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Sonntag, 25. Dezember 2011

Wenn ich nicht Deppendorf hiesse...!

Es gibt sie, diese Tage, an welchen, so erscheint es einem zumindest, alles, aber einfach alles, alles schiefgeht. Angefangen mit einem Anruf zu Morgenstunden, nach welchem man plötzlich ohne Weihnachtsgeschenk für den Engel dasteht.

Weiter lässt man dann etwas wirklich Wichtiges und Wunderschönes in der S3 liegen – sehr gut, schwarzer Kafka, äusserst unoriginell. Klar auch, dass man die teuren 0900-Nummern irgendwann mal gesperrt hat auf dem kleinen i und somit die gute SBB nicht anrufen kann. Yep, macht Sinn. An solchen Tagen zumindest. Tränengarantie spätestens jetzt... Über verschmierte Augen muss ich ja nichts schreiben, oder? Perfetto.

Als seit 24 Jahren strikter Vegetarier beisst man dann am Abend solcher Tage auch gerne mal in ein Stück Huhn. Und schluckt es. Hinunter!!! Wuäääk!

Klar ist auch, dass man dann in der Nacht eines solchen Tages den letzten (direkten) Zug verpasst und sich dann eine geschlagene Stunde zwischen Betrunkenen und anderen suspekten Objekten am HB Zürich herumbewegt, um dann (nach einer Stunde im sogenannten Lumpensammler) in Aarau – immerhin nur – eine halbe Stunde auf das Taxi zu warten. Morgens um halb vier. Passt doch!

Wenn man dann allerdings anschliessend dennoch mit einem seeligen Lächeln ins Bett fällt, sich das Herz offen und glücklich anfühlt, und sich die umarmte Seele mit einem warmen, angenehmen Gefühl schlafen legt, dann sind da wohl doch einige Dinge nicht gänzlichst schief gelaufen.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Kommunikation!

...
X: redsch nümme mit mir?

Y: Spülschüssel?

X: hä? falsche Adresse?

Y: Da setzt mir do Wörter i, woni ned wot schriebe. Spuksch hani wölle säge.

X: Autokorrektur muesch use näh, wenn mundart schribsch.
...

Das nennt man glaubs learning by Doing oder so. Kommt aber schon gut, hab den kleinen Bruder schon ein bisschen in mein Herz geschlossen.

Dienstag, 22. Februar 2011

Vor mir.

Nun liegst du da, vor mir. In all deiner Schönheit, voller Erhabenheit und Liebreiz. Ganz neu, ungebraucht, unverbraucht und unschuldig. Unschuldig? Nein, dass nun eigentlich nicht wirklich. Meine Gedanken wandern in die Vergangenheit und ich erinnere mich an deinen grossen Bruder.

Ein Traum war er, dein grosser Bruder. Meistens zumindest. Jahrelang waren wir quasi ein Paar, sind gemeinsam gross geworden. Meine ganze 4-jährige Lehrzeit durch hat er mich begleitet und auch einige Jahre danach haben wir die Nacht zum Tag werden lassen. Er hat mich schwitzend, lachend, wütend, verzweifelt und öfters auch den Tränen nahe erlebt. Er kannte all meine Geheimnisse, Kenntnisse, Träume und Wünsche. Jäh wurde er aus meinem Leben gerissen, bedingt durch einen nötigen Jobwechsel. Lange habe ich deinem grossen Bruder nachgetrauert, die Lücke konnte nie durch und durch befriedigend ausgefüllt werden und ich gestehe, er blieb stets meine heimliche Liebe.

Nun liegst du da, vor mir. Vorsichtig streichle ich über dich, ganz sorgfältig nehme ich dich in meine Hände. Du hast wahrhaftig Jahre gebraucht, mich zu verführen, nun ist es dir gelungen, bin deinem Charme erlegen. Und wenn ich dich nun so betrachte, schleicht sich ein ganz tief verwurzelter, schon lange in mir schlummernder Gedanke in meinen Kopf…

Ich werde deinen grossen Bruder zurückholen. Doch, doch, das werde ich. YESSS!