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Montag, 9. August 2010

Bubi geht - der Mister kommt!

Nun ist die Zeit definitiv gekommen, Bubi ziehen zu lassen. Beziehungsweise gibt es ihn ganz einfach nicht mehr. Einspringen für ihn wird der Mister. Immerhin geht dieser seit heute morgen in den grossen Kindergarten! Jaja, die Zeit, die rast.

Geschrieben habe ich relativ viel über Bubi, ich denke allerdings, dass ihm in dieser Hinsicht der Mister in nichts nachstehen wird.

Ach ja, habe ich übrigens erwähnt, dass wir uns in genau zwei drei Wochen auf dem Weg dahin befinden? Die Vorfreude ist riesig - nun geniesse ich allerdings zuerst die Ferien nach den Ferien vor den Ferien!

Montag, 21. Juni 2010

Falling in Love!

Es fühlt sich an, wie frisch verliebt; in Wahrheit ist es eine unbeschreiblich tiefe Liebe, welche seit über fünf Jahren anhält und keine Anstalten macht, zu vergehen. Im Gegenteil, sie wächst von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr und wird wohl ein Leben lang halten.

Vor zwei Wochen erfuhr ich mittels Kindergarten-Post, dass eine Fotographin Portrait-Aufnahmen von unseren Liebsten machen würde. Klar war ich gespannt auf das Resultat und heute war es dann endlich so weit und ich durfte die Fotonen besichtigen bzw. kaufen, wenn ich dann wollen würde. Natürlich würde ich dies wollen tun, egal wie Bubi abgelichtet worden wäre.

Tja, sie sind toll geworden! In dieses Bild habe ich mich dann auch, obwohl eine nicht wirklich natürliche Haltung von Bubi, im Moment des Anblicks: frisch verliebt... Okay, über sie Shirtwahl könnte ich mich nach den bisherigen Auftritten der Engländer natürlich ärgern, tu ich aber aus Trotz nicht!

Sonntag, 9. Mai 2010

Muttertag!

"Mami, i ha di gärn,
du bisch en bsundrige Stärn.
Mami, eis isch klar,
du bisch eifach wunderbar."

Dieses Liedchen hat mir Bubi am Donnerstag anlässlich des Muttertags-Kafi im Kiga vorgesungen, es war schwierig unmöglich, da die Tränen zurückzubehalten. In etwa die gleichen Worte kann ich an mein Mami weitergeben. Was wäre ich nur ohne Sie, heute noch. Sie bemerkt noch heute, wenn mich etwas bedrückt, mein Lachen gespielt ist.

"Dini Händ schaffe vom Morge bis am Obe,
während ich chan umetobe".

Wahrscheinlich habe ich als Kind die Arbeit meiner Mutter nicht wirklich genug geschätzt. Es irgendwie als selbstverständlich angesehen, dass saubere Kleider im Schrank sind, gebügelt natürlich. Klar auch, dass das Essen stets pünktlich auf dem Tisch gestanden hat, wie auch immer sie das hingekriegt hat, neben arbeiten und haushalten. Definitiv habe ich dies zu schätzen gelernt. Danke sagen darf man immer, auch wenn es spät ist.

Danke, liebes Mami, was du für mich getan hast, was du immer noch für mich tust. Es ist wunderschön und ich bin unbeschreiblich dankbar, dies alles nun weitergeben zu dürfen. Auch wenn es nicht tagtäglich geschätzt und verdankt wird.

"Mami, i ha di gärn,
du bisch en bsundrige Stärn.
Mami, eis isch klar,
du bisch eifach wunderbar."

In diesem Sinne: Allen Mamis einen wunderschönen, lieblichen Muttertag.

Dienstag, 16. Februar 2010

Still alive!

Eigentlich war es gar nicht so schlimm. Natürlich war es laut und wild, aber darf man etwas Anderes erwarten, wenn acht 5- bis 6-jährige Jungs eine Party feiern? Definitiv nicht wirklich.

