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Donnerstag, 30. Juni 2011

Voll krass kafkaesk!

Heute Abend also ist es wieder einmal so weit: das Fest der Feste im Raume Aarau, der Maienzug, startet mit dem "Place to be"-Abend, dem Beizlifest. Wann ich daran das erste mal teilgenommen habe, kann ich nicht mehr sagen, auf alle Fälle ist es über zwanzig Jahre her. Jahr für Jahr war der Termin in der Agenda bereits zu Beginn des Jahres rot angestrichen. Kult halt.

Heute allerdings werde ich das Sehen und Gesehen werden, das Gedränge, die Konzerte, die Fröhlichkeit, das "mit-lieben-Freunden-feiern", das Spasshaben, das "alte Schulkameraden treffen" usw. auslassen. Einfach nicht hingehen. So was von voll krass im Fall!

Viel zu viele Gedanken und Gefühle tummeln sich im kafkaesken Kopf und Herz herum. Und wenn ich mir vorstelle, wie ich diesen tonnenschweren Felsbrocken, welcher sich in der Brustgegend eingenistet hat, den ganzen Abend mittragen müsste... Neenee, viel zu anstrengend. Da bleib ich doch definitiv lieber zu Hause. Aber, hey, meine lieben Freunde, habt Spass und geniesst es.

Montag, 25. Oktober 2010

Geht in die Knie...

...und klatscht in die Hände, beweg deine Hüften, und tanz den Mussolini!
DAF hat es 1981 tatsächlich fertig gebracht, zwei Diktatoren und den heiligen Jesus Christus in einem Popsong zu vereinen. Das Album "Alles ist Gut" dürfte ohne Frage als Vorbild für das Techno-Genre sowie Bands wie Front 242 sein. Dank des Erfolgs von DAF entstand ab Mitte der 80er Jahre sogar der Musikstil "Electronic Body Music", besser bekannt als EMB. Was ist DAF?



Robert Görl und Gabi Delgado lernen sich 1978 in Düsseldorf kennen und beide sind da bereits vom Musikvirus befallen. Görl, zwar noch bandlos, kann zu dieser Zeit bereits auf eine klassische Ausbildung am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium und auf der Jazz-Musikhochschule in Graz zurückblicken. Der drei Jahre jüngere Delgado trat bereits als Tänzer bei Charley's Grils in Erscheinung, wollte nun allerdings etwas Eigenes machen und findet in Görl einen Seelenverwandten.
Zu den Beiden gesellten sich dann noch Kurt "Pyrolator" Dahlke (später bei "Der Plan" und "Fehlfarben"), Michael Kemner (danach ebenfalls bei "Fehlfarben") und Wolfgang Spelmans. Die deutsch amerikanische Freundschaft ist geboren. DAF lebt. 1979 ersetzte Christian Ludwig "Chrislo" Haas Kurt Dahlke, bevor sich die Gruppe 1981 während einer England Tournee endgültig auf den Kern Robert Görl/Gabi Delgado reduzierte. Diese legten das Image der Gruppe neu fest und wurden damit nun auch kommerziell erfolgreich.



Als "Für Immer" erschien, gab es DAF bereits nicht mehr. Robert Görl und Gabi Delgado veröffentlichten mit "Night Full of Tension" bzw. "Mistress" 1983 ihre Soloalben. 1986 wurde DAF von beiden reaktiviert um sich ein Jahr später erneut zu trennen. Wobei dies so nicht ganz stimmt; Gabi Delgado hatte sich die Rechte des Namens "DAF" eingeheimst und führte das Projekt mit Klaus Jankuhn weiter.

2003 knüpften Robert Görl und Gabi Delgado soundtechnisch wieder an die frühen 80er Jahre an und gingen gemeinsam auf Welttournee. Im November 2005 erklärte Gabi, dass er weder an einem neuen Album noch an weiteren Auftritten mit DAF interessiert sei, was nunmehr die dritte Auflösung der Band bedeutete.

Lange Rede, kurzer Sinn: DAF lebt tatsächlich - was am nächsten Samstag im KIFF bewiesen wird. Der schwarze Kafka freut sich wahnsinnig auf dieses Konzert. Er freut sich grundsätzlich wahnsinnig auf den ganzen Abend, denn er wird sich im KIFF für einmal wohl definitiv nicht zu den Ältesten zählen müssen.



Samstag, 30. Oktober 2010, DAF - Deutsch Amerikanische Freundschaft (D), Support Omega Attraktor (CH). Türöffnung: 20.30 Uhr, Konzertbeginn: 21.00 Uhr, Eintritt: CHF 40.00

Freitag, 24. September 2010

De Bach isch cho!

