Montag, 30. Januar 2012

Immer da.

Auch wenn er nicht da ist, sieht und fühlt sie ihn in ihrer Seele... Vergangene Momente voller Nähe, Vertrauen, Achtung und warmer Zärtlichkeit liegen hinter ihr. Zweifelnde Gedanken der letzten Monate haben den Weg aus ihrem Herzen gefunden. Er hat einfach hinein gefasst, sie herausgenommen, in den Wind geworfen und ihnen noch nachgerufen: "Geht weg. Weg von ihr!".

Natürlich vermisst sie ihn noch immer unbeschreiblich, wenn er sie nicht mit seinem warmen Atem kitzelt oder sie die Wärme seiner Hand nicht in ihrer spürt. Diese Wärme, welche sich dann jeweils ganz langsam im ganzen Körper ausbreitet, wenn er an ihrer Seite geht. Die Sehnsucht nach ihm lässt ihr Herz noch immer schneller klopfen. Auch der Gedanke an sein Lächeln, seine Berührungen und an den Anblick seiner Augen, raubt ihr noch immer den Atem. Aber das ist gut so, denn sie sieht und fühlt ihn in ihrem Herzen, wenn er nicht da ist. Und somit ist er ja immer da. Wundervoll.
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Sonntag, 22. Januar 2012

Geträumt?

Letzte Nacht hat sie geträumt... Sie hat geträumt, dass sie sich getroffen und sich erst einmal gegenseitig ein bisschen hochgenommen haben. Immerhin hatten sie.... einen Streit? Nun, ja, so könnte man dies durchaus nennen, sie hatten einen Streit in der auslaufenden Woche, der Engel und sie. Aber der war nun wie ausgelöscht. Dann gingen sie etwas essen... es war ein eher gutbürgerliches Restaurant und er musste ihr helfen bei ihren scharfen Spaghetti. Es waren so unglaublich viele.

Danach machten sie sich auf den Weg an ein Konzert. Ein Rockkonzert, versteht sich eigentlich von selbst. Und auch dort war es, wie es sein musste. Cool! Die beiden Bands waren wirklich HELL YEAH! Währenddessen die Band aufspielte, hat er sie immer wieder in seine Arme genommen und sie zärtlich geküsst. Sie schienen beide sehr zufrieden und eine unglaubliche Wärme strahlte von ihnen aus.

Anschliessend sind sie in eine Bar geschlendert. Campari Orange haben sie getrunken und sich unterhalten. Gut unterhalten. Und erneut haben sie sich geküsst. Dann, auf einmal, hat er ihre Hand genommen und sie an den See geführt. Dort fielen sämtliche Hemmungen und die Leidenschaft bestimmte das Geschehen in diesem Moment. Stillstehende Zeit, leise Welt. Vertrauen und Wärme.

Danach sind sie, mit einem Lächeln im Gesicht, in eine weitere Bar und dann... ja, dann musste sie auf den Zug. Hier endete ihr Traum. Aufgewacht mit einer glücklichen Seele! Sie wird ihn hoffentlich noch einige Male in ähnlicher, wundervoller Art erleben, dieser Traum vom Glück.
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Freitag, 20. Januar 2012

Warum sich das Hirn zermartern?

Nun, das neue Jahr ist zwar auch bereits wieder ein paar Tage alt, die ersten Vorsätze dürften Geschichte sein und das Januarloch ist angekommen. A propos Vorsätze: sich mehr Zeit nehmen für das reale Leben und Freunde, sich weniger Gedanken über Facebook, Twitter oder Google+ zu machen, ist ein edles Vorhaben. Damit ihr euren Kopf ein bisschen entlasten könnt mit dem Nachdenken, was man da überall bloss immer (lustiges und kluges) schreiben soll, hier ein praktischer Posting-Planer für's 2012.

Januar:
- Gute Vorsätze posten
- Witze über gute Vorsätze machen
- Den Winterspeck thematisieren
- "Wenigstens wird’s schon wieder heller, hahaha." schreiben
- Irgendetwas mit "Das Jahr fängt ja schon mal gut an" posten
- Eltern: Fotos von Kindern mit Schneemännern
- Katzenhalter: Fotos von der Katze im Schnee
- Wichtig: Erwähnen, dass 2012 die Welt untergeht

Februar:
- Witze über den kurzen Monat machen
- Wichtig: Schaltjahr! Witze über Menschen, die an Schalttagen geboren wurden. Überhaupt Witze darüber, was man mit dem zusätzlichen Tag alles anfangen kann.
- Fasnacht blöd finden. Sehr wichtig, passt den ganzen Monat! Also öfters posten!
- Valentinstag blöd finden. Witze über die Schlangen von Männern vor den Blumenläden und über die Abzocke der Blumenindustrie schimpfen.
- Männer: Fotos von den Blumen hochladen, welche man dennoch gekauft hat
- Katzenhalter: Fotos von der Katze im Karnevalskostüm

