Dienstag, 24. Februar 2009

Traktanden korrekt traktandiert!

Dies stellt sich als schwieriger heraus, als ich eigentlich dachte. Wir halten am Freitag die erste ordentliche Generalversammlung eines neuen Vereins ab und tun uns als Vorstand nun irgendwie ziemlich schwer, eine korrekte Traktandenliste zusammenzukriegen. Tatsache ist, dass wir bei der Begrüssung eh eine Traktandenänderung vornehmen bzw. vorschlagen müssen, da bei der Einladung zur GV die Statuten vergessen verloren gingen.

Grundsätzlich müssen wir, dies nehme ich nun einfach mal an, das Gründungsprotokoll und die Statuten von der GV genehmigen lassen. Zusätzlich wohl auch die Jahresrechnung 2008, sowie deren Revisorenbericht und den Jahresbericht. Die Problematik, welche uns nun stellt, ist, dass der gesamte Vorstand auch von der GV gewählt, entlastet bzw. bestätigt oder was jetzt nun? Mein Vorschlag wäre folgender:

  1. Begrüssung/Protokoll
  2. Wahl des Tagespräsidenten/Stimmenzähler
  3. Gründungsprotokoll vom 5. Juni 2008
  4. Statuten
  5. Jahresbericht 2008/Ausblick 2009
  6. Jahresrechnung 2008
  7. Revisorenbericht
  8. Wahlen (Vorstand, Revisoren, Präsident)
  9. Anträge
  10. Verschiedenes

Blickt da jemand sattelfest durch? Für Korrekturen der Korrektheit korrekter Traktandenabfolge wegen, wäre ich konkret definitiv sehr dankbar.

Montag, 23. Februar 2009

Gestatten: Gutknecht, Yolanda Gutknecht!

Wie schon anno dazumal in der Schule, wurde man auch hier in die Pflicht genommen, jeweils die Hand zu heben und aufzustehen, wenn der eigene Name gerufen wurde und ich war die Yolanda Gutknecht. Laura Häfeli und Liselotte Krafft waren meine besten Freundinnen. Jedoch ging die Freunschaft auseinander, als Laura sich entschied in eine teure Privatschule zu wechseln.

Meine grösste Feindin in der Schule war Jessica Gamenthaler. Da Jessica mir in der sechsten Klasse meinen Freund Ueli Schaller ausspannte, konnt ich sie nie mehr leiden. Ich war übrigens eine sehr gute Schülerin. Täglich reinigte ich mein Pult mit Seifenwasser und hielt pingelige Ordnung in meinem Etui.

Im Bahnhof von Chur führe ich heute meinen eigenen, kleinen Friseursalon. Man kann bei mir übrigens ohne Anmeldung die Haare schneiden. Den Ueli Schaller habe ich selbstverständlich zurückerobert und geheiratet. Vor vier Wochen jedoch habe ich ihn verlassen, da ich mich in einen Kunden verliebt habe.

Ausser Jessica Gammenthaler könnte ich niemandem etwas zu leide tun - mein Mord-Faktor ist also relativ gering! Ich war definitiv weder Opfer noch Täter am Freitagabend und mein werter Herr Gemahl ein alter Kiffer.

Freitag, 20. Februar 2009

Wir sind dann mal weg.



"Sie sind Gast bei dem grossen Klassentreffen ihrer Schule. Es stellt sich jedoch schnell raus, dass die Kriegsbeile von damals noch immer nicht vergraben sind und so kommt es zu einem mysteriösen Todesfall nach dem anderen. Welcher ihrer alten Schulkameraden treibt sein mörderisches Unwesen? Will Bruno es allen heimzahlen, dass sie ihn früher gehänselt haben? Spinnt die schöne Layla noch immer ihre Intrigen? Oder war es doch der Mathematiklehrer, der für alle die bösen Streiche Rache nehmen will?"

Bereits zum zweiten Mal besuchen mein werter Herr Gemahl und ich ein Krimidinner. Klassentreffen heisst das Programm und stattfinden tut es heute Abend auf dem Hausberg von Solothurn, dem Weissenstein. Da Bubi bis Sonntag beim Grosi ist, leisten wir uns eine Übernachtung gleich vor Ort im Hotel Kurhaus Weissenstein. Somit können wir morgen auch noch ein bisschen Bergluft schnuppern, bei Sonnenschein hoffe ich doch.

