Donnerstag, 26. Juli 2012

Perfect Day!

Es gibt wohl unzählige perfekte Momente in einem Leben. Oder solche, welche einen ganzen Tag zu einem "perfect Day" machen. Gestern war einer dieser Tage. Obwohl er emsig startete, standen doch noch zwei, drei zu erledigende Dinge auf meiner Pendenzenliste, bevor ich mich auf einen Engelsüberraschungstag freuen konnte. Nicht, dass ich mich nicht auf jeden Engelstag freuen würde... Nur das dies auch erwähnt sei!

Nun, als erstes ging es nach Zürich Stadelhofen, wo ich mich plötzlich in einem Hörgerätgeschäft wiederfand, was eigentlich das Abstellen der Karre auf dem Behindertenparkplaz rechtfertigen würde. Irgendwie. Für meinen zukünftig gesundheitsschonenderen Livemusikgenuss wurden Silikonabdrücke gemacht. Eine definitiv empfehlenswerte Sache, für alle fleissigen Konzertgänger – und besser spät als nie, im Sinne: retten was zu retten ist. (mehr Informationen über die Dinger findet ihr hier). Danke zum Ersten.

Anschliessend, ein paar Schritte weiter, direkt ins Dress in Black. Mannmannmann, ihr solltet den schwarzen Kafka, welcher beinahe zu 100% Onlineshopper ist, mal sehen in einem solchen Geschäft. Völlig überfordert von einem Gestell zum Anderen stolpernd... die Augen kugelrund und der Speichel tropft und zieht eine Spur (dank welcher mich der Engel auch immer wiederfindet in solchen Geschäften. Schwarz, Lack, Schuhe – genau nach meinem Geschmack... alles schnell anfassen. Alles mein!!! "Ohhhhhh... so viele schöne Dinge". Alles mein!

Kleines Beispiel? Engel fragt: "Was möchtest du denn am liebsten? Vielleicht wäre dieser Gedanke hilfreich... Eher Schuhe? Oder ein Kleid? Oder eine Jacke?" Schwarzer Kafkas Antwort: "Alles". Der Engel: "Dazu reicht der Gutschein wohl nicht...!" Schwarzer Kafka: "Nicht? Ohhh... Dann wird’s wohl länger gehen." Nun... Schuhe, ein Oberteil, eine Tasche, eine Hose und ein Mini waren die erbeuteten Stücke - und der Gutschein hat noch einen Restbetrag!!! Ausverkauf rules! Aber sowas von! Danke zum Zweiten.

Unsinnigerweise gingen wir dann die Parkuhr füttern, damit wir am Seeufer gemütlich einen Salat essen konnten… Eigentlich wüsste ich ja, dass Nachzahlen verboten ist und sich die Uhr wieder auf Null zurücksetzt, sobald man Münzen nachschiebt. Jännu. Schön wars trotzdem am See… Danke zum Dritten.

Die folgende Fahrt ins nirgendwo (ich wusste noch immer nicht, was mir bevorsteht) war ein kleinesbisschen ermüdend. Mein Dacialein wollte keine Klimaanlage haben. Darauf habe ich beim Kauf Rücksicht genommen. Aber, ich schwör, geschlafen habe ich nicht. Nur mit geschlossenen Augen die Fahrt genossen ;-)

Ausgestiegen sind wir schlussendlich im österreichischen Feldkirch. Immerhin wusste ich mittlerweilen, dass wir das Poolbar-Festival besuchen würden... Wen ich auf der Bühne zu sehen kriegen würde, hingegen noch immer nicht. Und glaubt mir, meine Adleraugen suchten sämtliche Wände und Türen nach Plakaten mit Hinweisen ab.

Da noch Zeit war, laut Engel, bis zum Konzertbeginn, schlenderten wir gemütlich durch die Gassen, ein Aperto hier, ein Aperto dort, einen kleinen Imbiss nebenan... und dann gings übers Brückelein zur Konzertlocation. Welche übrigens Hammer war. Ein definitiv innovatives Städtchen, dieses Feldkirch. Danke zum Vierten.

Und dann geschah es. An der Bar entdeckte der schwarze Kafka ein Plakat. Die Luft blieb kurz weg, das Herz klopfte und die Augen glänzten. Neeee nä? Ein ungläubiger Blick in Engelsaugen, dessen Glänzen die Bestätigung waren. Ich würde sie also sehen? Live? In echt? Diese Mannen?

Von den nächsten zwei Stunden weiss ich nur, dass ich hypnotisiert und verzaubert vor der Bühne stand. Falsch. Verzaubert hat mich ein Engel. Dies allerdings schon vor längerer Zeit. 

Danke. Das es dich gibt. In meinem Herzen. Und in meinem Leben. Wundervoll.

1 Kommentar:

Roger hat gesagt…

Gern geschehen. Und gerne wieder.