Glücklicherweise hatte der schwarze Kafka im Vorfeld auch einige Partyspiele vorbereitet, inklusive Preislikorb natürlich, denn die Unterhaltungserwartung steigt mit zunehmendem Alter, dies musste er nämlich erstaunt feststellen. Später reicht dann wohl ein Fass Bier und eine Stripperin. Ist ja schliesslich eine Geburtstagsparty, keine im-Kinderzimmer-Spieleparty, wurde ich von einigen Jungs belehrt... Gesundes kommt übrigens, aller Hoffnungen zum Trotz, nicht wirklich gut an; dies erstaunte den schwarzen Kafka hingegen überhaupt nicht. Das Piratenschiff allerdings wurde beneidet und als der Hit befunden *miraufdieSchulterklopf* und ja, ich weiss, Eigenlob und so weiter.

Gegönnt habe ich Bubi diese Party natürlich von Herzen. Meinem werten Herrn Gemahl und mir hingegen immer noch, dass Bubi ein Einzelkind ist!

À propos werter Herr Gemahl: ihm gebührt ein ganz herzliches und liebes Dankeschön für die Unterstützung, hatte er doch auch das eine oder andere Mal für ein bisschen "Cool down" gesorgt.

Die gesunde Früchtebowle kam nicht sehr gut an; die beiden Körbe umso mehr!

Sonntag, 7. Februar 2010

Mein kleiner Liebling.

Nun darf ich wohl nur noch ein Jahr lang von Bubi schreiben, danach ist vermutlich eine Namensänderung angebracht. Mein süsser Kleiner, nun wirst du bereits Fünf! Es ist so erfrischend, dich zu beobachten, deine fröhliche, unvoreingenommene Art. Es rührt mich so sehr, dass du ein wirklich starkes Urvertrauen zu haben scheinst.

Wir haben im vergangenen Jahr bereits zwei, drei Hürden nehmen müssen und es macht mich unglaublich stolz auf dich und mich, diese gemeinsam mit dir gemeistert zu haben. Du hast erfahren dürfen, dass ich dich und deine Ängste jederzeit ernst nehmen werde und dass die Suppe zum Glück selten so heiss gegessen wird, wie sie gekocht wurde.

Du bist ein so liebenswürdiger Mensch und die Menschen, denen du begegnest, spüren es gleich, dein grosses Herz. Mit deiner offenen und direkten Art erwärmst du bei Weitem nicht nur mein grosses Mutterherz. Deine Entwicklung zu beobachten, zu erkennen, wie du deine eigene Persönlichkeit entwickelst, erfüllt mich mit grosser Seeligkeit und reiner Liebe.

Dein sorgloses Lachen, dein unschuldiges Schlafen, den Audruck deiner Augen, wenn du etwas nicht verstehst, deine Mimik, wenn du dich auf etwas Bestimmtes konzentrierst, deine unzähmbare Energie, deinen Wissensdurst und dein zum Glück immer noch vorhandenes Schmusebedürfnis - alles ist so unbeschreiblich schön zu betrachten. Du bist wunderschön. Ich werde dich schützen, wann immer du Schutz brauchst, das verspreche ich dir.

Bubi, ich liebe dich über alles und freue mich auf jeden weiteren Tag mit dir. Alles, alles Liebe zum Geburtstag und ganz viel Spass am heutigen Tag.

Freitag, 29. Januar 2010

Es war einmal vor langer Zeit...

...in einer weit, weit entfernten Galaxis! Ihr wisst ja, ihr könnt Veränderungen nicht aufhalten. Genau so, wie ihr die Sonne nicht daran hindern könnt, unterzugehen. Es ist schwer zu sehen, dass die Zukunft in ständiger Bewegung ist. Vergesst, was ihr früher gelernt habt. Ob die dunkle Seite stärker ist? Nein. Nein... nein. Schneller, leichter, verführerischer. Übrigens ist Furcht der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid. Möge die Macht mit euch sein!