Ein wunderschönes Wochenende liegt also vor uns - ich freue mich definitiv sehr, auch auf dieses Essen. Nun muss ich aber packen gehen!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Und es gibt sie doch!

Menschen - ein Thema, welches man auseinander nehmen könnte bis zum geht nicht mehr, dies werde ich nicht tun, keine Angst.

Aber wer kennt sie nicht, die verkrampften Treffen mit ehemals besten Freundinnen, Klassenkameraden oder der Frau, welche zufälligerweise den gleichen Kurs für die Geburtsvorbereitung besucht hat? Man verspricht sich, die Freundschaft zu halten oder sie ist gleich für die Ewigkeit versprochen worden und man fühlt sich dann unangenehm verpflichtet, mal wieder anzurufen, zu schreiben oder eben, im "besten" Fall, sich zu treffen, um bemüht locker über die alten Zeiten zu quatschen.

Zeitverschwendung! So hart wie das tönt, es ist so. Diese Meinung hatte ich ehrlich gesagt natürlich nicht immer; mittlerweilen glaube ich aber, dass es wirklich nur ganz wenige Menschen gibt, welche einen wirklich ein Leben lang freundschaftlich begleiten, die Blutsverwandten nun mal ausgeschlossen. Verschiedene Lebensabschnitte - verschiedene Menschen, von welchen man in deren begleitet wird. Wahrlich nicht sehr romantisch, aber wohl eine Tatsache; wärs andersrum, ich wäre nicht wirklich wütend.

Aber es gibt sie trotzdem! Keine Telefongespräche, keine Versprechungen, sich seit Jahren nicht mehr gesehen, und sich trotzdem spontan auf heute Abend verabredet, via Facebook. Das Thema war nicht die Vergangenheit. Kein "ich wollte mich schon lange melden", kein "wir müssen uns wieder vermehrt treffen" und kein "sorry, aber im Moment habe ich Stress", vielmehr ein gemütliches Zusammensitzen beim Bierchen, quatschen über die Gegenwart und dies nicht nur Oberflächlich. Das Vertrauen besteht noch immer, man redet über die aktuellen Sorgen und Gedanken. Wie früher, einfach im Jetzt.

E. und S., es war toll, euch mal wieder zu treffen und ich freue mich wahnsinnig auf den 6. März.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Faule Eier oder das gelbe vom Ei!

Nein, es geht weder um Fussball noch um unsinnige Ideen, sondern um wortwörtlich faule Eier bzw. faule Eigelbe. Das Eier fähig sind, einen üblen Geruch zu entwicklen, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, war mir schon klar. Übel ist allerdings nur ein Vorwort zu dem Duft, welcher sich heute sekundenschnell im ganzen Haus ausgebreitet hat.

Beim Einräumen der heutigen Einkäufe in den Kühlschrank entdeckte ich ganz hinten ein kleines Tupper. Oh, dachte ich mir, da hat der schwarze Kafka wohl etwas vergessen und öffnete es zwecks Entsorgung. Arrrghh, Eigelb vom Guetzle im Dezember 2008. Bubi, von meinem kindsgerechten Fluchen aufmerksam geworden, verliess die Küche blitzartig wieder. Leider nützte ihm das nicht allzuviel, da sich der fiese Geruch im ganzen Haus verteilte.

Nun brennen sämtliche Duftlämpli im kafkaesken Haus und man wähnt sich in einem - Vorsicht Klischee - esoterisch-spirituellen Buchladen. Lavendel überdeckt nun allmählich den abartigen, bösen Geruch. Omm...

Dienstag, 17. Februar 2009

Wenn der Postmann zweimal klingelt!

Geklingelt hat er heute zwar nicht, dafür zukunftsverändernde Post in Briefform gebracht. Obwohl ich schon seit längerem wusste, dass dieser Brief fällig war, wurde mir dennoch ein bisschen mulmig, als ich ihn dann in der Hand hielt.

"Liebe Eltern, ihrem Kind steht in diesem Jahr ein besonderes Ereignis bevor." Nun, nicht nur dem Kind, würde ich sagen. Jetzt ist es also soweit und ich darf Bubi für den Kindergarten anmelden. Einerseits freue ich mich riesig für ihn, aber natülich auch für mich. Ich muss aber zugeben, es beschleicht mich schon auch ein bisschen Wehmut. Aber wie Hier und Jetzt so wunderbar treffend geschrieben hat: Kinder brauchen brauchen Wurzeln, um Halt zu finden, aber auch Flügel, um zu fliegen. Nun wachsen Bubi also die Flügelchen.