März:
- 1. März: Fragen, wann denn dieser Schalttag jetzt ist. Hahaha... extremst komisch!
- Bei Temperaturen unter 20 Grad das Ausbleiben des Frühlings bemängeln.
- Entschluss zum Fasten verkünden. Fortgeschrittene Humoristen verzichten jetzt auf irgendetwas vollkommen Sinnloses und posten das stolz. ("Sieben Wochen ohne Kaviar!" zum Beispiel). Wahlweise: Fasten blöd finden.
- Jammern über die Zeitumstellung und den daraus vermeintlich entstehende Schlafmangel. Mehrmals! Behaupten, diese eine Stunde würde einem bis zum Herbst fehlen.
- Erinnerungssätze zur Zeitumstellung posten! Dann zur falschen Zeit "Guten Morgen" schreiben.
- Allergiker: Pflanzen doof finden. Sehr viel über Heuschnupfen schreiben und dabei die Symptome detailliert beschreiben.
- Katzenhalter: Fotos von der Katze auf der Heizung

April:
- Total lustige Aprilscherze schreiben
- Die Aprilscherze anderer unlustig finden
- Blasphemische Witze über Ostern. Wahlweise: Erklären, warum blasphemische Witze über Ostern unlustig und pietätlos sind.
- Über die kurz vor Ostern dramatisch gestiegenen Benzinpreise schimpfen. Mindestens einmal das Wort "Abzocke" verwenden.
- Erste Erdbeeren melden
- Aprilwetter blöd finden
- Katzenhalter: Bilder von Katzen im Osternest
- Hausfrauen: Spargel-Rezepte posten

Mai:
- Witze darüber, dass man am Tag der Arbeit nicht arbeitet. Hahaha...
- Sich ärgern darüber, dass die Erdbeeren noch nicht schmecken.
- Witze darüber machen, dass man von der "globalen Erwärmung" nichts spüren kann.
- Sich auf den Eurovision Song Contest freuen. Mindestens einmal erwähnen, dass das bis letztes Jahr ja noch "Grand Prix" hieß. Wahlweise: Song Contest blöd finden.
- Irgendetwas über den Muttertag schreiben
- Ältere: Behaupten, früher hätten die Erdbeeren besser geschmeckt. Das waren noch Zeiten!

Juni:
- Sich über das viel zu frühe Ende der Spargelzeit beschweren
- Witze über Fronleichnam (Happy Kadaver, hahaha! Voll der Brüller!)
- YouTube-Video "Wann wirds mal wieder richtig Sommer" posten
- Wichtig: Fußball-EM. Entweder hysterische Fan-Postings, oder ununterbrochen darauf hinweisen, wie egal einem die EM ist.
- Hundehalter: Fotos von Hunden die zur Abkühlung in Brunnen springen

Juli:
- Jammern über die Hitze, Kälte oder den Regen
- Neidisch auf die Ferien von anderen sein. Wahlweise: Täglich Fotos aus den Ferien hochladen
- Sehr viel über das Grillen posten. Witze über Vegetarier. Angeben mit den Fleischmengen, die man verputzt hat.
- Sich über die Staus zur Ferienzeit aufregen. Am Besten gleich aus dem Stau heraus posten.
- Sich über die zur Urlaubszeit drastisch gestiegenen Benzinpreise aufregen. Mindestens einmal das Wort "Abzocke" verwenden.
- Tour de France: Wahlweise Tour de France blöd finden. Dopingwitze! Viele!
- Fragen, ab wann eigentlich Sommerreifen drauf müssen
- Katzenhalter: Bild von dem toten Rotkehlchen, das die Katze angeschleppt hat.
- Den Sommer blöd finden
- Ältere: "Früher war der Sommer besser!" Das waren noch Zeiten!
- Eltern: Klagen über das viele Gepäck, das man für die Kinder verstauen und tragen muss

August:
- Über die Sommerhitze jammern und darüber, dass der Sommer schon bald wieder vorbei ist.
- Wespen blöd finden
- Erwähnen, dass die Klimaanlage und Ventilatoren auf Hochtouren laufen. Wahlweise: Sich über Menschen beschweren, welche eine Klimaanlage haben
- Hundehalter: Fotos von Hunden die im See das Stöckchen holen
- Eltern: Irgendwas mit Muscheln basteln, fotografieren und hochladen
- Autofahrer: Hass auf die Traktoren und Bauern thematisieren

September:
- Beschwerden über Lebkuchen in den Supermärkten. Behaupten, das käme auch immer früher.
- Fotos von buntem Laub posten
- Eltern: Bilder von Kindern im Herbstlaub
- Katzenhalter: Bilder von der Katze im Herbstlaub
- Jammern über die erste Erkältung
- Erzählen, wie man den 11.9. erlebt hat. Wahlweise: Verschwörungs-Theorien posten
- Ältere: Darauf hinweisen, dass man früher die Heizungen erst im November oder bei 10 Zentimetern Schnee angemacht hat. Das waren noch Zeiten!
- Hausfrauen: Kürbisrezepte posten

Oktober:
- Kinder, die an Halloween um Süsses bitten, blöd finden
- Halloween überhaupt blöd finden. Erwähnen, dass es aus den USA eingeschleppt wurde. Die Leute, die erwähnen, dass Halloween aus Amerika eingeschleppt wurde, darüber aufklären, dass es ein altes irisches Fest ist
- Zeitumstellung blöd finden
- Laubbläser blöd finden
- Lampionumzüge blöd finden

