Freitag, 14. März 2014

Nicht mehr da!

So sehr ich mich auf das kommende Wochenende gefreut habe, so sehr belegt ein tiefschwarzer Schatten den heutigen, sonnigen Beginn ebendieses. "Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt" las ich heute morgen auf meinem kleinen i. 

Auch nach xmaligen Lesen dieser Nachricht verstehe ich den Lauf der Dinge noch immer nicht. Jemand hat den Sohn, den Bruder verloren. Ganz viele einen wunderbaren Menschen. Er den Kampf. Er ist einfach nicht mehr da. Unfassbar und definitiv nicht in Worte zu fassen sind die momentanen Gefühle. 

Meine Gedanken sind bei deiner Familie, ganz fest. Und auch ein bisschen beim 8. Juli 2013, als wir an einem Montagabend gemeinsam im kleinen Rahmen das Fässchen gekillt haben. Gute Reise, lieber Freund.

Der Tod ist nichts...

Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.
Henry Scott
 
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Donnerstag, 13. März 2014

12 Bücher in 12 Monaten. Immer am 12.!

Ohhhh, nun bin ich doch auch einen Tag zu spät. Und das bereits im dritten Monat. Ich hoffe sehr, die Initiantin der BuchBlogParade Eva Maria Nielsen wird es mir nachsehen. Et voilà, mein Buchtipp im März:

Jäh wurde ich aus einer Welt gerissen, in welcher die Begebenheiten des täglichen Lebens noch geheimnisvoll und wundersam waren. Meine Augen waren, für gewisse Stunden zumindest, offen für die wunderbare Wirklichkeit des Alltags. Jenseits und Diesseits waren eng miteinander verwoben. Sogar der Tod war ein vertrauter Ort, den man eigentlich nie verlassen würde.

"Das Schönste,
was wir überhaupt besitzen,
ist unsere Sehnsucht."

Nein, ich phantasiere nicht und bin auch nicht einer suspekten Sekte beigetreten. Eigentlich ist es ganz einfach, owohl ein bisschen Wehmut ich nicht verleugnen kann. Ein Buch ist zu Ende gelesen. Wieder einmal. Aber dieses ist erwähnenswert! Anam Cara - Das Buch der keltischen Weisheit von John O'Donohue, welcher im Januar 2008 leider verstorben ist.

Anam ist gälisch und bedeutet Seele. Cara heisst auf deutsch Freund. Nach keltischem Verständnis bedeutet der Buchtitel also "Seelenfreund". Dass die Kelten eine tiefe Einsicht in das Wesen der Liebe und der Freundschaft besassen, war mir nicht fremd, aber gelesen habe ich es noch nie so wundervoll.
Das Buch hat mich auch beim xx-ten Mal lesen angerührt, so poetisch und voller Mystik. John O'Donohue enthüllt in seinem Buch keltische Geheimnisse und er verbindet philosophische Erkenntnisse und Inspirationen wunderschön mit dem geistigen Erbe der keltischen Welt.

Prädikat sehr empfehlenswert für alle, welche sich in dieser heutigen, hektischen Zeit etwas Gutes tun möchten - vor allem der Seele!


"Am Tag, an dem
die Last auf deinen Schultern
unerträglich wird
und du strauchelst,
möge die Erde tanzen,
dir das Gleichgewicht
wiederzugeben."


Anam Cara: Das Buch der keltischen Weisheit von John O'Donohue, ISBN 978-3-423-34639-9
Bildquelle!

Alle Teilnehmer der spannenden Parade findest du hier

Freitag, 28. Februar 2014

Wär i bi!

Du fragsch mi, wär i bi,
du fragsch mi, was i cha;
möchtsch wüsse, gäll,
werum i di nid us den Ouge lah.

I weiss nid, wär i bi,
i weiss nid, was i cha;
weiss nume-n es zieht mi zue der hi,
i cha nid vo der lah.

Du zeigsch mir, wär i bi,
du zeigsch mir, was i cha;
drum zeig ou i dir immer nöi,
wi gärn dass i di ha.

Itz weiss i wär i bi,
itz weiss i was i cha.
I gib mi ganz so wie-n-i bi,
i hoff, du nimmsch mi a.

Drum frag nid, wär i bi,
drum frag nid, was i cha.
Bis zfride wenn du weisch,
dass i mis Härz itz gfunde ha.