Wenn in Aarau Krethi und Plethi diesen Satz brüllen bzw. die Aarauer Schulkinder ihn schreien, dann, ja dann ist Bachfischet.

Ganz der kafkaesken Tradition gemäss, durfte sich der Mister auch dieses Lahr ein Laternenmotiv aussuchen, um dann das Lampion mit mir gemeinsam zu basteln. Nun ja, gemeinsam ist eventuell leicht übertrieben: der schwarze Kafka bastelt und der Mister spielt Handlanger. Was er aber sehr gut und begeistert gemacht hat!

Gebastelei-Material liegt bereit *seufz*

Die Mühe allerdings zahlt sich jeweils aus und wird sich auch in diesem Jahr gelohnt haben. Wenn der Mister heute Abend am Strassenrand steht, "Fürio de Bach brönnt" schreiend und sein Lampion mit stolzen Augen betrachtet, dann ist Zahltag bei Frau Kafka.

Dienstag, 15. September 2009

Basteln mit Gerda Conzetti?

Nein, natürlich nicht, vielmehr mit dem schwarzen Kafka. Heute Nachmittag, exakt um 16.27 Uhr sah es auf unserem Esstisch so aus:


Die Experten unter euch wissen natürlich, dass am Freitag in Aarau die traditionelle Bachfischet stattfindet und Bubi durfte sich auch dieses Jahr eine Laterne aussuchen, welche ich, ganz die liebe Mami, dann für ihn basteln tu. Obwohl ich eigentlich für das Piratenschiff oder den Totenkopf plädierte (Stufe "einfach"), entschied er sich für das Feuerwehrauto (Stufe "anspruchsvoll") und versprochen ist nun halt einmal versprochen.

Wobei ich ehrlich gestehen muss, sooo anspruchsvoll war dieses Löschfahrzeug dann auch wieder nicht. Geduld bringt ja bekanntlich Rosen.

Nun, vier Stunden später war es vollendet. Bubis glänzende Augen und seine Umarmung mit Dankesküsschen waren definitiv jede Minute wert. Die Bilder in Aktion folgen allerdings erst am Wochenende.

Dienstag, 24. Februar 2009

Traktanden korrekt traktandiert!

Dies stellt sich als schwieriger heraus, als ich eigentlich dachte. Wir halten am Freitag die erste ordentliche Generalversammlung eines neuen Vereins ab und tun uns als Vorstand nun irgendwie ziemlich schwer, eine korrekte Traktandenliste zusammenzukriegen. Tatsache ist, dass wir bei der Begrüssung eh eine Traktandenänderung vornehmen bzw. vorschlagen müssen, da bei der Einladung zur GV die Statuten vergessen verloren gingen.

Grundsätzlich müssen wir, dies nehme ich nun einfach mal an, das Gründungsprotokoll und die Statuten von der GV genehmigen lassen. Zusätzlich wohl auch die Jahresrechnung 2008, sowie deren Revisorenbericht und den Jahresbericht. Die Problematik, welche uns nun stellt, ist, dass der gesamte Vorstand auch von der GV gewählt, entlastet bzw. bestätigt oder was jetzt nun? Mein Vorschlag wäre folgender:

  1. Begrüssung/Protokoll
  2. Wahl des Tagespräsidenten/Stimmenzähler
  3. Gründungsprotokoll vom 5. Juni 2008
  4. Statuten
  5. Jahresbericht 2008/Ausblick 2009
  6. Jahresrechnung 2008
  7. Revisorenbericht
  8. Wahlen (Vorstand, Revisoren, Präsident)
  9. Anträge
  10. Verschiedenes

Blickt da jemand sattelfest durch? Für Korrekturen der Korrektheit korrekter Traktandenabfolge wegen, wäre ich konkret definitiv sehr dankbar.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Und es gibt sie doch!

Menschen - ein Thema, welches man auseinander nehmen könnte bis zum geht nicht mehr, dies werde ich nicht tun, keine Angst.

Aber wer kennt sie nicht, die verkrampften Treffen mit ehemals besten Freundinnen, Klassenkameraden oder der Frau, welche zufälligerweise den gleichen Kurs für die Geburtsvorbereitung besucht hat? Man verspricht sich, die Freundschaft zu halten oder sie ist gleich für die Ewigkeit versprochen worden und man fühlt sich dann unangenehm verpflichtet, mal wieder anzurufen, zu schreiben oder eben, im "besten" Fall, sich zu treffen, um bemüht locker über die alten Zeiten zu quatschen.