November:
- Frühe Dunkelheit blöd finden
- Weihnachtsgeschenkesuche blödf finden
- Sich über Leute lustig machen, die jetzt schon Weihnachtsgeschenke kaufen. Sie allerdings insgeheim beneiden.
- Weihnachten schon mal grundsätzlich blöd finden
- sich auf den ersten Glühwein freuen
- 11.11.: Fasnacht blöd finden. Wahlweise: Genau um 11:11 Uhr erwähnen, dass jetzt die närrische Zeit beginnt
- Jammern über Erkältungen und die Symptome gründlich erläutern!
- Katzenhalter: Bilder von Katzen auf Heizungen
- Wichtig: Erwähnen, dass am 21.12. die Welt untergeht. Witze darüber machen, dass man deshalb dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke kaufen muss. Hahaha! Extremst witzig!

Dezember:
- Weihnachtsmärkte blöd finden. Wahlweise: Foto vom ersten Glühwein posten
- Fotos von Weihnachtsdeko hochladen
- Sich über die Menschenmassen beim Weihnachtsgeschenkeeinkauf am Samstagnachmittag beschweren
- Geschäftsweihnachtsessen blöd finden
- Selbstständige: Sich selbst bemitleiden, dass man kein Weihnachtsessen hat
- Fragen, wann man eigentlich Winterreifen draufmachen sollte
- Am 23.12. darauf hinweisen, dass man immer noch keine Weihnachtsgeschenke hat
- Bemerkungen darüber, dass es schon wieder keine weiße Weihnachten gibt
- Darüber beschweren, dass man an Weihnachten soviel essen muss, trotzdem das komplette Menü posten
- Über die zur Weihnachten grausam gestiegenen Benzinpreise schimpfen. Mindestens einmal das Wort "Abzocke" verwenden
- Katzenhalter: Bilder von Katzen in Geschenkboxen
- Ältere: Darauf hinweisen, dass Weihnachten früher besser war. Das waren noch Zeiten! Kommentatoren: Mit "Ja, früher war mehr Lametta" darauf antworten
- Wichtig: Erwähnen, dass man den Weltuntergang überstanden und an der Afterparty teilgenommen hat. Wahlweise: Nichts posten, da der Weltuntergang tatsächlich eingetreten ist
- Silvester blödf finden. Erwähnen, dass das Jahr schon wieder vorbei ist
- Dinner for One-Witze machen und das Video hochladen.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Die Gabelung ist eine Gerade!

Mit gewissen Entscheidungen tut sich der schwarze Kafka manchmal äusserst schwer. Wenn sich dann das Herz, der Kopf und die Seele ganz und gar nicht ganz einig sind, umso schwerer. Natürlich steht er mit diesem Dilemma ganz und gar nicht alleine auf weiter Flur da und so manchem ist diese Krux nur allzu gut vertraut.

Dass diese Mühe der Entscheidungsfindung beim schwarzen Kafka öfters der Fall ist (da sich in seinem Köpfchen, Herzchen und Seelchen viel zu viele Dinge herumlümmeln), muss ich wohl nicht extra erwähnen. Tage- oder gar Wochenlang wägt er hin und her und wieder zurück... und die Sterne am Nachthimmel geben ihm ebenfalls kein Zeichen. Liebste Freunde um Hilfe zu bitten, erleichtert es auch nicht wirklich... Rät einer, den linken Weg unter die Füsse zu nehmen, fallen dem schwarzen Kafka tausend positive Dinge zum rechten Wege ein – und andersrum, versteht sich ja von selbst.

Manchmal aber, ja, manchmal aber treffen sie sich wie von selbst. Selbstständig sozusagen. Manchmal braucht es einfach einen schmerzenden, tief verletzenden Messerstich, mitten ins Herz, damit man bemerkt, dass die Gabelung die ganze Zeit eine holprige, steinige Gerade war. Und auch wenn auf dieser Gerade der Nebel einem öfters die Sicht erschwert, man über die vielen Steine stolpert und sich die Knie aufschlägt; es ist eine Gerade. Keine Gabelung. Keine Entscheidung.

Und in der Zeit zwischendurch, in welcher die Sicht klarer ist, da der Nebel sich ein wenig lichtet, kann die Herzwunde, welche das Messer verursacht hat, verheilen. Die Schürfwunden an den Knien kann man getrost mit Bepanthen plus behandeln.
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Dienstag, 17. Januar 2012

Nicht geschüttelt. Gerollt!

Seit geraumer Zeit schon nehme ich mir vor, sie mir vorzunehmen. Nun tue ich es. Und es ist kein Zufall, dass ich es jetzt endlich tue. Vielmehr weil die Sonne wieder scheint. Am Bloggerhimmel. Folgende Schreiberlinge sind mir entweder a) ans Herz gewachsen, b) extrem informativ und interessant, c) äusserst unterhaltsam und humorvoll oder ich habe ganz einfach d) den/die Blogbetreiber/in sehr lieb. Oder alles zusammen. Auf alle Fälle sind es meine ganz persönlichen Leseempfehlungen. Yep!