Und was i gseh i dir,
das find i ou i mir;
drum lieb i di, drum lieb i mi,
damit i ganz cha sii.

Ha di vo Härze gärn,
du bisch mi guete Stärn.
Chönnt i di einisch nümme gseh,
wär's um mi Fride gscheh.

Komponist: Hansruedi Willisegger Textdichter: Hans Zulliger, Bildquelle

Donnerstag, 27. Februar 2014

Letzte freie Plätze!

Blogger bloggen sicherlich keinen Käse. Also nicht immer. Selten. Sie lieben ihn aber, den Käse. In flüssiger Form ist diese gemeinsam-eine-Käsesuppe-vernichten-Tradition quasi nicht mehr wegzudenken. Bereits zum 11. - ELFTEN - Mal findet am 11. März 2014 nun ein Bloggy Fondue statt. Und dieses Mal erneut auf hoher See!

Das Fondueschiffli fährt um 19:15 Uhr ab der Station Zürich Bürkliplatz (die Tore zur Käse-Cruise öffnen sich um 18.55 Uhr - daher denke ich, dass es wohl Sinn macht, wenn wir uns um 18.45 Uhr vor Ort treffen, damit auch ja keiner bereits vorher untergeht). Um ca. 21.45 Uhr werden wir dann wieder am Bürkliplatz anlegen, um dann auch gleich mit der Verdauung und Kalorienverbrennung loslegen zu können.

Einige wenige Plätze sind noch frei beziehungsweise warten noch darauf, besetzt zu werden. Immer wieder freuen sich die BFler auf neue Gesichter und Geschichten - nur keine Hemmungen also, einfach anmelden, teilnehmen und einen tollen, gemütlichen Käseabend verbringen. Eindrücke des vorletzten Bloggy Fondue auf dem Wasser findet ihr übrigens bei Madame Lila hier oder hier beim Falki. Ein Place to be, wie ihr sehen und lesen könnt, definitiv!

ACHTUNG: Beachtet bitte, dass die Anmeldung definitiv ist und dass ich hier leider keine vielleicht, eventuell und schaun ma mal zählen kann. Die gemeldete Anzahl Blogger wird verrechnet. Also, entscheidet euch schnell. Dafür! Die grosse Käseschmelze zum 11. kann beginnen - Schiff Ahoi!

Anmeldung via Facebook-Event oder als Kommentar hier im Blog.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Herzklopfen, Wärme und Glückseeligkeit.

Vielleicht hast du mich, als ich mich das erste Mal in deinen Augen verloren habe, auf eine wundervolle Art gefangen genommen. Noch heute erblicke ich unser gemeinsames Glück, wenn du mich anschaust und das Uns darin erstrahlt. Dein Lächeln das Uns bestätigt. 

Deine Berührungen wärmen noch immer so unbeschreiblich und lassen noch immer den ganzen Körper elektrisch aufladen und aufflammen. Die Lust auf dich ist riesengross. Immer und immer wieder. 


Wenn ich ab und an versuche, in mich hineinzuhören, dann stelle ich noch immer fest, manchmal auch seltsamerweise, dass tief in meinem Inneren vollkommene Ruhe herrscht. Eine Ruhe, welche sämtlichen Alltagsorkanen, schwarzen Gedanken und Unruhen in mir trotzt. Sie schlussendlich sogar besiegen vermag. Eine wohlwollende Stimme, welche mir sagt, ich bin bei dir zu Hause. Du bist mein Zuhause. 

Zerspringen vor Glück und dennoch wie eine ruhige Vollmondnacht bei Schnee. Die Liebe vereint die Gegensätze und lässt alles gleichzeitig wahr werden. Die Liebe zu dir begleitet mich schützend und deine Liebe zu mir führt mich schwerelos durchs Leben. Zumindest dann, wenn ich in mich hineinhöre. Und wenn deine Hand die Meinige umschliesst, entschlossen, wärmend und fest, bin ich noch immer frisch verliebt. Herzklopfen und Glückseeligkeit. 

Meine Seele und mein Herz in Einklang und Zufriedenheit. Und ruhig. Die Zukunft beginnt mit jedem Erwachen neben dir. Immer und immer wieder. You & me = awesome! 


