Oder besser geschrieben, er ist ein fester Bestandteil meines Montagabens geworden: Michael C. Hall alias Dexter Morgan! Natürlich mochte ich Michael Hall bereits schon in "Six Feet Under"... Aber als Dexter Morgan - unwiderstehlich!
Herr Morgan ist Forensiker, spezifischer, ein Blutspritzeranalyst und arbeitet für das Miami Police Department. Sein Geld verdient er sich mit Blut. Er liebt Blut. In etwa gleich, wie er es liebt, Menschen umzubringen.
In der Nacht lebt Dexter nämlich seine Mordlust aus. Er bringt allerdings nicht wahllos Menschen um, im Gegenteil: Er tötet diejenige, welche es "verdient" haben. Mörder, welche von der Justiz nicht belangt werden können. Sein Ziehvater Harry, welcher selber Polizist war, bildete Dexter aus, wie er töten kann, ohne Spuren zu hinterlassen.

Kleines Zückerchen am Rande: Dexters Tarnname in der Datenbank der Drogenbekämpfungsbehörde zur Beschaffung des Betäubungsmittels
Etorphin, mit dem er seine Opfer vor dem Zerschneiden jeweils lähmt, lautet
Dr. Patrick Bateman! An der moralischen Seite dieser Serie (welche zu Recht erst ab 18 Jahren freigegeben ist) scheiden sich selbstverständlich die Geister, da es unter anderem ja um eine ziemlich blutige Art von Selbstjustiz geht. Wer allerdings makaberen Zynismus mag, bzw. wer schwarzen Humor nicht ungern hat, dem empfehle ich, sich Dexter einmal anzutun. Sehr spannend finde ich die immer wiederkehrende Selbstbespiegelung von Dexter. Er weiss, dass er eine Art Ungeheuer ist, bemhüht sich allerdings, wie ein Mensch zu wirken. Einfach ist dies definitiv nicht.
Eine faszinierende Auseinandersetzung mit den sonst üblichen Vorstellungen von Normalität, Gerechtigkeit und Einfühlungsvermögen.
Szene aus der gestern auf SF2 erstmals gezeigten 1. Folge
Dexter jeweils Montags auf SF2 um 22.50 Uhr (ab 29. September auch auf RTL2 und ORF zu sehen).