Madame Lila:
Die Brillensuchende, liebens-liebens-liebenswerte Frau, ganz und gar nicht Lila, wenns um die Musik geht (HELL YEAH!!!); und auch das Schreiben ist ihre Stärke. Wann ihr erstes Buch herauskommt, ist definitiv nur eine Frage der Zeit. Aber sowas von!

Feurige Canela:
Direkt in die Fresse, wenns sein muss. Leidenschaftlich und witzig. Mal zickig, dann wieder ruhig. Wie das Leben halt. Manchmal läufts beschissen und doch vollgepackt mit wundervollen Momenten.

Blaue Auszeit:
Vollblutmami (von 4 ähhh 3 Jungs), Hundefreundin, Naturliebhaberin mit dem (wunderschönen) Photoblick. Arbeitende, Liebende, Schreibende. Viel Spirituelles, traumhafte Bilder und Tipps für coole Design-Deko. Abtauchen, schmunzeln und ruhen!

Rennende Miene:
Hach, meine liebe Miene... Ein bisschen ruhig ist es leider geworden, bei der schnellen Miene. Aber dennoch kann ich sie auf gar keinen Fall weglassen. Geht gar nicht. Immerhin bin ich sein Gruupie. Und erst noch von Beginn an. Und er hat meinen seinen Übernamen für Twitter geklaut.

Reflexionen:
Der Falki ist der Internet-Freak. Und Foto-Freak. Und Bauernregel-Freak. Und Rätsel-Freak. Und Witz-Freak. Und in allen diesen Bereichen ist er wirklich gut. Sehr gut. Vor allem aber ist der Falki mein VIP-Held!

Satirischer Lupendurchblick:
Aktuelles aus der Politik und Gesellschaft, mit dem wunderbar zynischen und humorvollen Blick durch die Satirelupe betrachtet. Versehen mit einem guten Schuss spitzen Bemerkungen. Für diejenigen, welche auf dem Laufenden bleiben möchten, ein Muss.

Klaeui:
Hat nix mit geklaut zu tun, dafür aber findet man ganz viele wertvolle Informationen und Tipps rund um die Krankheit Diabetes und dem Umgehen damit, da der Schreiber selbst betroffen ist. Zudem gibts lesenswertes über Umwelt, Energie und ganz vieles mehr.

Monsieur Fischer:
Aus der Bloggerwelt nicht mehr wegzudenken, der Ur-Monsieur. Schade wärs, wenn er seinen Blog, wie angestrebt, einmal unter der Sonne der französischen Provence betreuen wird. Schade für mich, da er ein wirklich guter Freund ist, für ihn würde es mich natürlich freuen. Prädikat: Queerbeet - sehr lesenswert.

Goggimaa:
Stolzer Papi und begeisterter FC Aarau Fan (HELL YEAHH!!!). Gesellschaftskritisch und gerechtigkeitsliebend. Wenn mal wieder irgendwo ein Mensch in den Medien sein Unwesen oder Schabernack treibt, ist Goggimaa zur Stelle, deckt auf und sagt ihnen, wo der Bartli de Moscht holt.

Dimis Welt:
Witzig, gefühlsvoll, nachdenklich, verträumt, engagiert und ganz schön schwarz ist sie, Dimis Welt. Genau meine Wellenlänge, und dies nicht nur musikalisch!

Einfach Sophie:
Im Rahmen einer Musik-Blogparade habe ich sie lesen gelernt und seit da nicht mehr wegzudenken in meiner kleinen Bloggerwelt. Und sie kennt Pessoa. Halleluja und verneig. (!!!)

Fang das Licht:
Wunderschöne Photographien (selbstverständlich von ihr selber), begleitet von tiefen Gedanken und Seelen-Lyrik. "Ein Sonntagslächeln – und die Alltäglichkeit gerät ausser Rand und Band" (Jrene Aliverti).

*räusper*:
Viel Musik, Motorengedingse und Camperinfos. Humorvoll und... es gibt nicht für alles eine Erklärung. Er gehört einfach auf diese Liste. *hüstel*

Rockige Göre:
Rock, Rock, Rock. Und das ist gut so. Und wenn sie nicht gerade mit ihren Katzen schmust, plant sie wahrscheinlich ihren nächsten Aufenthalt in Griechenland. Wobei sie im Moment glaubs ganz gerne in unserem Schweizer-Ländle weilt... ;-)

Direkt aus der Gruft:
Satirisch, zynisch, schwarz... Horror, Heavy Metal und News. Einfach eine Welt zum Wohlfühlen. Und dies nicht nur wegen des Fumoirs auf seinem Blog.

Rock around the World:
Die neusten Album-Veröffentlichungen? Das nächste Konzert? Alles was das Rockerherz begehrt findet man beim metallenen Schädel mit Garantie. Place to be – you’ll enjoy your stay. Ich schwör!!!