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Donnerstag, 13. Februar 2014

Der grosse Maestro!

"Spiel mir das Lied vom Tod", "Es war einmal in Amerika"  oder "Kill Bill" sind nur drei der über 500 Filme, welche der grosse Maestro musikalisch untermalt hat. Er gilt als einer der grössten Komponisten der Filmgeschichte und gibt heute Abend sein erstes Konzert in der Schweiz. Die Rede ist natürlich vom 85-jährige Komponisten und Dirigent Ennio Morricone. Er wird höchstpersönlich anwesend sein und ein 160-köpfiges Orchester- und Chorensemble dirigieren. "50 Years of Music" heisst die Tour, mit welcher er heute im Hallenstadion zu bewundern sein wird.

Ennio Morricone ist übrigens der einzige Komponist, der für seine grossartigen und vielfältigen Beiträge zur Kunst der Filmmusik einen Oscar für sein Lebenswerk erhielt. Ausserdem war er für fünf weitere Oscars nominiert und erhielt während seiner Karriere zwei Grammy Awards, zwei Golden Globes, fünf BAFTAs, sieben David di Donatello Awards, acht Nastro d’Argento Awards sowie den Polar Music Prize. 2009 verlieh ihm der französische Präsident den Verdienstorden Legion d’honneur.

Heute Abend werde ich fasziniert seinen Melodien lauschen und mich freuen, dies erleben zu dürfen. Hach! 

Mittwoch, 12. Februar 2014

12 Bücher in 12 Monaten! Immer am 12.!

Die Vorstellung bzw. meine Leseempfehlung für den Februar 2014 im Rahmen der BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen steht an. Dieses Mal fällt meine Wahl auf einen Klassiker, welcher wohl schon von Vielen unter euch bereits gelesen worden ist. Nichts desto trotz habe ich ihn gewählt. Ich mag ihn doch sooo!


"Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle
"Ich hab immer alles hingeschmissen. Ich bin bei den Pfadfindern wieder raus, genau wie aus dem Kinderchor und dem Schulorchester. Hab meine Morgenzeitungstour hingeschmissen, der Kirche den Rücken gekehrt, mit dem Basketballtraining aufgehört. Ich habe das College aufgegeben, bin hart am Militärdienst vorbei, Tauglichkeitsgrad 4-F wegen psychischer Labilität, ging danach zurück auf die Uni, um es noch einmal zu versuchen, nahm ein Doktorandenstudium in Englischer Literatur des neunzehnten Jahrhunderts auf [...] und schmiss das Ganze dann kurz vor dem Abschlussexamen hin. Ich heiratete, trennte mich und ließ mich scheiden [...] So ziemlich das einzige, was ich nicht hingeschmissen habe, war das Sommerlager. Und davon erzähl ich euch jetzt.“

So beginnt die Geschichte dreier Looser aus der Sicht des Einen der Dreien. Felix. Der Einunddreissigjährige schlägt sich in San Francisco mit Gelegenheitsarbeiten durch, bis sein älterer Freund Herbert Vogelsang mit einem wagemutigen zwar, aber äusserst lukrativen Vorschlag vorbeikommt. Vogelsang hat in den Hügeln des Mendocino County in Nordkalifornien 160 Hektar Land gekauft und will dort im Sommer zweitausend Marihuana-Pflanzen anbauen. Der Gewinn, schätzungsweise einenhalb Millionen Dollar, würde dann geteilt werden.

Felix nimmt dieses Angebot an und wechselt seinen Wohnort für neun Monate in das, wie er es nennt, "Sommerlager". Er nimmt zusätzlich noch zwei Freunde in die Pflicht, Phil und Gesh, welche ihm bei der Arbeit unter die Arme greifen sollen und dafür jeweils ein Drittel von Felix Anteil erhalten.
Das ganze Vorhaben steht natürlich von Anfang an unter einem eher unglücklichen Stern. Bösartige Highway-Polizisten, neugierige Nachbarn und allerlei weitere Widrigkeiten sorgen dafür, dass die drei Freunde immer paranoider, frustrierter und ungeduldiger werden. Immer deutlicher zeichnet sich dann auch der Misserfolg des Unternehmens ab.

