einzige frustrierte Schweizer am Thresen war (der Barkeeper ging übrigens seiner Pflicht zur Überprüfung des Ausweises auf Nationalität der Gäste nicht nach. Ein wirklich mitfühlender Barkeeper also). Und wirklich, erzählt mir Joe Helmut weiter, der linke Mann neben ihm sprach ihn sogleich an und verriet ihm, dass er soeben erfahren habe, er dürfe seine Einkäufe schon heute auslösen und er somit keine Übernachtung mehr benötigen würde.

Glück im Unglück, freute Joe Helmut sich und bekam auch prompt das Zimmer. Am nächsten Tag klappte es auch mit dem Einkauf (erst 40% des Einkaufskontingent für Schweizer war aufgebraucht) und die Heimreise verlief, dank des knapp noch nicht ausgeschöpften Einführungskontingent für Lebensmittel und andere Waren an der Greinze, ebenfalls reibungslos.

Meine Frage, wie er denn damals am 9. Februar 2014 abgestimmt hätte, beantwortete er mit "wasch denn gsii?"...

Keine Moral von der Geschicht!

Dienstag, 4. Februar 2014

BF - ich liebe Dich!

"Du bist also der schwarze Kafka?" sagte er lächelnd, ohne Fragezeichen. Meine Konzentration beschränkte sich nur noch darauf, nicht zu ersticken und möglichst locker zurück zu lächeln. Mit hochrotem Kopf wahrscheinlich. Da sass er nun, vor mir, und redete wie selbstverständlich mit mir. Mit mir, dem Neuling an diesen Bloggy Fridays. Er. In dessen Texte ich mich schon längst verliebt habe. Und nun auch in die Augen des Texters. Verloren seit dem. Falling in love. Kitschäskitschcan!

Dies war vor gefühlten 10 (!) Tagen, genau am 15. Februar 2008, an meinem ersten Bloggy Friday. Geworden daraus ist die schönste, meine Liebesgeschichte, welche mit jedem Tag neu und weiter geschrieben wird. Real life soll sich das nennen. Und das sind die BF’s defintiv. Richtiges Leben, schönes Leben. Freunde sind sie geworden, diese durchgeknallten, zum Teil, meine lieben Blogger.

Vor vier Tagen war wieder Bloggy Friday. Fein gegessen, lecker Bierchen getrunken, schlecht bedient worden und spontan später Dazugestossene umarmt. Anschliessend aus einer Laune heraus zwei Stunden Billiard gespielt. Und gelacht. Ohhhh, viel gelacht, herzhaft gelacht. Und kommentiert. Ich danke euch, lieber Falki, PeterPan, Peter à la Petschi, Stefan akka Swissphoenix, meiner lieben rennenden Miene. Und meinem Engel, der mich umarmend wärmt seit dem 15. Februar 2008. Beinahe zumindest. Es war ein toller Abend. Wie immer mit euch.

Freitag, 3. Januar 2014

War da noch was?

Ein neues Leben? Ein Blog? Vorsätze? Da war so einiges los in den letzten Monaten. Also nicht in allen Bereichen. Im Blog wohl eher weniger. Aber dies wird sich ändern. Ohne eine Einleitung, Begründung, Entschuldigung oder ein Versprechen zur Besserung. Nö. Einfach so. Der schwarze Kafka schreibt wieder. Weil es ihm fehlte. Und er es möchte. Jetzt. Wieder schreiben über das, was ihn freut, aufregt, beschäftigt, erheitert, verletzt und die Tränen netzt oder aber auch ins Traumland versetzt... und nein, nicht Lyrik sondern Prosa. Ausser Lyrik, welche ihn berührt, den schwarzen Kafka. Also nicht von ihm, ausgenommen natürlich dem One And Only Really Kafka welcher genug schwarz ist, ohne adjektiv!

Das Leben ist neu und schön. Wenn Frau es denn möchte und den Mut dazu hat, es neu und schön zu gestalten. Und das Schöne auch als solches wahrnimmt und sich getraut, es zu leben und fühlen. Nun, den Mut hatte Frau und mittlerweilen läuft das Leben als geschiedene, alleinerziehende Mutter ganz... naja, in den Hochs ganz ordentlich. Auch oder besser, weil ich ebent nicht alleine bin. Vertrauen wächst, bekommt kleine Kratzer und Schürfungen, welche verheilen und dazu beitragen, stärker zu fühlen und lieben. Lernen und Vertrauen. "Sich trauen vertrauen, trotz allem" könnte wohl das Motto 2014 sein.  Und die nächsten 86 Jahre.

Vorgenommen fürs 2014 habe ich mir wie jedes Jahr nichts und ganz vieles. Den Hometrainer weniger abzustauben, weil sich KEIN Staub auf einem Hometrainer ansetzen sollte, da der Hometrainer benutzt werden sollte. Benutzt werden will. Er ist ja kein sonderlich origineller Deko-Gegenstand. Oder doch, eigentlich ist er das. Ziemlich originell sogar als Wohnzimmerkunst, so ein Hometrainer. Aber eben, schwarzer Kafka nimmt sich vor, dieses Kunstobjekt weniger abzustauben! Sport und Fitness olé! Btw. ich spreche selbstverständlich NICHT von einem privaten Fitnesstrainer in männlicher Form à la Stason Statham. Hmmm... das wärs ja...! 

Und wo wir gerade bei gesunden Dingens sind – geraucht wird auch im 2014. Den auf Ricardo erstandenen Wärmestrahler für die Terrasse muss amortisiert werden. Genau wie der Hometrainer. Et voilà. Es sollen ja auch noch Ziele und Vorsätze für die nächsten paar Jahrzehnte in petto gelassen werden. 

In dem Sinne - auf ein tolles, überraschendes, zärtliches, emotionales, feinfühlendes und ausserordentlich glückliches 2014. 

P.S. Läck bobby, Bilder einfügen, verlinken, formatieren... kann ich immer noch, nach dieser langen Pause. Kännsch?

Freitag, 21. Juni 2013

Hör niemals damit auf!

Ist meine Hand eine Faust, 
machst du sie wieder auf, 
und legst die deine in meine. 

Du flüsterst Sätze mit Bedacht 
durch all den Lärm 
als ob sie mein Sextant und Kompass wären. 

Applaus, Applaus für deine Worte. 
Mein Herz geht auf, 
wenn du lachst! 
Applaus, Applaus, für deine Art mich zu begeistern. 
Hör niemals damit auf! 
Ich wünsch mir so sehr, 
du hörst niemals damit auf. 

 Ist meine Erde eine Scheibe, 
machst du sie wieder rund. 
Zeigst mir auf leise Art und Weise, 
was Weitsicht heißt. 
Will ich mal wieder 
mit dem Kopf durch die Wand, 
legst du mir Helm und Hammer in die Hand. 

Applaus, Applaus für deine Worte. 
Mein Herz geht auf, wenn du lachst! 
Applaus, Applaus, für deine Art mich zu begeistern. 
Hör niemals damit auf! 
Ich wünsch mir so sehr, 
du hörst niemals damit auf.