Zeitverschwendung! So hart wie das tönt, es ist so. Diese Meinung hatte ich ehrlich gesagt natürlich nicht immer; mittlerweilen glaube ich aber, dass es wirklich nur ganz wenige Menschen gibt, welche einen wirklich ein Leben lang freundschaftlich begleiten, die Blutsverwandten nun mal ausgeschlossen. Verschiedene Lebensabschnitte - verschiedene Menschen, von welchen man in deren begleitet wird. Wahrlich nicht sehr romantisch, aber wohl eine Tatsache; wärs andersrum, ich wäre nicht wirklich wütend.

Aber es gibt sie trotzdem! Keine Telefongespräche, keine Versprechungen, sich seit Jahren nicht mehr gesehen, und sich trotzdem spontan auf heute Abend verabredet, via Facebook. Das Thema war nicht die Vergangenheit. Kein "ich wollte mich schon lange melden", kein "wir müssen uns wieder vermehrt treffen" und kein "sorry, aber im Moment habe ich Stress", vielmehr ein gemütliches Zusammensitzen beim Bierchen, quatschen über die Gegenwart und dies nicht nur Oberflächlich. Das Vertrauen besteht noch immer, man redet über die aktuellen Sorgen und Gedanken. Wie früher, einfach im Jetzt.

E. und S., es war toll, euch mal wieder zu treffen und ich freue mich wahnsinnig auf den 6. März.

Dienstag, 17. Juni 2008

Bitte, liebe Sonne!

Scheine, scheine und wärme die Luft. Ich hatte gestern meinen ersten Arbeitseinsatz da, und der Besucheraufmarsch liess definitiv zu wünschen übrig, damit natürlich auch die Arbeitsintensität. Es ist schon bitter, wenn sich Menschen grosse Mühe geben, etwas absolut Gutes auf die Beine zu stellen und du ihnen einen solch deftigen Strich durch die Rechnung machst. Nicht zu schweigen von den vielen Leuten, welche sich so sehr auf dieses Fussballfest 2008 gefreut haben. Finde ich jetzt nicht wirklich fair von dir, liebe Sonne.


Heute Abend arbeite ich wieder da und die Partie "Frankreich - Italien" lässt grundsätzlich auf mehr Fussballbegeisterte hoffen - allerdings wäre ich dir schon sehr dankbar, wenn du das Deinige dazu beitragen würdest. Deswegen, liebe Sonne, erfülle bitte deine dir zugewiesene Aufgabe: Scheine und wärme

Bildquelle

Sonntag, 16. März 2008

Projekt 52: 11 - Mein Weg!

Diese Woche hat uns Sari wieder einmal mehr eine originelle Aufgabe für das Projekt 52 gestellt. Mein Weg. Sie hat die Aufgabe folgendermassen formuliert: "Jeder von uns hat jeden Tag einen Weg zu bewältigen. Zur Schule, zur Arbeit, zum Einkauf, was weiß ich. Es geht um einen regelmäßigen Weg, den man ständig gehen muss. Was gibt es auf diesem zu entdecken?"

Mein erster Gedanke war der Weg zum Spielplatz. Den mache ich nämlich tatsächlich praktisch jeden Tag mit Bubi. Entschieden habe ich mich allerdings schlussendlich für einen Weg, welchen ich jeden Donnerstag zurücklege. Den Weg in die Stadt, um mit meinen Freunden und Kumpels über Fussball den FC Aarau, Politik, Sex bzw. keinen Sex und sonstige lebenswichtige Dinge im Leben zu diskutieren.

Das Foto zeigt die Anzeigetafel der Tramhaltestelle im Wohnortsdorf, welche ich - zumindest jeweils am Donnerstag - um exakt diese Zeit anstarren darf!

Das Original-Foto ist hier! (Ich habe keine Ahnung, warum das beim Reinladen in den Blogpost jeweils so massiv an Qualität verliert...)

Sonntag, 24. Februar 2008

DANKE, liebe Stimmberechtigte aus Aarau!

Mit rund 3'800 JA-Stimmen (gegenüber rund 1'950 Nein-Stimmen) nimmt die Stadt Aarau den Rahmenkredit für die Mantelnutzung des Fussballstadion Torfeld Süd und den Erwerb des Miteigentumsanteil desselben an! Vielen dank dafür der Aarauer Stimmbevölkerung. Und somit ist der wichtigste Sieg heute bereits eingefahren ;-)

Details zu den Abstimmungsresultaten der Stadt Aarau
Details zu den kantonalen Abstimmungsresultaten
Details zu den eidgenössischen Abstimmungsresultaten

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Die jungen Götter - Halleluja!