Ehrlich, eine abgefahrene Männerstory, in der es um alle Arten von Drogen, geil sein, unerfüllte Hoffnungen und im Schlamm wühlen soll begeistern? Yep, aber sowas von. Mich hat sie fasziniert und vor allem zum Lachen gebracht. Boyles aussergewöhnliche Freude an ausgefallenen Details, welche mit sprachlicher Brillianz zu überzeugen weiss, lassen diesen Roman wahrlich nie langweilig werden. Mich zumindest nicht.

 "Vogelsang war nervös, wie ein Flakhelfer vor dem Feindanflug" oder "[...] Marlon [...], dessen massive Oberschenkel und Arschbacken sich um das Mopet legten, wie eine Amöbe um ein Nahrungspartikel  [...]" sind nur zwei Beispiele orgineller Vergleiche, auf welche man sich beinahe auf jeder zweiten Seite freuen darf.

T.C. Boyle ist für mich ein ganz grosser Erzähler der Verlierer. Irgendwie. Es sind schräge Verlierer, welche jeweils äusserst liebevoll und mitfühlend behandelt werden. Meine Empfehlung: ein geniales Buch voller Humor und Paranoia, guter Lesestoff für langweilige Tage und Nächte. Lesen!

T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung. (dtv Verlag, ISBN-10: 3-423-20774-4, Originaltitel: Budding Prospects, Erschienen: 1. Februar 1984)

Weitere Teilnehmer dieser tollen BuchBlogParade werde ich heute Abend untenstehend verlinken. Bereits jetzt nachlesen könnt ihr folgende Beiträge:

"Die Rosen von Montevideo" von Carla Federico bei: Eva Maria Nielsen
"Der Krieg und sein Bruder" von Irmela Wendt bei: Wortladen 
"Jacobs Zimmer" von Virgina Woolf bei: Susanne Gurschler 
"Viviane Élisabeth Fauville" von Julia Deck bei: Kölner Leselust 
"Ich weiß, dass du lügst" von Paul Ekman bei: Angela Gaede 
"Die Prinzen von Irland" von Edward Rutherford bei: Gudrun Plett 
"Deutschland vegetarisch – köstliche Speisen ohne Fleisch" von Stevan Paul bei: Werner Lampert Blog;
"1Q84" von Haruki Murakami beim:Reisepaar



Montag, 10. Februar 2014

Es war einmal... (ein ganz normales Zukunftsmärchen)!

Mein wirklich toller Freund, nennen wir ihn Joe Helmut, schaute unlängst wieder einmal auf Weisswein vorbei. Wir treffen uns sehr regelmässig und das seit über 20 Jahren. Ihn als beständigsten und treusten Freund zu bezeichnen, ist also durchaus angemessen. Sexuell war das Interesse übrigens während der ganzen Zeit inexistent – auf beiden Seiten notabene. Würde diese Geschichte allerdings nicht beeinflussen, wenn dies nicht so wäre. Andere wohl eher.

Also, wir sitzen wie üblich gemütlich beim Weinchen und erzählen uns die alltäglichen Wahnsinnigkeiten unserer Erlebnisse der letzten Tage. Ach ja, ich sollte noch anmerken, dass wir den 23. Mai 2015 schreiben. Auf einmal fällt mir an ihm eine ungewohnte Aufgebrachtheit auf. "Jetzt muss ich dir noch erzählen, was mir letzte Woche geschehen ist", begann er, "do verrecksch im Fall!". Okeee...?


Er, der so in etwa alle 6 Wochen im benachbarten Deutschland einkaufen geht, das Alltagsgedüngse, Dusch- und Waschmittel, Fleisch, Käse und so - "isch im Fall uuuhmega billiger als be üs, chasch extrem spare...!" - war wieder auf einer dieser Einkaufsausfahrt ins Deutsche unterwegs. Vor dem Laden ännet der Grenze musste er ungewohnterweise den schweizer Pass zeigen, welchen er zufälligerweise bei sich trug (es ist ein Märchen, Leute, er hatte ihn bei sich, Punkt). Es kam ihm zwar spanisch vor, dachte sich aber nichts weiter dazu und stürzte sich mit dem Einkaufswagen in die Regale voller Gewinn für die Geldbörse. An der Kasse stutzte er dann erneut gehörig, da er sich aufs Neue ausweisen musste. Vor dem Bezahlen. Der Kassierer erwiderte seinen Blick beim Anblick des roten Heftes mitleidig und erklärte ihm, dass das Einkaufskontingent für Schweizer heute leider bereits ausgeschöpft worden sei. Er traute seinen Ohren nicht wirklich - "de isch doch nöd normal gsii" - und verlangte selbstverständlich (SELBSTVERSTÄNDLICH) den Filialleiter.