Geteiltes Schwarz:
Ein Neuling in der grossen, weiten Bloggerwelt... Und erst noch aus dem fernen Deutschland. Dennoch eine Perle, ein Diamant. Seine Art und Weise, Gefühle in Worte zu fassen, berühren den schwarzen Kafka und lassen mitfühlen. Samtschwarz. Sein trockener, zynischer Humor trifft das gelbe vom Ei aber sowas von. Er möchte die Weisheit der Welt herausfordern? Fordern soll er, herausfordern und darüber schreiben. Es war eine sehr, sehr weise Entscheidung, mit dem Bloggen zu beginnen...

Viel mehr als Worte...!:
Es fällt mir schwer, meine Freude in Worte zu fassen. Es gibt sie wieder. Oh, wie haben sie mir gefehlt. Nicht nur die Worte... Nachdem sie mir am 21. Juni 2011 einfach so genommen wurden, mir ein Stückchen Seelenwohl herausgerissen wurde und mir dabei die Luft wegblieb, hat mein Herz und meine Seele am 16. Januar 2012 getanzt. So sehr, dass mir beinahe erneut die Atemluft fehlte und der Herzschlag aussetzte. Immer habe ich gewusst, warum sie mir fehlten und immer habe ich gefühlt, wie sehr sie mir fehlten. Diese Worte...


Dies ist um Himmels Willen keine elitäre und abgeschlossene Rolle... und der schwarze Kafka ist definitiv offen für weitere, lesenswerte Inputs jeglicher Art! Falls der schwarze Kafka nun jemandem auf die Füsse getreten ist oder gar verletzt hat, da etwas durch sein Spatzenhirn gerutscht ist, bitte melden, er wollte das nicht. Aber eben, das Alter und so.

Montag, 16. Januar 2012

Was es ist? Was es ist!


Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried, aus: "Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte", Berlin 1996

Doch, doch, ich habe dramatisches Verhalten!

Hey Jungs und Mädels des guten Geschmacks, lasst uns einen Kinoabend planen, please. Es gab ja wirklich schon unsinnige, abstruse und bizarre Erfindungen, davon wird es wohl sicherlich auch noch einige geben in Zukunft, aber, sind wir doch einmal, nur ein einziges Mal ehrlich, zu den schlechtesten gehört der Vibrator nun definitiv nicht unbedingt, oder?

Nun läuft sie im Kino, diese Geschichte rund um die Erfindung des Vibrators und sie hat sich tatsächlich, zumindest in den Grundzügen, so abgespielt. Am Ende des 19. Jahrhunderst war unter den Frauen, so sagt man(n) die meistverbreitete Krankheit? Genau, Hysterie *grins*, wovon wohl der Filmtitel "Hysteria" abgeleitet wurde. Wahrscheinlich. Hysterie wurde zu dieser Zeit übrigens als Ursache für so ziemlich alle Symptome (dramatisches Verhalten, Halluzinationen, Übererregbarkeit (nanana...) bis hin zu Lähmungen) diagnostiziert. Da hat sich ja nicht viel verändert, so nebenbei erwähnt. Als Behandlung wurden Massage des Intimbereichs, bei welcher die Muskeln und Nerven gelockert werden sollten, verschrieben. Selbstverständlich zu rein medizinischen Zwecken. Da hat so einiges geändert, so nebenbei erwähnt.

Obwohl ja eigentlich nur die Tatsache zählt, dass dieses Teil erfunden wurde, noch ein paar Worte zum Inhalt: Wir befinden uns in England, Ende des 19. Jahrhunderts. Während die Industrialisierung das Aufkommen der Elektrizität gutheisst, beherrscht die viktorianische Prüderie das gesellschaftliche Leben des Bürgertums. An dieser Schwelle versucht der idealistische Arzt Mortimer Granville (Hugh Dancy) fortschrittliche Methoden der Medizin in den Londoner Spitälern durchzusetzen, jedoch stossen sterile Verbände oder Händewaschen bei den Ärzten eher auf Unverständnis. So ist Granville gezwungen, sich einen neuen Job zu suchen - ein schwieriges Unterfangen mit seinen "radikalen" Ansichten.

Erst beim Frauenarzt Dr. Robert Dalrymple (Jonathan Pryce) bekommt er einen Job. Um die Damen von ihrer vermeindlichen Hysterie zu heilen, legen die Ärzte an intimster Stelle Hand an. Dies führt bei Granville zwar zu Handkrämpfen (…), für die Praxis jedoch bedeutet diese Behandlungsmethode einen äusserst befriedigenden durchschlagenden Erfolg.

Als jedoch eine von Granvilles Patientinnen nach einer Sitzung nicht "kuriert" ist und sich beschwert, entlässt ihn der enttäuschte Dalrymple. Der Anstellung beraubt, wendet sich Granville an seinen Mentor Edmund St. John-Smythe (Rupert Everet), dessen Elektrizitätseperimente die Beiden zufällig zur Erfindung des Vibrators führen. Halleluja!!!



Also, wer von euch Lieben nimmt die Organisation des nächsten Kinoabends in die... nun, ööhhmmm, Hand?

Sonntag, 15. Januar 2012

Irrwege. Irrwege?