"Der Kindergarten ist die erste Stufe des öffentlichen Bildungswesen. Die Kinder beginnen hier einen Weg, den sie in der Schule fortsetzten: Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz sollen erlernt und gefördert werden." Irgendwie tönt das schon ziemlich anstrengend, zumal die Präsenzzeiten relativ happig sind. Dies wiederum gibt mir natürlich die Möglichkeit, meine neue Zukunft, die Berufstechnische natürlich nur, grosszügig zu planen, was auch immer man nun darunter verstehen tut.

Ich werde das Anmeldeformular heute Abend ausfüllen. Zelebrierend!

Freitag, 13. Februar 2009

Einfach herrlich!

Vor 15 100 Jahren suchte ich verzweifelt nach dem Lied "Crimson and Clover" von Tommy James & The Shondells, wobei ich damals keinen Plan hatte, von wem der Song ist. Irgendwann wurde ich fündig und kaufte mir die "Best of" CD, wobei es mir definitiv nur um dieses eine, absolut psychedelische Lied ging. Psychedelisch darum, weil gegen Ende des Songs die Stimme so wunderbar verzerrt wird, Stimmen-Wawa sozusagen.

Wer waren "Tommy James and the Shondells"? Nun, eine Rock'n'Roll-Band aus Amerika, gegründet 1964. Sie hatten Reihenweise Nummer 1 Hits. Der Song "Mony Mony" stammt keinesfalls aus der Feder von Billy Idol, sondern wurde 1968 von ihnen aufgenommen, wusste ich nicht, gebe ich ungerne zu. Grundsätzlich ist auf dieser "Best of"-CD so ziemlich jeder Song hörenswert.


Mony Mony, 1968 von Tommy James & The Shondells

Die Band gilt übrigens als eine der ersten, welche Musikvideos für ihre Songs drehte. Die Zeit war allerdings 1968 noch nicht reif für diese Innovation, und nach vier Versuchen wurde das Projekt Musikclips wieder beendet.

Heute ist mir Crimson and Clover in den Kopf geschlichen und wurde deswegen im kafkaesken Haus rauf und runter gespielt. Das war wunderbar und darum kriegt dieses Lied bzw. die Band das Prädikat unbedingt reinhören!



Now I don't hardly know her
But I think I could love her
Crimson and clover

Well if she come walkin' over
Now I been waitin' to show her
Crimson and clover
Over and over

My mind's such a sweet thing
I wanna do everything
What a beautiful feeling
Crimson and clover
Over and over

Crimson and clover, over and over

Dienstag, 10. Februar 2009

Melanchonie und Lebensfreude

Es freut mich unbeschreiblich, in diesem Jahr einen ganz besonderen Anlass zu organisieren. In echt, diese Arbeit macht mir grosse Freude. Er ist sozusagen ein Muss für alle Freunde der irischen und schottischen Kultur. Am Samstag, 28. März 2009 habt ihr die Gelegenheit, einen gemütlichen Abend mit Musik, welche die Melanchonie der nebelverhangenen schottischen Highlands ebenso zu Gehör bringt, wie die pulsierende Lebensfreude in den irischen Pubs.

Stattfinden tut das ganze in einem Restaurant mit irischen und schottischen Spezialitäten in Oberentfelden, dem Angels Share. Die Bedeutung des Namens ist wundervoll: Seit dem Mittelalter bezeichnet man den Teil der hochprozentigen Destillate, welcher bei der langjährigen Lagerung in Eichenfässern durch das Holz verdunstet (im Jahr ist das ca. 1,5 bis 2% des Inhaltes eines Fasses), als den Anteil für die Engel, eben dem Angels Share.

Gast im Angels Share ist an diesem Abend die junge Band "MoneyPennySixPenny" aus Winterthur. Sie widmet sich voll und ganz der Musik aus Jigs, Reels und Tunes. Ihr Repertoir umfasst wunderschöne Songs aus Irland und Schottland (Hörbeispiele gibts auf der Homepage hier). Mit Fiddle, Whistle, Gitarre, Drums, Bass, Akkordeon und Gesang unterhält euch die Band mitt ihren irish und scottish Favourites. Aber nicht nur Genuss für die Ohren und das Herz ist angesagt an diesem Samstag. Neben der Musik gibt es ein feines, irisch angehauchtes 3-Gang-Menü, irische Biere (Guiness und Murphy's) und ausgesuchte, irische Whiskeys.