Nun, dieser soll ihm höflich und geduldig erklärt haben, dass seit einem halben Jahr leider ein Tageskontingent an bei ihnen einkaufenden Schweizern bestehe; so sehr er dies bedauere, er könne dies leider nicht ändern. Er bot ihm an, den gesamten Einkauf gegen eine Gebühr einzulagern und wenn er am nächsten Tag sehr früh vorbeikäme, würde er sicherlich noch im TagesDARF an CH-Einkäufe sein.

Mein Freund, der Joe Helmut, ist eher pragmatisch veranlagt und entscheidet spontan, dass er im Hotel gleich nebenan übernachten, sich einen gemütlichen Nachmittag gönnen und am nächsten Morgen rechtzeitig seine Einkäufe abholen würde. Im Hotel, ihr ahnt es, die gleiche Scheisse. Das Übernachtungskontingent für CH-Gäste wurde vor 30 Minuten vergeben. Äusserst aufgebracht setzt er sich an die Hotelbar. Trinken! Weisswein! Und über das soeben Geschehene sinnieren.

Der mitleidige Blick des Baarkeepers verriet ihm, dass er wohl nicht der einzige frustrierte Schweizer am Thresen war (der Barkeeper ging übrigens seiner Pflicht zur Überprüfung des Ausweises auf Nationalität der Gäste nicht nach. Ein wirklich mitfühlender Barkeeper also). Und wirklich, erzählt mir Joe Helmut weiter, der linke Mann neben ihm sprach ihn sogleich an und verriet ihm, dass er soeben erfahren habe, er dürfe seine Einkäufe schon heute auslösen und er somit keine Übernachtung mehr benötigen würde.

Glück im Unglück, freute Joe Helmut sich und bekam auch prompt das Zimmer. Am nächsten Tag klappte es auch mit dem Einkauf (erst 40% des Einkaufskontingent für Schweizer war aufgebraucht) und die Heimreise verlief, dank des knapp noch nicht ausgeschöpften Einführungskontingent für Lebensmittel und andere Waren an der Greinze, ebenfalls reibungslos.

Meine Frage, wie er denn damals am 9. Februar 2014 abgestimmt hätte, beantwortete er mit "wasch denn gsii?"...

Keine Moral von der Geschicht!

Dienstag, 4. Februar 2014

BF - ich liebe Dich!

"Du bist also der schwarze Kafka?" sagte er lächelnd, ohne Fragezeichen. Meine Konzentration beschränkte sich nur noch darauf, nicht zu ersticken und möglichst locker zurück zu lächeln. Mit hochrotem Kopf wahrscheinlich. Da sass er nun, vor mir, und redete wie selbstverständlich mit mir. Mit mir, dem Neuling an diesen Bloggy Fridays. Er. In dessen Texte ich mich schon längst verliebt habe. Und nun auch in die Augen des Texters. Verloren seit dem. Falling in love. Kitschäskitschcan!

Dies war vor gefühlten 10 (!) Tagen, genau am 15. Februar 2008, an meinem ersten Bloggy Friday. Geworden daraus ist die schönste, meine Liebesgeschichte, welche mit jedem Tag neu und weiter geschrieben wird. Real life soll sich das nennen. Und das sind die BF’s defintiv. Richtiges Leben, schönes Leben. Freunde sind sie geworden, diese durchgeknallten, zum Teil, meine lieben Blogger.

Vor vier Tagen war wieder Bloggy Friday. Fein gegessen, lecker Bierchen getrunken, schlecht bedient worden und spontan später Dazugestossene umarmt. Anschliessend aus einer Laune heraus zwei Stunden Billiard gespielt. Und gelacht. Ohhhh, viel gelacht, herzhaft gelacht. Und kommentiert. Ich danke euch, lieber Falki, PeterPan, Peter à la Petschi, Stefan akka Swissphoenix, meiner lieben rennenden Miene. Und meinem Engel, der mich umarmend wärmt seit dem 15. Februar 2008. Beinahe zumindest. Es war ein toller Abend. Wie immer mit euch.