Wie sehr sie sich nach seiner Wärme und Nähe sehnte, konnte sie nie in Worte fassen. Sich noch immer sehnt. Und wenn sie den warmen Engelsatem auf ihrer Haut fühlte, war sie erfüllt von diesem vertrauten Moment und es war, wie es sein musste. Still und zeitlos. Sie überlegt sich, ob sich daran wirklich etwas geändert hat, oder ob sie sich das nur einbildet. Ist ihr Vertrauen geschwächt worden? Falls ja, durch was um Himmels Willen nur...? Oder ist es eine Angst, sich dem Aufprall mit ungeheuerlichen Geschwindigkeit zu nähern und nicht aufgefangen zu werden?

Wie sehr sehnt sie sich nach diesem einen Moment, in welchem er sie mit seinen Engelsaugen anschaut, ihren Kopf in seine Hände nimmt und sie zu sich zieht. Sich die Lippen berühren, sie gemeinsam abtauchen und ertrinken. Und mit ihnen ihre ganze Unsicherheit, sämtliche Zweifel und Ängste. Sie sich wieder angekommen fühlen kann. Wie sehr wünscht sie sich, dass er dies erneut vermag.

Nun sitzt sie da und starrt auf diese Zeilen. Unzählige Male hat sie sich diesen Text nun schon durchgelesen. Es sind definitiv die schönsten Worte, welche je an sie gerichtet worden sind, ihr klopfendes Herz und ihre verwirrte Seele bestätigen dies. Und nein, es sind nicht die folgenden Zeilen... :-)

"Gefühle entscheiden meist über das zu Geschehene. Der Verstand rechtfertigt hinterher mit den passenden Argumenten. Das ist eigentlich so klar, wie das trübe Wasser eines Bergsees im Frühling. Oder regiert der Verstand über die Situation und die Gefühle werden klammheimlich und aus praktischen Gründen angepasst?"

In welche Richtung wird sie nur ihr Herz ziehen mögen, frag sie sich, während die Seele leise beginnt zu weinen und eine salzige, heisse Träne ihr über die Wangen rinnt. Und im gleichen Moment wird ihr klar, dass ihr Herz sie nur an einen Ort ziehen mag... Warum nur trocknet dieses Bewusstsein ihre Tränen nicht?

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Dienstag, 10. Januar 2012

Ode an das Kino.

"Eine einmalige Liebeserklärung an die Magie und Größe des Kinos: Dieser Film ist ein Ereignis. In Zeiten des 3D-Kinos und der Spezialeffekte, der Action-Spektakel, Romantic Comedies und Teenie-Filme, wagt THE ARTIST das Einzigartige. Im Verzicht auf Farbe und auf gesprochene Dialoge bringt er die Gefühle der größten Epoche des Kinos auf unsere Leinwände. Nominiert für 6 Golden Globes und prämiert mit dem Großen Preis von Cannes für den besten Hauptdarsteller (Jean Dujardin)."

Zum Inhalt:
George Valentin (Jean Dujardin) ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos der 20er Jahre. Dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger fliegen die Herzen des Publikums zu. Er genießt und zelebriert seinen Ruhm und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo). Doch mit dem Wendepunkt vom Stummfilm zum Tonfilm stehen die beiden Schauspieler plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Valentin will nicht wahr haben, dass der Tonfilm seine Karriere zu überrollen droht. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar!

THE ARTIST - Ab 26.01. im Kino

Sonntag, 8. Januar 2012

Ordnung schaffen?

Es gibt sie, diese Momente im Leben, wo nichts mehr auf seinem zugefühlten Platz zu stehen scheint. Alles sträubt sich gegen das Gravitationsgesetz; irrt schwerelos und unsteuerbar durch die Herzens- und Seelenwelt. Gefühle, Gedanken aber auch Schmerzen, Zweifel und Unsicherheit kreisen und kreisen und kreisen. Folge davon sind Gedankenschwere, Herzrasen und eine ganz grosse, innere Unruhe. Erneute Unsicherheit und Zweifel, wirre Gedanken, aufkeimende, aufwühlende und zurückweichende Gefühle. Euphorie und Ahnungslosigkeit geben sich die Hand und Tränen suchen sich den Weg an die kalte, eisige Luft.

Es braucht sie, diese Momente, in welchen man sich sammeln kann. Und Zeit hat, aufzuräumen. Die Gefühle und Gedanken wieder an ihren zugespürten Platz setzt, ruht und tief durchatmet. Um anschliessend, sich wundernd über die Verwirrungen, Zweifel und Unsicherheiten, einfach glücklich in des Engels Armen zu liegen. Und zu fühlen, am richtigen Ort zu sein.

Und manchmal muss man sich in Geduld üben, diesen Moment abzuwarten. Hoffend, ihn im innersten des Herzens zu fühlen, wenn er sich dann zeigen mag. Der Moment, in welchem sich die Herzensordnung wie von selbst wieder herstellt. Da hilft kein Apotheker und auch keine Packungsbeilage. Und wohl auch kein Zupfen am Grashalm. Risiken und Nebenwirkungen des L(i)ebens.