Wenn ich nun jemanden "gluschtig" gemacht habe, rate ich zur schnellen Anmeldung, da die Platzzahl beschränkt ist und die Reservationen in der Reihenfolge des Einganges berücksichtigt werden.

Lasst euch vom Hauch der irischen und schottischen Seele einen Abend lang verzaubern. Selbstverständlich ist der schwarze Kafka auch vor Ort, als Organisatorin leider wohl eher am Arbeiten.

Anmeldungen können direkt im Angels Share oder unter der Telefonnummer 062/724 83 73 gemacht werden. Der Preis für den Abend beträgt CHF 80.- (inbegriffen sind ein Apéro, das 3-Gang-Menü und die musikalische Unterhaltung).
Bildquellen: hier und hier.

Montag, 9. Februar 2009

Rasselbande!

Vielen Dank für die tollen Geschenke, Glückwünsche und Karten, welche Bubi zum Purzeltag bekommen hat. Die Party war ein Riesenhit - trotzdem bin ich nicht traurig, die nächste Kinderparty erst nächstes Jahr organisieren zu müssen dürfen.

Samstag, 7. Februar 2009

Mein kleiner Süsser!

Mein Sonnenschein, schon wieder ist ein Jahr vergangen und du feierst heute bereits deinen vierten Purzeltag. Wahnsinn! Du entwickelst dich rasend und hast schon eine sehr ausgeprägte, eigene Meinung zu vielen Dingen. Dein Trotzkopf, welchen ich wirklich meistens süss finde, kommt doch schon hie und da zum Vorschein, aber auch deine feinfühlige und sensible Art. Wenn du am Morgen in mein Bett kriechst und schmusen möchtest, würde ich so gerne die Zeit anhalten. Wie lange wohl diese Phase noch anhält, weiss niemand, deswegen geniesse ich jede Sekunde, wenn du dich an mich kuschelst. Natürlich nicht nur diese.

Wundervoll zu beobachten, wie du wissbegierig, neugierig und phantasievoll dein junges Leben meisterst. Dein fröhliches und herzliches Lachen erwärmt mein Herz so sehr, eine grössere Bestätigung, nicht alles falsch zu machen, gibt es nicht.

Liebster Bubi, ein interessantes und viel Neues bringendes fünftes Lebensjahr liegt vor dir und ich bin überzeugt, dass du es mit Bravour meistern wirst. Unbeschreiblich, wie schnell die Zeit vergeht, unbeschreiblich, wie Stolz du mich machst.


Ich wünsche dir einen wunderschönen und lustigen Geburtstag mit deinen Freunden - ich gönne ihn dir von Herzen. In tiefster Liebe, dein Mami.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Frauenpower!

Eigentlich ist es den Clubkollegen gegenüber schon nicht ganz fair. Nun schwänze ich wochenlang das Kegeltraining und erscheine quasi nur an den Meisterschaften. Gestern konnte ich mich wieder einmal aufraffen, erschien im Training und kegle die Anderen schlichtwegs an die Wand!

Von wegen, Übung macht den Meister oder so.

Dienstag, 3. Februar 2009

In Teufels Küche!

Und dies beinahe wortwörtlich hat mich Bubi beim heutigen Mittagessen gebracht. Ganz die fürsorgliche Mama, koche ich meinen beiden Männern selbstverständlich Fleisch, obwohl ich mich seit gut 20 Jahren ohne dieses Produkt ernähre. Ebenso auf die gesunde Ernährung Bubis bedacht, gibt es jeden Tag frisches Gemüse oder Salat! Das ist jetzt definitiv nicht gelogen.

Beim heutigen Menu passten Bubi die Karotten nicht, obwohl er diese ansonsten sehr mag - was allerdings nichts Ungewöhnliches ist, das Wechseln der Vorlieben. Nun sollte er trotzdem wenigstens ein Stückchen von dem Hasenfutter versuchen und dann kommt mir der feine Herr stinkfrech: "Also Mami, wenn du es Stückli vo de Bratwurst nimmsch, nimm i vo de Rüebli!"*

Aaaalso das, liebes Bubi, ist gaaanz was anderes. Nicht wirklich einleuchtend für einen bald Vierjährigen, schon klar! Nun, kommt halt kein Fleisch mehr auf den Tisch, dann kommt Mami nämlich auch nicht in Erklärungsnot. Sorry, werter Herr Gemahl!

*"Also Mami, wenn du ein Stück von der Bratwurst isst, esse ich von den Karotten!"