Sonntag, 12. Januar 2014

12 Bücher in 12 Monaten! Immer am 12.!

Zufälligerweise, fragt mich nicht wie, bin ich auf den Blog von Eva Maria Nielsen gestossen und habe so von der BuchBlogParade 12 Monate für 12 Bücher bzw. andersrum erfahren. Und als sogenannte Leseratte hat sich der schwarze Kafka spontan entschlossen, mitzumachen. Zu Sehr spontan; denn heute steht bereits die erste Präsentation eines meiner Büchern an. Jännusodenn, here we go:

Giftnapf von Paul Wittwer
Vorneweg ist zu erwähnen, ich mag allzu blumig ausgeschmückte, detailreiche Landschaftschaftsbeschreibungen à la "Das Parfüm" von Patrick Süskind überhaupt nicht sonderlich, ausser... nun, hmmm... nun, ausser das Buch packt mich von Beginn an, so geschehen bei Wittwers Giftnapf. Und zugegeben, das Napfgebiet lässt sich so wundervoll, schaurig, schön neblig und düster beschreiben. Voll krass Gothic-Style!

Unsere Schlüsselfigur, Ben Sutter, ist Arzt, welcher noch immer in einer WG mit zwei Freunden in der Stadt wohnt. Ben ist ein Lebemann, bloss nicht zu viel Anstrengung, lieber viel Party und so, lautet sein Motto. Immerhin, so könnte man sagen, ist er Neuem gegenüber relativ aufgeschlossen. In Trub stirbt der erst seit kurzem ansässige Dorfarzt völlig unerwartet an einem Herzversagen. Die junge, äusserst sympathische und definitiv nicht unattraktive Witwe sucht deswegen eiligst eine Praxisvertretung.

Dr. Ben Sutter "offen für Neues" meldet sich. Der Job im Emmental soll ihm nach strengen Assistenzjahren die ersehnte Luftveränderung bringen. Bald schon aber wird er konfrontiert mit Vorkommnissen, die in deutlichem Gegensatz zur beschaulichen Napfwelt stehen. Und im Gegensatz zu unserem Protagonisten sind die Bewohner von Trub das Gegenteil: Eher abweisend und vollkommen verschlossen gegenüber Fremdem. Und Sturheit kann man ihnen wohl auch nicht absprechen.

Nebulöse Todesfälle, seltsame Notfälle, wortkarge Patienten, redegewandte Prediger und die verwirrend bezaubernde Witwe beeinträchtigen Ben bei seiner Praxistätigkeit. Der frühere Dorfarzt Doktor Eggimann, Mediziner, Maler und selbsternannte Menschenkenner, trägt mit seinen Theorien über das Unsichtbare weiter zur Verunsicherung bei. Mit naiver Neugier erforscht Sutter alles, was ihm begegnet. Seine Entdeckungen sind mindestens so verwirrend wie die Landschaft des Napfgebietes und er verliert zunehmend die Orientierung. Als er schliesslich endlich den Überblick zurückzugewinnen scheint, ist es zu spät. Viel zu tief ist er in die Mysterien rund um den Napf vorgedrungen. Um seine Haut zu retten, bleibt ihm nur die Flucht nach vorn...

Zum Schreiberling Paul Wittwer:
"Damals, 1998, in Südfrankreich unter einem schönen Feigenbaum, habe ich die ersten Worte niedergeschrieben", erinnert sich Wittwer. Er schrieb einfach, "Wort für Wort, Satz um Satz, ohne zu wissen, wohin das führen wird." (Quelle: Schweizerische Ärztezeitung, 2004). Weitere Informationen zu Paul Wittwer 

Paul Wittwer: Giftnapf (Nydegg Verlag, ISBN 978-3-905961-00-3)

Weitere Teilnehmer dieser tollen BuchBlogParade findet ihr untenstehend. Schaut rein und entdeckt spannenden, neuen, interessanten und wundervollen Lesestoff.

Dienstag, 7. Januar 2014

Eine Nacht lang



Dein Arm im Schlaf hat sich tief in mein Herz gehöhlt, meine Haut noch stumm von deiner nächtlichen Begleitung. Nur eine Handbewegung lang habe ich mir dein Licht geborgt. Gemeinsam gehen wir diesen Weg.