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Donnerstag, 5. Januar 2012

Schreiben?

Sie schreibt. Nicht hier, zugegeben, seit ein paar Tagen schon. Das Warum ist schwer erklärbar. Eigentlich gar nicht. Dennoch schreibt sie, ganz viel sogar. Nächtelang, bis in die frühen Morgenstunden. Vom Schreiben und Lesen atmet sie im Moment. Und von Antworten und Fragen. Stunden vergehen, welche ihr wie Minuten vorkommen. Eine aufwühlende Reise durch die letzten Monate und den Moment. Wohin die Reise sie führt, spielt keine Rolle, manchmal sind die Fragen wichtiger als die Antworten. Oder gar nichts.

Gebt ihr noch zwei, drei Tage, dann wird sie auch hier wieder schreiben. Versprochen. Sie hat es mir geschwört! :-)

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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Scheiss-Leben isse schön!

In diesem nun langsam aber sicher zu Ende gehenden Jahr... gut, langsam ist ein bisschen untertrieben. In diesem in zwei Tagen zu Ende gehenden Jahr ist die Wärme eingezogen. Die Einsamkeit dafür aus.

Es gab natürlich auch im 2011 Menschen, welche vorbei rauschten, ohne Spuren zu hinterlassen. Wie eine Windböe. Und einige raubten enorm viel Kraft und klauten mir Energie, noch und nöcher. Es gab auch solche, welche tief verletzten. Aber... jetzt kommts:

Es gab eben auch diejenige, welche mich tief in meinem Inneren berührten. Diese Menschen kamen ganz leise und ich möchte und könnte sie nicht mehr missen. Wichtige, schöne Menschen. Einer dieser Menschen küsste sogar ganz zärtlich mein Herz und stellte sich als Engel vor.

Reines Vertrauen, tiefe Zuneigung, gestillte Sehnsucht und eine gestreichelte Seele. Sich selber wieder spüren. Und sich fühlen und fallen lassen, ohne Angst. Das Leben ist manchmal wirklich doch schön und wundervoll!



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Konzertjahr 2011? (5)

Open Äärs gab es definitiv nicht viele dieses Jahr. An welchen ich anwesend war, meine ich. Leider, leider habe ich das Sonisphere verpasst und hoffe nun einfach mal, dass es eine Ausgabe 2012 gibt. Mit mir dann.

Dafür durfte und konnte ich an der Schlammschlacht am 6. August in Gränichen teilnehmen. Gut, so schlimm war das Wetter nicht, dass dann aber ausgerechnet bei Motorjesus der strömende Regen einsetzte, war suboptimös. Bad Religion rockten dafür bei Sonnenschein und von Strung Out besitze ich, gezwungenermassen und mangelnds Alternativen, eine aber sowas von coolen Jacke. Partnerlook olé. Und ich weiss nun auch, dass die Taxis und Hotelzimmer in Zürich definitiv günstiger sind, als bei uns im Aargau.


Erwähnenswert ist aber auch die Rocknacht am 28. Mai in Tennwil, obwohl mich dort der geringe Zuschaueraufmarsch ein bisschen enttäuschte. Immerhin rockten meine schweizer Lieblinge Maxxwell & Silence Lost die Bühne. Im kommenden Jahr besuchen übrigens Shakra das tiefste Seetal. Und Hartmann (25./26. Mai 2012).

Die Schrottplatzparty bzw. die Rocknight auf dem Schrottplatz am 19. August war ebenfalls der Hammer. Eine coolere Umgebung kaum vorstellbar. Mit Downspirit und Silence Lost wurde Metall und Rock vom Feinsten serviert. Da hoffe ich nun ebenfalls auf eine Wiederholung.

Das wars dann aber auch schon mit den Open Äärs im 2011.

Palaver, palaver!

Man mag mir ja einiges vorwerfen können – Direktheit ist ein Laster davon, wobei ich dies eher als Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit (und somit weniger als Laster) anschauen tu...

Yep, ganz was Neues, dies ist ein authentischer Post, für einmal! Aber heute ist folgendes geschehen: eine übertrieben gefüllte Pendenzenliste mit Gedüngse, welche unbedingt noch in diesem Jahr erledigt werden müsste (mein subjektiver Eindruck, eigentlich hätte das Eine oder Andere durchaus Wartebedarf), da fährt man halt auch mal von A nach B. Auf genau dieser Strecke war wohl noch ein weiterer Gestresster mit Absichten unterwegs und dieser jemamd, dieser eine... hatte es noch eiliger als ich. Überholmanöver; ein kleines bisschen knapp kalkuliert (er) und ich sehe ihn frontal vor mir. Mit 90 km/h. Ups. Zum Glück alleine im Auto, daher einfach nach rechts ausscheren, so meine Devise. Im Graben gelandet, einfach mal tief durchatmen. Und zittern (und fluchen)... und... Und denken. (Wäre ja...). (Insider).

