Montag, 31. Januar 2011

Feuer, Türen und Parabeln.

Ich bin mir relativ sicher, dass sich ganz viele unter euch in der Schulzeit mit der Ringparabel aus Nathan der Weise herumgeschlagen haben. Bildebene, Sachebene und etwas mit Religionen sind die Begriffe, welche mir durch denn Kopf schwirren, wenn ich mich versuche an eben diese Geschichte zu erinnern.

In letzter Zeit, wenn ich mich mal wieder meinen zum Teil etwas wirren Gedanken hingebe, spinne ich mir meine eigenen Parabeln zusammen. Okay, zur Funken-Flamme-Feuerparabel wurde ich inspiriert und auf diese möchte ich hier gar nicht näher eingehen. Habe mir an dieser die Finger auch schon verbrannt. Eine gefährliche und ganz, ganz böse Parabel!!!

Viel besser gefällt mir die Türparabel. Man stelle sich eine Tür vor. Nicht irgendeine, nein, eine extrem massive, wuchtige Tür. Diese Tür ist so schwerfällig, dass, sie alleine zu bewegen, schlicht unmöglich ist. Diese Türe ist grundsätzlich schon einen klitzekleinen Spalt offen (das ist jetzt einfach so, warum auch immer, daran arbeite ich noch), hat allerdings den Drang, sich wieder zu schliessen. Eine Luftschutzkellertür oder so mit Zugfeder quasi.

Zu zweit gelingt es hingegen, die Tür offenzuhalten. Zu zweit schafft man es sogar, wenn man sich Zeit lässt, den Spalt Millimeter um Millimeter zu vergrössern. Sobald aber einer loslässt, würde sie mit einem lauten Knall zuschmettern. Wenn man nun also nicht vor einer geschlossenen Tür stehen möchte, hält man sie weiterhin fest, sammelt Kräfte und versucht dann eventuell sogar erneut, sie gemeinsam noch ein bisschen weiter zu öffnen.


Nun, wie bei Lessings Ringparabel könnte man nun bei der aus mir unerklärlichen Gründen bisher noch völlig unbekannten Türparabel die Elemente für die Deutung und Interpretation von der Bildebene auf die Sachebene übertragen. Könnte man tun. Voll in echt jetzt, könnte man!

Kommentare:

Roger hat gesagt…

Tönt das kompliziert aber schön.

schwarzer kafka hat gesagt…

ist es nicht wirklich, kompliziert. schön definitiv! :)

Metall Schaedel hat gesagt…

könne nid emou die ringparabel. oops.