Freitag, 3. Januar 2014

War da noch was?

Ein neues Leben? Ein Blog? Vorsätze? Da war so einiges los in den letzten Monaten. Also nicht in allen Bereichen. Im Blog wohl eher weniger. Aber dies wird sich ändern. Ohne eine Einleitung, Begründung, Entschuldigung oder ein Versprechen zur Besserung. Nö. Einfach so. Der schwarze Kafka schreibt wieder. Weil es ihm fehlte. Und er es möchte. Jetzt. Wieder schreiben über das, was ihn freut, aufregt, beschäftigt, erheitert, verletzt und die Tränen netzt oder aber auch ins Traumland versetzt... und nein, nicht Lyrik sondern Prosa. Ausser Lyrik, welche ihn berührt, den schwarzen Kafka. Also nicht von ihm, ausgenommen natürlich dem One And Only Really Kafka welcher genug schwarz ist, ohne adjektiv!

Das Leben ist neu und schön. Wenn Frau es denn möchte und den Mut dazu hat, es neu und schön zu gestalten. Und das Schöne auch als solches wahrnimmt und sich getraut, es zu leben und fühlen. Nun, den Mut hatte Frau und mittlerweilen läuft das Leben als geschiedene, alleinerziehende Mutter ganz... naja, in den Hochs ganz ordentlich. Auch oder besser, weil ich ebent nicht alleine bin. Vertrauen wächst, bekommt kleine Kratzer und Schürfungen, welche verheilen und dazu beitragen, stärker zu fühlen und lieben. Lernen und Vertrauen. "Sich trauen vertrauen, trotz allem" könnte wohl das Motto 2014 sein.  Und die nächsten 86 Jahre.

Vorgenommen fürs 2014 habe ich mir wie jedes Jahr nichts und ganz vieles. Den Hometrainer weniger abzustauben, weil sich KEIN Staub auf einem Hometrainer ansetzen sollte, da der Hometrainer benutzt werden sollte. Benutzt werden will. Er ist ja kein sonderlich origineller Deko-Gegenstand. Oder doch, eigentlich ist er das. Ziemlich originell sogar als Wohnzimmerkunst, so ein Hometrainer. Aber eben, schwarzer Kafka nimmt sich vor, dieses Kunstobjekt weniger abzustauben! Sport und Fitness olé! Btw. ich spreche selbstverständlich NICHT von einem privaten Fitnesstrainer in männlicher Form à la Stason Statham. Hmmm... das wärs ja...! 

Und wo wir gerade bei gesunden Dingens sind – geraucht wird auch im 2014. Den auf Ricardo erstandenen Wärmestrahler für die Terrasse muss amortisiert werden. Genau wie der Hometrainer. Et voilà. Es sollen ja auch noch Ziele und Vorsätze für die nächsten paar Jahrzehnte in petto gelassen werden. 

In dem Sinne - auf ein tolles, überraschendes, zärtliches, emotionales, feinfühlendes und ausserordentlich glückliches 2014. 

P.S. Läck bobby, Bilder einfügen, verlinken, formatieren... kann ich immer noch, nach dieser langen Pause. Kännsch?

Freitag, 21. Juni 2013

Hör niemals damit auf!

Ist meine Hand eine Faust, 
machst du sie wieder auf, 
und legst die deine in meine. 

Du flüsterst Sätze mit Bedacht 
durch all den Lärm 
als ob sie mein Sextant und Kompass wären. 

Applaus, Applaus für deine Worte. 
Mein Herz geht auf, 
wenn du lachst! 
Applaus, Applaus, für deine Art mich zu begeistern. 
Hör niemals damit auf! 
Ich wünsch mir so sehr, 
du hörst niemals damit auf. 

 Ist meine Erde eine Scheibe, 
machst du sie wieder rund. 
Zeigst mir auf leise Art und Weise, 
was Weitsicht heißt. 
Will ich mal wieder 
mit dem Kopf durch die Wand, 
legst du mir Helm und Hammer in die Hand. 

Applaus, Applaus für deine Worte. 
Mein Herz geht auf, wenn du lachst! 
Applaus, Applaus, für deine Art mich zu begeistern. 
Hör niemals damit auf! 
Ich wünsch mir so sehr, 
du hörst niemals damit auf.