There is no emotion; there is peace.
There is no ignorance; there is knowledge.
There is no passion; there is serenity.
There is no chaos; there is harmony.
There is no death; there is the force.


Mittwoch, 27. Januar 2010

Nicht ganz planmässig!

Eigentlich war der Verlauf des heutigen Nachmittags ganz anders vorgesehen, verplant sozusagen. Im Nachbarsdorf findet in der Bibliothek von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr eine Märchenstunde statt. Eine Kindergärtnerin erzählt da Wintergeschichten und zu diesem Anlass sind alle Kinder zwischen fünf und acht Jahren eingeladen worden. War ja klar, dass Bubi dahin wollte und ganz die liebe Mama, plante ich selbstverständlich, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

Noch die liebere Mama bzw. ganz uneigennützig und hilfsbereit, wie ich auch sein kann, habe ich bei der Mutti eines Bubi-Freundes angerufen, um ihr anzubieten, ihren Kleinen auch mitzunehmen. Nun, sie plante dies allerdings ebenfalls seit längerem, ihre drei Kiddys in die Märchenstunde zu bringen und da sie im Auto noch einen Platz frei hätte, könne Bubi doch gleich mit ihnen fahren. Anschliessend könne Bubi ja, sofern er denn möchte, gleich noch ein bisschen zu seinem Freund spielen kommen. So gegen 17 Uhr werde sie ihn dann wieder nach Hause schicken...

Tja, wie bereits erwähnt, eigentlich war das ja nicht so geplant; aber dieses Angebot konnte ich doch definitiv nicht ablehnen, oder? Nebenbei hat sich die nicht immer sehr nutzbringende Charaktereigenschaft, auch mal uneigennützig zu handeln, doch wieder einmal bewährt.

Sonntag, 24. Januar 2010

Das Wort zum Sonntag.

Mila, schon dein Name ist Programm; die Schöne; das Wunder. Heute durfte ich dich das erste Mal in meinen Armen halten - dir scheint es gefallen zu haben. Zumindest bis dich der Hunger plagte. Für mich als dein Gotti ein wahrlich wunderschöner, unvergesslicher Moment.

Seit Bubi auf der Welt ist, vergehen die Jahre wie im Fluge, dies würden mir wohl sämtliche Eltern bestätigen. Solche Augenblicke wie heute werden wieder zu Ewigkeiten, was ein definitiv gutes Gefühl ist. Stundenlang hätte ich die Kleine halten und anlächeln können...

Aus diesem Grund ist das Wort zum Sonntag heute vielmehr ein Bild zum Sonntag.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Big Party!

Heute morgen war in Bubis Kiga wieder einmal Big Party alias Regenbogenfest angesagt. Diese Fete findet ca. alle zwei Monate anstelle einzelner Geburtstagsfeiern statt. Zu diesem grossen Anlass durfte der schwarze Kafka Kuchen backen, da Bubi dieses Mal eines der "Geburtstags"Kinder war. Den Kopfschmuck trägt er übrigens nicht jeden Tag - am Regenbogenfest bekommen den alle Kinder, welche im letzten und nächsten Monat Geburtstag hatten bzw. haben zum Tragen während der Party.

Natürlich durfte sich Bubi den Kuchen auswählen und er entschied sich für das Rennauto! (Notiz für das nächste Jahr: Auswahl unbedingt einschränken) Nun, immer wieder stolpere ich im Erziehungsalltag über dieses leidige Sprichwort "versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen" und deswegen habe ich mich gestern bis spät in die Nacht mit diesen Rennautos auseinandergesetzt.

Sie (der schwarze Kafka hat zwei gemacht) sind allerdings definitiv cool geworden und sehr gut angekommen bei den Kiddys.

Ach ja, erwähnte ich schon, dass er zu seiner Kindergeburriparty @home den Kuchen bereits ausgewählt hat? Nicht? Hat er; ein Piratenschiff darf es sein...

Donnerstag, 7. Januar 2010

Verdrängt - verurteilt - verloren!