Und während diesem wieder zur "Ruhe" kommen - habe ich, man glaubt es kaum, positive Dinge an mir gefunden... ich bin ein Mensch, welcher sagt, was er fühlt. Meistens zumindest. Aber es fällt mir definitiv keinen Zacken aus der Krone, jemandem zu danken. Oder zu sagen, dass ich ihn/sie gern habe. Oder noch mehr.

Warum fällt das so vielen Menschen schwer? Jemandem zu sagen, dass man diese Person mag? Gern hat? Einem gut tut? Ist es der falsche Stolz??? Für mich ein Unverständniss.

Die Vorstellung, einen wichtigen, liebgewonnenen Menschen zu verlieren (zum Beispiel durch einen verdammt doofen Unfall), und diesem Menschen nie gesagt zu haben, dass er mir wichtig ist und ich ihn liebgewonnen habe... würde mich beelenden!

Darum sage ich es. Und schreibe es. Den Menschen. Immer und immer wieder; und wenn ihr dem überdrüssig werdet, liebste Freunde und Engel, findet euch irgendwie damit ab. Ich möchte nie und nie und nie in die Situation kommen, etwas nicht gesagt zu haben, was ich eigentlich hätte wollen sagen und es nicht mehr haben können sagen! Es kann so schnell zu spät sein...! Bitte bedenkt dies!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Mach die Augen zu.

Schweigend, leer und ausgeweint steht sie vor dieser Tür; weiss, dass sie klingeln wird, mit einer schmerzenden, leichten kleinen Hoffnung im Herzen, welche sich allerdings wie ein Dolchstoss anfühlt. Soll sie es wirklich tun? Möchte sie dies wirklich? Nein, wollen ist etwas anderes, aber sie muss! Bis eben war sie sich da zumindest noch sicher.

Mach die Augen zu und küss mich
Und dann sag, dass du mich liebst.

Dann klingelt sie. Er öffnet. Dieser wundervolle, schöne Mensch, den sie so tief in ihrem Herzen spürt. Noch immer fühlt und... liebt? Der Dolch sticht erneut zu. Er strahlt ihr mit seinen unbeschreiblich tiefen Augen ins Gesicht und küsst sie voller Zärtlichkeit.

Ich weiß genau, es ist nicht wahr,
doch ich spüre keinen Unterschied wenn du dich mir hingibst.
Mach die Augen zu und küss mich,
mach mir ruhig etwas vor.

Es ist alles so wie immer, so scheint es zumindest; sobald er sie in seinen Armen hält, sie seine Wärme fühlt und sie seinen Herzschlag spürt, fühlt sie sich angekommen und wohl. Und sie lässt es geschehen. Geht darauf ein. Sie vergisst alles um sich herum. Es ist nur noch der Moment der zählt und die Welt steht still. Wie immer, wenn sie ihn fühlen kann.

Ich vergesse was passiert ist
Und ich hoffe und ich träume ich hätt dich noch nicht verlorn.

Nun steht sie da, sich in seinen Armen wärmend und ist glücklich und schwerelos. Er umschliesst sie. Und dennoch, trotz all der Nähe und Vertrautheit, rinnen ihr jetzt Tränen über die Wangen. Unbemerkt. Die Tränen brennen, weil sie nun die Wahrheit kennt bzw. sie die Wahrheit endlich realisiert hat. Da ist es wieder, dieses unbeschreiblich schmerzende Messer in ihrem Herzen.

Mach die Augen zu und küss mich,
Ist es auch das letzte Mal
Lass uns den Moment des Abschieds noch verzögern,
Lass mich jetzt noch nicht allein mit meiner Qual.

Und dieser Schmerz erinnert sie nun an ihr Vorhaben, ruft es ihr wieder ins Gedächtnis. Der Grund, warum sie hier ist. Ein anderer als sonst. Dieser Moment voller Schönheit wird zerrissen. Es kann sich nur noch um Minuten handeln. Sie wird gehen, sie will gehen. Will sie das? Nein, wollen ist etwas anderes, aber sie muss! Bis eben war sie sich da zumindest noch sicher.

Mach die Augen zu und küss mich,
Mach mir ruhig etwas vor.
Wenn du willst kannst du dann gehn,
Aber denk dran ohne dich ohne dich bin ich verlorn.

Dieser eine, letzte Moment brennt sich in ihre Seele und ihr Herz. Den Stich des Messers wird sie wohl nie vergessen. Und dennoch, wegen diesen kurzen Momenten des Glücks, wird sie ihm wohl trotzdem ewig dankbar sein. Paradox eigentlich, tiefe Dankbarkeit, unbeschreiblicher Schmerz und grosse Gefühle.

Sie löst sich von ihm und schaut noch einmal in die wunderschönsten Augen, auf den wundervollsten Mund, in das zärtlichste Gesicht. Dann dreht sie sich um und geht. Das Klacken ihrer Stiefel hallt im Treppenhaus und nur der Gedanke an ein weitergehen lässt sie nicht fallen. Obwohl sie nichts mehr als das möchte. Fallen in die Tiefe. Sie wird ihn nie wieder sehen. Und wohl nie vergessen.

Mach die Augen zu und küss mich

Eine Tür fällt zu. Sie ist weg.



Mach die Augen zu...