Diesen Freitag ist es endlich wieder so weit. Ein Konzert steht auf dem Pro-gramm, aber nein, nicht irgendein Kon-zert. Die jungen Götter gastieren im Kiff in Aarau - und der schwarze Kafka ist selbstredend-schreibend dabei. Sicherlich kennen die meisten von euch The Young Gods, trotzdem folgt hier ein kurzer Auszug ihrer Geschichte.

1985 wurde die Schweizer Industrial-Band The Young Gods gegründet und aktuell besteht sie aus Franz Treichler (Gesang), Alain "Al Comet" Monod (Sampler) und Bernard Trontin (Schlagzeug). Bei der Namensgebung wurden The Young Gods übrigens durch den Song "Young God" der Band Swans inspiriert.

Der Sound, gleichermassen brachial wie eingängig - tendenziell sogar tanzbar - einfach GEIL genial! Der grosse Durchbruch gelang den Young Gods zwar nie wirklich (gross angeschrieben ist das Trio in Frankreich), was ich definitiv NICHT bedaure! Allerdings haben sie innerhalb ihrer Musiksparte einen grossen Bekanntheitsgrad erreicht. Immerhin bezeichnen Mike Patton (Faith No More), Nine Inch Nails (guuuuut) oder Ministry (heilig - RIP Paul Raven) die Young Gods als prägender Einfluss!

Ein Album möchte ich euch noch speziell ans Herz legen: Play Kurt Weill (1991), auf dem die Band Stücke aus der Dreigroschenoper covert (z.B. Mackie Messer, Seeräuber Jenny oder den Salomon Song). Ein wirklich zauberhaftes, originelles, einzigartiges... (152 Wörter später) Album, echt hörenswert!

Am Freitag nun also sind die Götter im Kiff und spielen aus ihrem aktuellen Album "Super Ready/Fragmenté" - und das nicht nur hoffe ich sehnlichst. Ich freue mich auf die alten, kantigen und harten "Klänge". Allerdings muss ich "Super Ready/ Fragmenté" zu Gute halten, dass diese Scheibe auf die älteren Werke setzt ("L'Eau Rouge"-Zeit).

The Young Gods - eine der wenigen Bands aus der Schweiz, die mich nicht peinlich berührt zu Boden blicken lässt!!!

Freitag, 2. November: Konzert im Kiff - Rock/Industrial - Doors 21:00 - 30.-/25.-
The Young Gods (CH)
Support: Verdena (ITA)
Afterparty mit The Revelation.CH

Montag, 27. August 2007

Stolz auf Aarau, für einmal!

Eigentlich war ich vor Wochen-frist noch überzeugt, dass Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Aarau sicherlich NICHT zu besuchen. Allerdings, nach unzähligen TV-Berichten und SMS von Freunden vor Ort, verspürte ich am Freitagabend doch ein innerliches Ziehen Richtung Schachen, wo sich die Riesenparty abspielte. Leider war auf die schnelle kein Bubisitter aufzutreiben, so dass wir unseren Schwingfest-Besuch auf Samstag (zum Mittagessen) verschieben mussten. Zum Glück ist verschoben nicht aufgehoben.
Es war phänomenal. Die Schwing-Arena ist definitiv ein extrem eindrücklicher Bau. Natürlich hatten wir keine Tickets, aber dank der Grossleinwand, welche an der Stadionaussenwand hing, konnte man die einzelnen Gänge problemlos mitverfolgen. Die Stimmung vor dieser Live-Übertragung war hitzig, witzig und herzlich unaggressiv. Es wurde mitgefiebert und mitgelitten, in lauten Gruppen oder ganz leise, für sich Alleine.

Die riesigen Festzelte waren zwar um 11.30 Uhr noch ziemlich leer, aber man konnte es sich bildlich vorstellen, wie die Post in sieben, acht Stunden darin abgehen würde.

Mit all diesen eindrücklichen Bildern in Kopf und Herzen, hat mich die Nachricht vom Tod des Schwingers Peter Gasser erstaunlich mitgenommen. Es ist wirklich schade, dass ein so wunderbares Fest von diesem tragischen Todesfall überschattet wurde. Nichts desto trotz hat sich Aarau gut gemetzget und irgendwie fühle ich mich seit dem Besuch des Schwing- und Älplerfest 2007 "es bitzeli" mehr Schweizerin!

Donnerstag, 9. August 2007

sommerregen

nachdem ich bei monsieur fischer dieses eindrückliche photo der überschwemmten suhre-brücke in rohr/ag entdeckt habe, möchte ich euch nun ein weiteres sensationsgeiles erschreckendes bild von aaraus strassen (heute morgen) nicht vorenthalten.