Nun, verdrängen ist wohl nicht wirklich das treffende Wort; ausgewichen bin ich der närrischen Zeit seit längerem erfolgreich, die letzten 25 Jahren in etwa. Es ging mir nicht schlecht dabei, dass kann ich ohne Scham bestätigen.

Eventuell ist verurteilt auch nicht ganz angebracht. "Leben und leben lassen" heisst die Devise. Sollen die Spassmacher doch die Ziege blind machen in der Zeit des organisierten Lustigseins. Solange sie sich von meinem Stammpub fernhalten, habe ich absolut gar nix dagegen und solange es im TV noch Sender gibt, die die Fasnacht konsequent ignorieren, auch nicht.

Verloren habe ich jetzt allerdings schon ein bisschen. Diese Woche hat Bubi einen Infozettel vom Kiga nach Hause gebracht: Kinderumzug in Entfelden und die Kindergartenkinder laufen bei diesem Spassevent natürlich mit. Kostümiert. Mit anschliessendem Tanz und Spiel in der Turnhalle. Süss, nicht? Okay, Bubi wirds wohl definitiv lustig finden und seinen Spass dabei haben (was ich ihm auch wirklich gönnen tu). Sein Kostüm habe ich selbstverständlich im Internet erworben, mit Vollmaske, was übrigens sein ausdrücklicher Wunsch war, da er Schminke im Gesicht nicht ausstehen kann.

So ist es, so wird es sein: der 29. Januar wird dem schwarzen Kafka eine Begegnung der unheimlichen Art bringen. Was erwidern wir mit solchen Gebärden? Leben und leben lassen... oder so.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Schwerstarbeit!

Harte Tage voller Schwerstarbeit stehen dem werten Herrn Gemahl und Bubi bevor, also zumindest Bubi! Es Adventskalenderlet gewaltig in schwarzer Kafkas Heim. Da wäre einmal der "Star Wars"-Adventskalender, mit welchem sich der werte Herr Gemahl gemeinsam mit Bubi beschäftigen muss darf. Neben einem Star Wars Quartett warten darin Steck-Bausätze und ein ganzes 3D-Planeten-Diorama zum selber Bemalen auf die Beiden. Wenigstens sind Farben und Pinsel bereits vorhanden.

Die meiste Arbeit in den nächsten 24 Tagen wartet aber selbstverständlich auf Bubi. Beim Schneemann-Adventskalender vom Götti gilt es vor allem, die riesigen Geschenke auszupacken. Am 24. Dezember hat er dann sein Weihnachtsgeschenk zusammen - was bedeutet, es gibt dann nichts mehr vom Götti; somit kann ich ausnahmsweise auch mit diesem Geschenkeberg leben.

Natürlich konnten es sich auch Oma und Opa nicht nehmen lassen, dem Bubi einen "kleinen" Bärenhaus-Adventskalender zu schenken. "Leider" waren auch da die Türchen bzw. Schubladen dummerweise zu klein, also sind hier auch wieder extra Päckli, welche aufs Öffnen warten.

Schlussendlich: auch ich darf mich jeden Tag auf ein Nümmerchen freuen (jaja, einfach nicht immer zu weit denken!). Mein Mami hat mir dieses Jahr wieder einen wunderbaren, literarischen Adventskalender geschenkt, welchen ich natürlich erneut mit euch teilen werde. Die Kurzgeschichte, welche in 24 Häppchen aufgeteilt ist, stammt dieses Jahr aus der Feder von Franz Hohler. "Jonas und der Hund" ist eine liebevolle Wintergeschichte über ganz viele Schneeflocken, einander Sorge tragen und die herzerwärmenden Rechenkünste eines kleinen Jungen. Aber pssst, ich verrate nicht zuviel. Heute Nachmittag beginnt die Geschichte ja bereits.

Ich gebs ja zu, ich liebe diese Zeit!

Donnerstag, 5. November 2009

Dieses Wort darf man nicht sagen!

In Bubis Kindergarten erarbeiten sie momentan gemeinsam Anstands- und Verhaltensregeln. Die Kiddys dürfen da ihre eigenen Vorstellungen einbringen, im Sinne "ich möchte nicht, dass man mir Sand anschmeisst" oder "ich habe es nicht gerne, wenn xxx mich immer wegschubbst, wenn ich zuerst bei den Bauklötzen bin". Dies sind dann Regeln, welche für alle Kinder gelten.

Nun, in letzter Zeit korrigiert mich Bubi öfters; wenn ich zum Beispiel etwas lauter mit ihm rede als üblich, bekomme ich subito ein besserwisserisches "das isch im Fall en Regle be öis im Chindsgi, me dörf ned schreie*" zu hören. Okay, eigentlich hat er ja recht. Wobei, dass er sich an unsere Regeln halten tut, ist eine andere Geschichte...

Gestern Nachmittag ist er aber eindeutig zu weit gegangen, unabsichtlich natürlich. Er spielte im Zimmer, ich bügelte zu 80er Sound im Wohnzimmer und gröhlte sang natürlich lautstark mit. Bei "Venus" von den Bananarama kam Bubi aus seinem Reich gerannt und sah mich ganz entsetzt an. Auf meine Frage, was los sei, bekam ich ein vorwurfsvolles "das dörf me ned säge, da isch es gaaaaaanz es bööses Wort!**" als Antwort.

Hääääää??? Als er mir dann erläuterte, um welches Wort es sich handelt, brach ich in schallendes Gelächter aus. She's got it - Yeah, baby, she's got it . Einfach herrlich!

*"Das ist eigentlich eine Regel bei uns im Kindergarten, man darf nicht schreien"
**"Das darf man nicht sagen, das ist ein gaaaaaanz böses Wort!"

Dienstag, 29. September 2009

Die schlimmsten 20 Minuten meines Lebens!

Genauer gesagt, meines bisherigen Lebens und nein, dies ist kein zugeworfenes Holzstück, ich habe sie wirklich erlebt heute Nachmittag, physisch und hauptsächlich psychisch. Aber von Anfang an, der war nämlich definitiv richtig angenehm.

Nun, in der Ferienzeit kann ich nun auch wieder sogenannte Tagesausflüge mit Bubi unternehmen und heute habe ich mit einer guten Kollegin einen Ausflug in den Wildpark Roggenhausen geplant. Um 11 Uhr haben wir uns auf dem Parkplatz vor dem Park verabredet, um uns dann gemütlich auf den Weg zum Grillplatz zu machen, wo wir dann unser Mittagessen einnehmen wollten bzw. auch taten (nachdem wir endlich eine richtige Glut mit nicht wirklich trockenem Holz hingekriegt hatten). Kollegins Sohn ist übrigens bereits neun Jahre alt und somit bereits ein wirklich guter Aufpasser für Bubi.

Die Jungs kletterten im Wald umher, entdeckten Höhlen und Alex (Kollegins Sohn) ist echt ein äusserst guter Führer, nicht im Sinne von Schnäuzerich und Scheitel, nein, vielmehr fürsorglich und achtsam. Er zeigte Bubi, wie er das Sackmesser halten soll, half ihm über schwierige Kletterwege und beschützte ihn für "bösen" Jungs.

Nach dem Essen begaben wir uns dann in den unteren Teil des Tierparks, wo ein grosser Spielplatz für die Beschäftigung der beiden Jungs sorgte. Die Baby-Wildschweine natürlich auch. Wir, die Mamis, sicherten uns einen Platz, von wo aus man die Beiden mehr oder weniger unter Kontrolle haben und trotzdem gemütlich Kaffee trinken konnte. So gegen halb Vier ging ich die zwei in der mittlerweilen ein bisschen unüberschaubaren Menschenmasse suchen, um mitzuteilen, dass wir in etwa einer halben Stunde nach Hause gehen würden. Gefunden habe ich sie in einem etwas versteckten, uneinsichtigen Bachbett, wo sie das sehr spärlich fliessende Wasser am Stauen waren - und nein, das waren nicht die 20 Minuten!

Alex versprach mir, in 20 Minuten mit Damian zu uns zu kommen und ja, er kann die Zeit schon lesen und weiss was 20 Minuten sind. Er kam nämlich dann auch nach exakt 20 Minuten, einfach ohne Bubi... An seinen genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern, er sagte etwas in Richtung "Bubi sei ihm aus dem Bachbett gefolgt und dann auf einmal verschwunden gewesen"...

Der schwarze Kafka ist dann zu diesem Bächlein gerannt, nasse Schuhe hin oder her, sicherlich fünfmal, Bubis Name schreiend, den ca. 30metrigen Pfützenlauf hinauf und hinab gestapft und er hat keine Antwort bekommen. Wieder zurück zum Mamiplatz, dort immer noch kein Bubi. Alex zu den Ponys, ich zu den Hirschen. Zurück zur Kollegin, welche inzwischen bei den Wildschweinen war, immer noch nichts. Ca. fünfte Minute.

Noch einmal zum Bächlein, dieses Mal dem Waldweg entlang und auf den wirklich sehr steilen Hang auf der rechten Seite dessen schauend, immer noch schreiend aber nun mit einem doch definitiv sehr mulmigen Gefühl auf ein irgendwo liegendes, orangenes T-Shirt achtend, mit der Angst, Bubi sei irgendwo hinaufgeklettert, ausgerutscht und abgestürzt. Diesen Weg etwa drei- oder viermal gemacht, immer noch keine Antwort, nichts Liegendes gefunden, kein Bubi. Zurück zur Kollegin. Ca. zwölfte Minute.

Die langsam aufgestiegene Panik weicht einer sehr Konkreten und erste Tränen fliessen. Nun kommt Alex: "Oh, ich weiss glaubs wo er ist" und sprintet davon. Meine Hoffnungen diesbezüglich waren, ehrlich gesagt, ziemlich gering und als die Kollegin zu mir spricht "wir müssen langsam etwas machen, es ist jetzt doch schon eine Viertelstunde vergangen, wir müssen mehr Menschen haben, die mitsuchen", ist mir einfach nur noch elend, übel und ich fühle mich absolut hilflos. Mit sämtlichen Berichten über Kindesentführungen, -morde, und -missbräuche, welche ich gehört, gelesen oder gesehen habe im Kopf, die Tränen nun absolut unkontrollierbar, muss ich mich setzen, kann nicht mehr stehen. Ca. siebzehnte Minute.

Dann, von weitem, ein orangfarbenes T-Shirt, welches einem Jungen folgte, welcher Alex irgendwie ähnelt, oder? Ist das da vorne nicht Alex, und gleich dahinter Bubi?

Doch, er ist es! Ca. zwanzigste Minute.

Als Bubi mein verheultes Gesicht sah, fing er auch an zu weinen und sprang in meine Arme. Er wollte auf dem Parkplatz auf uns warten... Auf diese Idee wäre ich NIEMALS gekommen, NIEMALS hätte ich den Wildpark ohne Bubi verlassen, um ihn auf dem Parkplatz zu suchen. Alex hatte zum Glück genau diese Idee und wusste, wie Bubis ticken könnten!

Dienstag, 15. September 2009

Basteln mit Gerda Conzetti?

Nein, natürlich nicht, vielmehr mit dem schwarzen Kafka. Heute Nachmittag, exakt um 16.27 Uhr sah es auf unserem Esstisch so aus:


Die Experten unter euch wissen natürlich, dass am Freitag in Aarau die traditionelle Bachfischet stattfindet und Bubi durfte sich auch dieses Jahr eine Laterne aussuchen, welche ich, ganz die liebe Mami, dann für ihn basteln tu. Obwohl ich eigentlich für das Piratenschiff oder den Totenkopf plädierte (Stufe "einfach"), entschied er sich für das Feuerwehrauto (Stufe "anspruchsvoll") und versprochen ist nun halt einmal versprochen.

Wobei ich ehrlich gestehen muss, sooo anspruchsvoll war dieses Löschfahrzeug dann auch wieder nicht. Geduld bringt ja bekanntlich Rosen.

Nun, vier Stunden später war es vollendet. Bubis glänzende Augen und seine Umarmung mit Dankesküsschen waren definitiv jede Minute wert. Die Bilder in Aktion folgen allerdings erst am Wochenende.

Montag, 7. September 2009

Die Sache mit dem Loslassen.

Tja, das ist eben so eine Sache. Seit einigen Wochen besucht Bubi nun bereits den Kindergarten und er ist, noch immer, begeistert. So weit, so gut. Die erste Woche habe ich ihn jeweils richtiggehend gelöchert (und überfordert) mit Fragen wie "mit wem hast du gespielt?", "was habt ihr gemacht?" und "was habt ihr gemacht?", "mit wem hast du gespielt?". Die Antworten fielen relativ dürftig aus, mit dem Resultat, dass ich mir aber sowas von einen Kopf machte, ob es ihm auch wirklich gut geht und er sich wohl fühlt im Kindergarten.

Ehrlich gesagt war es mir eigentlich bewusst, dass ihm diese Fragerei nicht gut tut. In den darauffolgenden Wochen habe ich mich viel unterhalten, hauptsächlich mit Mamis und Papis, deren Kinder den Kiga bereits hinter sich gebracht haben und natürlich wusste ich, dass sie Recht hatten mit Sätzen wie "gib euch Zeit", "er wird dann schon von sich aus erzählen" und "du musst Loslassen können". Nur ist dies um einiges leichter gesagt, als real getan.

Als mir Bubi letzte Woche eröffnete, er wolle nun einmal den ganzen Weg alleine gehen, war ich zwar schon sehr stolz... allerdings kam ich mir vor, wie eine Assassinin während der Abschlussprüfung, als ich von Gebüsch zu Gebüsch hinterherschlich, stets bereit, zurückzuweichen, falls Bubi sich umdrehen sollte (was er nicht tat *seufz*), um anschliessend festzustellen, dass er das wirklich ganz gut alleine kann.

Was die Fragerei betrifft, habe ich mir ganz fest vorgenommen, sie massivst zu reduzieren und mich, was Bubis Wohlbefinden im Kindergarten betrifft, an die Kindergärtnerinnen zu halten. Es besteht noch Hoffnung, ich bin definitiv noch lernfähig...

Montag, 10. August 2009

Erster Chindsgitag!

Heute morgen war es also soweit - Bubi's erster Kindergartentag stand vor der Tür. Keine Frage, nicht zu leugnen, dass ich wohl nervöser war als er selbst. Auch jetzt sitze ich erneut wie auf Nadeln, in einer Viertelstunde darf ich ihn wieder abholen.

Ab morgen läufts dann nach Stundenplan: Montag bis Freitag von 08.15 Uhr - 11.50 Uhr und zusätzlich am Donnerstagnachmittag von 13.30 Uhr bis 15.45 Uhr. Jaja, die Zeiten, als ich mit Bubi am Morgen noch kuscheln konnte, scheinen vorbei zu sein *seufz*. Aber ich bin natürlich auch sowas von stolz!

Bald gehts los - unsicheres Warten...

Dienstag, 7. Juli 2009

Schon bald wieder näher an der Vier!

Jaja, so ist dies nun mal und beschweren tu ich mich wirklich nicht, denn 26 möchte ich definitiv nicht mehr sein. Aber der Anlass dieser Zeilen ist weder der Versuch eines Gratulationenfischens, noch die Absicht, eine pseudopsychologische Abhandlung mit melancholischen Randbemerkungen übers Älterwerden niederzuschreiben.

Der Grund dieses Eintrags ist durchaus erfreulich - ich habe nämlich von Bubi ein absolut hammermässiges Geschenk bekommen und dies, obwohl mein Jahrestag erst in zwei Stunden beginnt, keinen Tag zu früh.

Er hat nämlich sämtliche Nacktschnecken in unserem Garten begeistert eingesammelt, sie irgendwie in einen Topf getan und danach mit dem werten Herrn Gemahl irgendwo entsorgt. Zwar mochte ich Bubi dabei nicht zuschauen und wo sich diese schleimigen Dinger nun, in welchem Zustand auch immer, befinden, möchte ich nie erfahren.

Ein wirklich originelles und erfreuliches Hobby, welches sich Bubi da ausgesucht hat, momol. Morgen schicke ich ihn um 16 Uhr noch auf einen Kontrollgang und dann kann die Party steigen.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Na vielen Dank auch!

Der liebe Mond hätte, wenn es momentan nach mir ginge, einen neuen Bewohner. Er hätte es dort sicherlich nicht unlustig!

Heute findet in Aarau das legendäre Beizlifest statt und ich dachte mir, dies wäre eine passende Gelegenheit, mir mal wieder die Fingernägel zu lackieren. Schwarz, wie in den guten, alten Zeiten. Gedacht, getan, allerdings ohne die Meinung von Bubi dazu einzuholen. Tja, der weint seit einer Stunde aus tiefstem Herzen, weil A: ihm das nicht gefällt (obwohl er sich sehr an das Schwarz an mir gwöhnt hat und er sofort Einspruch erhebt, wenn etwas Kleidiges an mir nicht ausschliesslich schwarz ist), B: ich nun nicht mehr mit ihm spielen kann (???) und C: ihm das nicht gefällt!

Ganz die liebe Mutti, versuche ich nun seit einer Stunde, die Farbe wieder von meinen Fingernägel zu kriegen - Nagellackentferner führt der schwarze Kafka nämlich nicht in seinem Giftschrank! Schönen Flug, liebes Bubi!

Dienstag, 30. Juni 2009

Es ist vorbei, bye bye...

Nein, nicht nur der Junimond ist bereits vorbei, gleich der ganze Juni und noch viel mehr. Am meisten trauere ich selbstverständlich den bereits schon wieder vergangenen Ferien nach, natürlich auch mit dem Wissen, dass diese den meisten von euch noch bevorstehen. Seit gestern hat uns leider der Alltag wieder, aber wenigstens zeigt das Wetter Erbarmen und somit steigt die Hoffnung, dass auch die hereingebrochene Kältewelle nun endlich für ein paar Wochen vorbei ist.

Letzter Tag im Süden Frankreichs *sniff*


Vorbei ist es auch mit diesem da. Der schwarze Kafka hat wieder einmal Organisationstalent bewiesen und musste durfte deswegen gestern mit Bubi eine Blätterkette basteln. Jedes Kind der Waldspielgruppe hat ein Blatt gestaltet und heute Nachmittag übergeben wir dies den beiden Leiterinnen. Irgendwie schon Wahnsinn, dass diese Äera bereits hinter Bubi liegt und eine weitere, Bedeutende vor ihm.

Vorbei ist es aber glücklicherweise auch mit der Fussballpause. Am Samstag bestreitet der FC Aarau sein letztes Testspiel gegen niemand Geringeres als den aktuellen UEFA-Cupsieger Schachtjor Donezk. Eine Woche später startet dann ja bereits die Fussballsaison 2009/2010 mit einem Heimspiel gegen die Grashüpfer.

Ebenfalls vorbei ist mit dem "nur" Hausfrauenalltag, obwohl der natürlich bestehen bleibt - zusätzlich gibts nun aber für gewisse Arbeiten auch Knete in die Haushaltskasse. Bereits letzte Woche durfte ich die erste, offizielle Rechnung schreiben und am Freitag wird endlich mein neues Baby geliefert: ein Schneideplotter! Da kommt definitiv Freude auf. In dem Sinne: Juli, du bist willkommen!


Junimond von Rio Reiser (leider ohne Videon)